22. Oktober 2021 / 14:00 Uhr

Headcoach Roel Moors vor dem Spiel in Berlin: „Die BG Göttingen ist nicht nur Kamar Baldwin“

Headcoach Roel Moors vor dem Spiel in Berlin: „Die BG Göttingen ist nicht nur Kamar Baldwin“

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Kamar Baldwin (hier im Duell mit Ludwigsburgs Jacob Patrick) ist bislang Topscorer der Liga.
Kamar Baldwin (hier gegen Ludwigsburg) und T.J. Shorts treten im Duell der Liga-Topscorer an. © Harald Kuhl
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Erstes Auswärtsspiel in der Liga für die BG Göttingen: Die Veilchen treten am Sonntagnachmittag bei Alba Berlin, dem viel beschäftigen deutschen Meister an.

Für die Basketballer der BG Göttingen steht nach drei Heimspielen nun die erste Auswärtsbegegnung in der Bundesliga auf dem Spielplan. Und die wird zu einem echten Prüfstein: Die Veilchen werden am Sonntag um 15 Uhr in der Mercedes-Benz Arena vom deutschen Meister Alba Berlin empfangen. Eine kleine Gruppe Fans wird das Team dort unterstützen.

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Während die Berliner im Dauerstress sind – immerhin bestreitet die Mannschaft von Headcoach Israel Gonzáles am Freitagabend noch ein Euroleague-Spiel in Belgrad – hatte die BG Zeit, sich in Ruhe auf das Spiel in der Bundeshauptstadt vorzubereiten. „Natürlich haben wir großen Respekt vor Alba. Den muss man auch haben – immerhin waren die zweimal in Folge deutscher Meister“, sagt Headcoach Roel Moors. Alba spiele guten Basketball, habe zuletzt viele Spieler ersetzen müssen. „Jetzt haben sie aber mehr oder weniger ihren Rhythmus gefunden, sind in den letzten Spielen immer besser geworden.“ Neben dem Sieg gegen Fenerbahçe (84:70) in der Euroleague und der knappen Niederlage zwei Tage später gegen Baskonia (76:80) in diesem Wettbewerb gab es anschließend noch das deutliche 92:74 in Oldenburg. Danach hatten die Berliner einmal einige Tage Zeit zum Durchatmen, ehe jetzt schon wieder der nächste Kraftakt mit erneut fünf Partien in zehn Tagen begonnen hat.

Alba hat sehr viel individuelle Klasse und viel Qualität. „Wir werden unser Kollektiv dagegen setzen“, sagt Moors. Zwei gute Spiele in Folge seien keine Garantie für die nächsten Begegnungen. So versucht er seine Spieler, aber auch das Umfeld zu erden. Nach Bonn und Ludwigsburg wartet mit den Berlinern nun ein weiteres offensiv sehr starkes Teams, auf das sich die Defensive der Veilchen einstellen muss. Zumal es mit Luke Sikma, Oscar da Silva, Maodo Lo oder Yovel Zoosman zuletzt immer wieder andere Akteure waren, die die meisten Punkte in einem Spiel erzielt haben. Wie geschlossen Alba – vor allem nach der Verletzung von Topscorer Marcus Eriksson – auftritt, zeigen die Zahlen: Gleich acht Berliner Spieler erzielen zwischen 15,5 und 6,5 Punkten pro Partie.


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Der aktuelle Liga-Topscorer findet sich allerdings in den Reihen der Göttinger: Kamar Baldwin hat im Ligabetrieb bislang 23,7 Zähler im Schnitt aufgelegt, vor allem von außen (46,2 Prozent der Dreier) und an der Linie (90 Prozent Freiwürfe) zeigt der US-Amerikaner ein sicheres Händchen. Er werde sicherlich unter besonderer Beobachtung stehen, sei aber variabel genug, um die Gegner weiter zu überraschen, führt Moors an und fügt hinzu: „Aber die BG Göttingen ist nicht nur Kamar Baldwin. Auch andere Spieler haben ihre Qualitäten.“ Dann nennt der Headcoach Stephen Brown, Zack Bryant und den zuletzt gegen Ludwigsburg sehr starken Jake Toolson, der als zweitbester Göttinger auf 14,7 Punkte pro Spiel kommt. Das seien alles Spieler, die den Unterschied machen können.

Nach überstandener Krankheit (erst grippaler Infekt, dann Magen-Darm-Grippe) hat Zack Bryant in der vergangenen Woche komplett trainieren können. Haris Hujic plagen noch immer muskuläre Probleme im Oberschenkel, zudem ist er im Training umgeknickt. Mit seinem Einsatz rechnet Moors nicht.