29. August 2020 / 13:13 Uhr

Heeßeler SV gilt in der Landesliga als Abstiegskandidat - Trainer Mohs will daraus "Motivation ziehen"

Heeßeler SV gilt in der Landesliga als Abstiegskandidat - Trainer Mohs will daraus "Motivation ziehen"

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Heeßels Trainer Martin Mohs geht motiviert in die neue Saison. 
Heeßels Trainer Martin Mohs geht motiviert in die neue Saison.  © Debbie Jayne Kinsey
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Wäre Corona nicht gewesen, dann wäre der Heeßeler SV mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Landesliga abgestiegen. Nun bekommt das Team eine neue Chance. Und Trainer Martin Mohs ist optimistisch, in der nächsten Spielzeit bestehen zu können.

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Die völlig verkorkste Vorsaison ist abgehakt – jetzt zählt beim Heeßeler SV nur noch der Blick nach vorn. Mit dem aktuellen Stand der Vorbereitung ist Trainer Martin Mohs sehr zufrieden. Und ihm bleibt sogar noch Zeit für den letzten Feinschliff, bevor es in der Landesliga wieder um Tore und Punkte geht. „Unser Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt – daran gibt es nichts zu rütteln“, sagt der Fußballlehrer. Und ergänzt: „Bei der Sportbuzzer-Umfrage sind wir als klarer Abstiegskandidat gehandelt worden – ich denke, daraus können wir zusätzliche Motivation ziehen.“ Seine junge Truppe geht die sportliche Mammutaufgabe jedenfalls mit Elan und Zuversicht an.

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Gleich sechs Neue aus Ramlingen

Mohs und den Vereinsverantwortlichen ist es geglückt, den Stamm des bisherigen Kaders zu halten. Zugleich verleihen etliche Neuzugänge der Mannschaft ein stark verändertes Gesicht. „Wir haben geschaut, auf welchen Positionen wir Spieler benötigen und wer in unser Anforderungsprofil passt. Dabei lag unser Augenmerk auf jungen, entwicklungsfähigen Akteuren“, erklärt der Trainer. Ein Sextett kam aus der direkten Nachbarschaft: Paul Dietrich, Tahir Kezer, Maurice Klinkowski, Kubilay Sanli, Jan Spies und Volkan Gürbüz wechselten vom SV Ramlingen-Ehlershausen zu den Grün-Weißen.


Ferner stießen Pascal Hoppe und Leon Rasokat (beide eigene Jugend) sowie Wilke Buschmann (Sparta Göttingen) und Darwish Hasn (U19 des HSC Hannover) dazu. Die jungen Talente Samet Gülle und Ozan Özdemir hatte Mohs bereits kurz nach seiner Verpflichtung Anfang November letzten Jahres zum HSV gelotst, coronabedingt konnten sie jedoch bislang kaum ins Pflichtspiel-geschehen eingreifen.

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Die zahlreichen neuen Spieler ins Mannschaftsgefüge zu integrieren, ist offenbar kein Problem gewesen. „Zum einen haben sich die Neuen sofort gut eingebracht. Zum anderen wurden sie von den etablierten Kräften auch mit offenen Armen empfangen, das hat es leicht gemacht“, beschreibt der Chefcoach den raschen Prozess des Zusammenwachsens. Der Heeßeler SV setzt nicht auf namhafte „fertige“ Einzelspieler, sondern wuchert mit dem Pfund der Kameradschaft, mannschaftlicher Geschlossenheit und jungem Blut. Der Altersdurchschnitt liegt unter 23 Jahren.

Das Burgdorfer Derby wartet

„Trainingsfleißige, einsatzfreudige, motivierte und talentierte Jungs“, führt Mohs aus. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Gerome Völker will er dieses Perspektivteam festigen und weiterentwickeln. In der Landesliga 1 treffen die Heeßeler unter anderem auf die TSV Burgdorf. Heiße Stadtduelle sind somit garantiert. Der TSV Godshorn, der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, der STK Eilvese, der TSV Stelingen, der TSV Wetschen, der TuS Sulingen und der OSV Hannover komplettierten die Vorrundenstaffel – bestehend aus neun Mannschaften.

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„Teilung halte ich für richtig“

Vom ersten Septemberwochenende bis zum 28. März – unterbrochen von der Winterpause – laufen die Vorrundenpartien in den beiden Landesligen. Im April startet Teil zwei der Saison: Mit einer Meisterrunde der besten sechs Mannschaften – drei aus jeder Vorrundenstaffel – und einer Abstiegsrunde der übrigen 13 Klubs. „Kleinere Staffelgrößen und damit in Konsequenz die Teilung der Landesliga in zwei Staffeln halte ich für richtig“, bekräftigt Mohs. „Aber dass die in der Vorrunde geholten Punkte dann Ende März komplett gestrichen werden, ist aus meiner Sicht sehr unglücklich. Zu Beginn der ,Rückserie’ geht es von vorne los, es wird einfach alles wieder auf Null gestellt – das hätte ich mir anders gewünscht.“

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Der Klassenerhalt als Ziel

Der Klassenerhalt ist für die Grün-Weißen das Ziel aller Träume. Die Mannschaft vom Heeßeler SV will sich in der Landesliga beweisen – und die teils katastrophalen Auftritte der vergangenen Saison ein Stück weit vergessen machen. „Die Bäume werden nicht sofort in den Himmel wachsen, das ist uns allen bewusst“, betont Mohs. Und doch blickt der Fußballlehrer nach eigenen Worten optimistisch nach vorn.

Er glaubt an seine jungen Talente. Und er setzt auf den Teamgeist und Tugenden wie Fleiß, Einsatz und Leidenschaft – all das werden die Heeßeler mit Sicherheit in die Waagschale werfen. Was schließlich dabei herauskommt, wird sich zeigen. Erstmals am 6. September, wenn direkt die TSV Burgdorf zum Stadtduell an die Dorfstraße kommt. Es geht gleich in die Vollen für den Heeßeler SV.