05. März 2021 / 17:24 Uhr

TSV Havelse und 96 einig über Arena-Pläne: Was wird aus den German Knights?

TSV Havelse und 96 einig über Arena-Pläne: Was wird aus den German Knights?

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Jan Zimmermann (links) und Martin Kind (rechts) haben sich bereits geeinigt, folgt bald auch die Einigung mit Knights-Manager Christoph Heyne (Mitte)?
Jan Zimmermann (links) und Martin Kind (rechts) haben sich bereits geeinigt, folgt bald auch die Einigung mit Knights-Manager Christoph Heyne (Mitte)? © imago images/privat/Christian Hanke
Anzeige

Anfang der Woche hat der TSV Havelse bekanntgegeben, dass der Klub im Falle eines Aufstiegs ab Sommer in der HDI-Arena seine Heimspiele austragen wird. Auch das neu gegründete Football-Team, die German Knights, wollen ab Juni bei 96 spielen. Ist das jetzt überhaupt noch realistisch?

Anzeige

Christoph Heyne, Manager des neugegründeten Football-Projekts German Knights 1367 Niedersachsen, hat große Pläne. Mit dem Hannover-Team will er ab Juni in der kürzlich gegründeten Europaliga ELF (European League of Football) zusammen mit sieben anderen Franchiseteams aus Deutschland, Spanien und Polen an den Start gehen. Die große Frage war bisher: Wo spielt die Truppe?

Anzeige

Als großer Favorit galt die HDI-Arena, in der der Fußball-Zweitligist Hannover 96 heimisch ist. Entsprechende Gespräche dazu laufen an. Doch Anfang der Woche gab es dann die Überraschung für die Footballer: Der Fußball-Regionalligist TSV Havelse hat sich für den Fall, dass der Klub den Aufstieg in die 3. Liga schafft, die HDI-Arena als Austragungsort für seine Heimspiele ab der neuen Saison gesichert. Havelse, 96 und die Knights zusammen in einem Stadion? Das könnte ganz schön eng werden...

Mehr zu den German Knights

Pandemie wirft Planungen über den Haufen

Für Knights-Manager Heyne kam die Einigung zwischen 96 und Havelse überraschend: "Ich wusste davon nichts. Ich habe dadurch aber auch keine Bedenken in Bezug auf die Verhandlungen mit 96." Die Knights stehen bereits seit Monaten mit 96 in Kontakt. Ernsthafte Ergebnisse wurden zwischen dem Football-Team und 96 noch nicht hervorgebracht, Stadionchef ist Christian Katz. Die Pandemie-Lage macht eine feste Planung schwierig.

Die Premieren-Saison soll im Juni starten, Sender Prosieben Maxx will live übertragen. Doch die meisten der acht Teams konnten noch nicht mal eine Einheit mit der ganzen Mannschaft absolvieren. Nicht mal ein fester Spielplan wurde veröffentlicht. Die entscheidende Frage ist: Kann in diesem Sommer überhaupt gespielt werden? "Wir müssen schauen, wie sich die Situation entwickelt, das ist ganz klar", so Heyne.

Genau so unklar ist, ob in diesem Jahr im Falle einer Austragung der Saison Zuschauer erlaubt sein werden. Falls ja, werden die Knights alles in die Wege leiten, um am Ende in der HDI-Arena auflaufen zu können. "Wir wollen mit 96 kooperieren und am Ende auch gute Konditionen für Zuschauer ermöglichen", sagt Heyne.

Klar ist aber auch, dass ein Stadion mit einem Fassungsvermögen von 49 000 Plätzen nicht gebraucht wird, wenn keine Zuschauer zugelassen werden. Das würde sich am Ende finanziell wohl nicht lohnen. Zum Vergleich: Die Havelser - hätten pro Saison etwa zwölf Heimspiele mehr auszutragen als die Knights - beteiligen sich an den Betriebskosten und müssen einmal den Rasentausch (Kosten: 100 000 Euro) bezahlen.

Mehr Berichte aus der Region

Entscheidung in den kommenden Wochen

Die alternative Lösung wäre dann das Eilenriedestadion mit 2500 Plätzen (erweiterbar auf 5000 Plätze). Die Voraussetzungen wären auch dort gegeben. Das Stadion bietet TV-Plätze für eine Liveübertragung, eine Pressetribüne für Journalisten und vermutlich auch genug Plätze. "Wenn keine Fans zugelassen werden, ist das sicher eine Möglichkeit", so Heyne.

Zunächst aber bleibt es dabei, dass sich die Gespräche mit 96 hinziehen werden. In den kommenden Wochen soll dann aber endgültig eine Entscheidung her, so Heyne.