14. Februar 2020 / 11:23 Uhr

Headcoach, Saison-Ziele, Kader: Bei den Wolfsburg Blue Wings ist vieles neu

Headcoach, Saison-Ziele, Kader: Bei den Wolfsburg Blue Wings ist vieles neu

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Neu dabei: Hendrik Ebert (r.) übernimmt die Wolfsburg Blue Wings ab dieser Saison als Headcoach.
Neu dabei: Hendrik Ebert (r.) übernimmt die Wolfsburg Blue Wings ab dieser Saison als Headcoach. © Facebook/Blue Wings/Tim Schulze
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Es dauert zwar noch bis Mai, bis Hendrik Ebert sein Debüt als Headcoach an der Seitenlinie der Wolfsburg Blue Wings gibt, doch schon jetzt fordert die anstehende Saison in der Football-Regionalliga seine volle Aufmerksamkeit.

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Am Samstag (13 bis 16 Uhr) steht im Jahn-Stadion das nächste Try Out an, ein Schnuppertraining für Football-Neulinge, und auch die Kaderplanungen bis zum Auftakt am 2. Mai (15 Uhr) gegen die Oldenburg Knights laufen bereits auf Hochtouren.

Im Herren-Bereich ist Ebert, der das Amt nach der vergangenen Saison von Stefan Trienke (hörte aus beruflichen Gründen auf, ist jetzt Football-Spartenleiter beim TV Jahn) übernommen hatte, ein Neuling, im Football und bei den Blue Wings aber keineswegs. 2006 hat er in Wolfsburg als Jugendspieler angefangen, ist ein Jahr später in den Herren-Bereich aufgerückt. Ende 2008 ist er auch als Trainer im Nachwuchs eingestiegen, wurde anschließend Headcoach der Jugendmannschaft und war zwei Jahre bei den Hannover Spartans in der zweitklassigen GFL 2 als Linebacker-Coach aktiv. Nun also die Rückkehr.

Als Spieler hat Ebert Vielseitigkeit ausgezeichnet, als Coach wohl vor allem Zielstrebigkeit. „Ich habe fast alles gespielt, beide Lines, Linebacker, Tight End oder Running Back. Ich war immer da, wo Lücken im Kader geschlossen werden mussten“, sagt der neue Headcoach der Blue Wings. Und ergänzt mit einem Lachen: „Ich würde aber jetzt nicht behaupten, dass ich der Über-Athlet war.“ Als Trainer will er mit den Blue Wings hoch hinaus: „Wir wollen in dieser Saison oben mitspielen, in den nächsten drei Jahren den Aufstieg in die GFL 2 schaffen.“

Football-Regionalliga: Wolfsburg Blue Wings - Hamburg Blue Devils 30:24 Zur Galerie
Football-Regionalliga: Wolfsburg Blue Wings - Hamburg Blue Devils 30:24 © Tim Schulze
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In der vergangenen Saison hatte es für die Blue Wings zu Platz vier in der sieben Teams umfassenden Regionalliga Nord gereicht. Für den größeren Erfolg soll der nun sehr üppige und vor allem junge Kader sorgen. „Nur drei Spieler sind älter als ich“, sagt Ebert schmunzelnd. „Wir haben ein großes Potenzial, viele Neulinge. Jetzt geht es darum, Erfahrungslücken zu schließen.“ Die Blue Wings setzen dazu auch nach wie vor nicht auf kostspielige Import-Spieler aus den USA. „Der einzige ist Brandon Bloodworth, der Mann von VfL-Star Dominique Bloodworth“, sagt der Headcoach. „Er hat an der High School zuletzt gespielt, also keine College-Laufbahn hinter sich.“ Dazu haben die Wolfsburger ihn nicht mit Geld ins Team gelockt, ein klassischer Import ist also auch er nicht.

Zuwachs ist bei den Blue Wings immer willkommen, am Samstag beim Try Out haben alle Football-Interessierten die Möglichkeit, sich zu zeigen – und vielleicht einen Platz im Team zu ergattern. „Wir sind, was die schweren Jungs angeht, im Team noch etwas schwach auf der Brust“, sagt Ebert. „Und in der Jugend können wir auf allen Positionen Verstärkung gebrauchen.“ Das Training könnte dann ähnlich wie das vergangene Try Out im Spätherbst 2019 laufen, bei dem es mehrere Stationen mit unterschiedlichen footballspezifischen Aufgaben gab – da geht es dann beispielsweise um Schnelligkeit oder Kraft. „Jeder hat einen Laufzettel bekommen, auf dem er seine Werte eintragen konnte.“

Wer gut genug ist, kann dann mit den Veteranen und den aufgerückten Jugendspielern um einen Kaderplatz kämpfen. „Wir machen jeden Monat eine neue Depth Chart“, sagt Ebert. Und auf diesem stets aktualisierten Aufstellungsbogen gibt es schon einige Positionen, „auf denen erfahrene Spieler zurückstecken müssen“.

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