21. April 2021 / 23:58 Uhr

"Hebt extrem früh ab": Union schiebt nach Elfmeter-Wirbel um BVB-Profi Reus Frust

"Hebt extrem früh ab": Union schiebt nach Elfmeter-Wirbel um BVB-Profi Reus Frust

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vorentscheidend? Das Duell zwischen Marco Reus und Andreas Luthe beschäftigte nach der Partie Spieler, Trainer und Fans.
Vorentscheidend? Das Duell zwischen Marco Reus und Andreas Luthe beschäftigte nach der Partie Spieler, Trainer und Fans. © IMAGO/Jürgen Fromme firo Sportphoto/pool
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Hat er oder hat er nicht? Nach dem Sieg von Borussia Dortmund gegen Union Berlin stand Marco Reus im Mittelpunkt des Interesses. Dem Kapitän des BVB wurde vor dem wichtigen 1:0 in der 27. Minute eine Schwalbe unterstellt. Union-Keeper Andreas Luthe fand deutliche Worte.

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Marco Reus wollte sich nach dem Sieg von Borussia Dortmund gegen Union Berlin (2:0) nicht äußern, dafür sprachen andere über die vorentscheidende Szene des Spiels. "Das ist zu wenig aus meiner Sicht. Marco hebt extrem früh ab und will den Elfmeter. Es gab keinen klaren Kontakt, das wusste ich sofort", schimpfte Union-Torwart Andreas Luthe, der in der 27. Minute der zweite Beteiligte an einem Zweikampf war, der in einem Elfmeter für den BVB endete, bei Sky.

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Der BVB-Kapitän hatte unmittelbar vor seinem Treffer den höchst umstrittenen Foulelfmeter heraus geholt. Hazard setzte Reus in Szene, diesen wollte Luthe vom Ball trennen, der in den Lauf von Reus sprang und den Dortmunder berührte - oder war es doch eine Schwalbe? Viele Fans waren sich einig: Reus war nicht berührt worden. Das war aus den TV-Zeitlupen jedoch nicht eindeutig zu klären. Schiedsrichter Daniel Schlager entschied nach Konsultation mit dem Videoschiedsrichter auf Foulelfmeter. Diesen hielt Luthe stark gegen Erling Haaland, der den Ball im ersten Abpraller unter dem Torwart hindurch in Richtung Tor spitzelte. Beim folgenden Klärungsversuch schoss Robin Knoche allerdings Reus an, der das Leder so über die Linie bugsierte.

"Dem Schiedsrichter mache ich keinen Vorwurf, ich hätte es in der Echtzeit auch nicht so gesehen, aber da muss der Videoschiedsrichter eingreifen", sagte Unions Kapitän Christopher Trimmel entschieden. Auch TV-Experte Dietmar Hamann sah die Hauptschuld nicht bei Schlager, sondern bei VAR Benjamin Brand. "Das ist in 100 Jahren kein Elfmeter, das ist ein absoluter Witz. Er trifft ihn überhaupt nicht", sagte der Vizeweltmeister von 2002. "Ich habe den Glauben an die Umsetzung des Videobeweises schon lange verloren", sagte ein resignierter Hamann, der nur mit dem Kopf schütteln konnte: "Ich verstehe es nicht mehr, das ist nie und nimmer ein Elfmeter."



BVB-Trainer Edin Terzic hatte die Szene zunächst nur in Echtzeit gesehen. Nach Ansicht der Zeitlupen äußerte er sich diplomatisch. "Eine Berührung findet auf jeden Fall statt. Das ist ein Ding wo ich sage: Kann man geben, muss man aber nicht", sagte der 37-Jährige, der mit dem BVB den Rückstand auf die Champions-League-Ränge vier Spieltage vor dem Ende wieder auf vier Punkte verkürzen konnte.

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