07. November 2021 / 19:45 Uhr

Derbyscharte ausgewetzt: Heeßeler SV besiegt Burgdorf souverän mit 3:0

Derbyscharte ausgewetzt: Heeßeler SV besiegt Burgdorf souverän mit 3:0

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Spieler des Heeßeler SV feiern ihren ersten Treffer des Tages.
Die Spieler des Heeßeler SV feiern ihren ersten Treffer des Tages. © Michael Plümer
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Der Heeßeler SV hat die TSV Burgdorf mit 3:0 besiegt und damit die Scharte aus dem Hinspiel ausgewetzt. "Diese Schmach wollten die Jungs nicht auf sich sitzen lassen", sagte Martin Mohs. "Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können - nein, müssen", schon der Coach der siegreichen Gastgeber nach.

Martin Mohs sollte Recht behalten. Wie vom Trainer des Heeßeler SV (insgeheim) prophezeit, hat seine Mannschaft einen deutlichen Sieg eingefahren. Endlich mal wieder ein dreifacher Punktgewinn für die Remis-Könige der Landesliga Nord. Und dieser Erfolg dürfte sich doppelt gut anfühlen, denn: Der HSV hat mit dem 3:0 (2:0) daheim über die TSV Burgdorf einen Sieg im Prestigeduell gelandet und die offene Rechnung aus dem Hinspiel mehr als beglichen.

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„Diese Schmach wollten die Jungs nicht auf sich sitzen lassen. Und sie hatten auch überhaupt keine Lust, noch ein halbes Jahr durch Burgdorf zu laufen mit der nächsten Derbypleite am Hacken“, sagte Mohs. „Das Ergebnis hätte allerdings angesichts unserer Vielzahl an Chancen noch höher ausfallen können - nein, müssen.“

Bilder vom Spiel der Landesliga Nord zwischen dem Heeßeler SV und der TSV Burgdorf

Der Heeßeler Niklas Rohden nimmt Fahrt auf. Zur Galerie
Der Heeßeler Niklas Rohden nimmt Fahrt auf. ©

Chefcoach Mohs hat fest daran geglaubt, dass seine Spieler die richtigen Schlüsse aus dem Hinspiel ziehen und die Sache dieses Mal anders angehen, sprich: neben ihren fußballerischen Qualitäten auch den nötigen Willen, Kampf und Leidenschaft in die Waagschale werfen - mit dieser Einschätzung lag der Fußballlehrer goldrichtig.

Die Grün-Weißen legten vom Anpfiff weg mit Volldampf los, setzten den Gegner früh in dessen Hälfte unter Druck und erarbeiteten sich schon in der Anfangsphase der Begegnung einige gute Tormöglichkeiten. Doch entweder spielten sie ihre Angriffe nicht konsequent zu Ende oder scheiterten im Abschluss. Marvin Omelan sorgte schließlich für das Führungstor (16. Minute).

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Rohden erhöht mit feinem Füßchen

Aus einem Freistoß der Gäste entsprang ein Konter für die Platzherren: Kapitän Niklas Rohden legte mit einem feinen Lupfer über Gäste-Keeper Nico Lindner nach (28. Minute).Burgdorfs Paul-Luis Hilzendeger hätte kurz darauf den Anschlusstreffer einleiten können, „da muss er den Ball nur querlegen, stattdessen hat er es selbst versucht“, schilderte TSV-Trainer Frank Weber die Szene.

Die Heeßeler setzten ihren Sturmlauf in Hälfte zwei nahtlos fort, lediglich die verletzungsbedingte Auswechslung von Rohden brachte den Spielfluss kurzzeitig ins Stocken. Aber flugs ging es weiter im Angriffstakt, der überragende Omelan zog die Fäden im Mittelfeld und setzte seine Teamkollegen immer wieder gekonnt ein.

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Angreifer Abel Tedros vergab aus aussichtsreicher Position, ebenso Gideon Afriyie. In der 68. Minute zielte Leon Rasokat präzise, vorausgegangen war ein individueller Fehler des gegnerischen Innenverteidigers. Nach dem 3:0 zündete nicht nur der frenetische Jubel der Heimelf und ihrer Fans, sondern überdies eine Konfettikanone. Knallbunte Konfettis flogen durch die Burgdorfer Lüfte. Weitere gute Tormöglichkeiten ließ der HSV liegen - am ungefährdeten Derbysieg änderte das nichts.

„Ich musste drei Mann aus unserer Viererkette und darüber hinaus noch Kapitän Nico Eccarius ersetzen. Wenn so viele Stammkräfte fehlen, kann man nicht viel erwarten“, sagte Weber. Er fügte hinzu: „Es hätte auch schlimmer kommen können. Heeßel hat verdient gewonnen. Uns fehlte heute einfach ein Stück weit die Qualität.“

Revanche geglückt - die Freude bei den HSV-Akteuren war sichtlich groß. Entsprechend ausgelassen dürfte die Stimmung beim anschließenden Mannschaftsessen gewesen sein. Auch in der Tabelle machten die Grün-Weißen Boden gut, sie schafften den Sprung auf Platz fünf, wobei die Konkurrenz teils zwei Spiele weniger ausgetragen hat.

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