13. September 2021 / 17:25 Uhr

"Schlechtestes Saisonspiel": Heeßel kann Martin Mohs bei 2:2 nicht überzeugen

"Schlechtestes Saisonspiel": Heeßel kann Martin Mohs bei 2:2 nicht überzeugen

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Heeßels Trainer Martin Mohs ist überhaupt nicht zufrieden damit, was seine Mannschaft ihm bietet.
Heeßels Trainer Martin Mohs ist überhaupt nicht zufrieden damit, was seine Mannschaft ihm bietet. © Michael Plümer
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Gegen einen ersatzgeschwächten TSV Wetschen hat sich der Heeßeler SV in der Landesliga Nord mit einem Remis begnügen müssen. "Das war unser schlechtestes Saisonspiel", monierte Trainer Martin Mohs. "Viel Stückwerk, eine erschreckende Passquote und überhaupt keine Ballsicherheit."

In Heeßel sind die Tabellenletzten der beiden Vorjahre aufeinandergetroffen. Nach der abgebrochenen Spielzeit 2020/21 stand der SV Wetschen sieglos als Letzter am Ende der Landesliga-Nord-Tabelle. In der Saison zuvor hatte der Heeßeler SV mit gerade einmal drei Punkten aus 14 Spielen keine bessere Bilanz aufzuweisen. „Uns ist es in der Vergangenheit ja ähnlich ergangen“, sagte auch HSV-Trainer Martin Mohs. Beinahe folgerichtig trennten sich beide nun – mittlerweile genesen und wiedererstarkt – am siebten Spieltag mit einem Unentschieden: 2:2.

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Mohs zeigte sich allerdings keineswegs einverstanden mit dieser Punkteteilung – ganz im Gegenteil. „Ich bin einfach unzufrieden. Das war unser schlechtestes Saisonspiel“, sagte er. „Viel Stückwerk, eine erschreckende Passquote und überhaupt keine Ballsicherheit. Aber auch Rückschläge gehören dazu. Wir müssen uns jetzt schütteln und es nächste Woche in Burgdorf besser machen.“

Bilder vom Spiel der Landesliga Nord zwischen dem Heeßeler SV und TSV Wetschen.

Bilder vom Spiel der Landesliga Nord zwischen dem Heeßeler SV und TSV Wetschen. Zur Galerie
Bilder vom Spiel der Landesliga Nord zwischen dem Heeßeler SV und TSV Wetschen. ©

Das Führungstor der Gäste aus dem Landkreis Diepholz entsprang einem individuellen Fehler. Heeßels Torwart Pascal Hoppe machte seine Vorderleute nach einem langen Ball durch einen Ruf darauf aufmerksam, sich doch bitte zurückzuhalten. Der junge Keeper kam schließlich auch an den Ball, klärte ihn allerdings nicht zur Seite, sondern nach vorn – direkt in die Füße seines Gegners Moritz Raskopp, der sich nicht zweimal bitten ließ und ihn ins leere Tor schob (25.).

Doch nach diesem Schock gelang den Mohs-Akteuren schnell das, was der Coach nun auch für die nächste Woche als Losung ausgegeben hat: Sie schüttelten sich und kamen alsbald zum Ausgleich. Herrlich schickte Samet Gülle Marvin Omelan auf die Reise, der den Ball überlegt an Torhüter Tim Becker vorbei ins Netz schob (31.).

Rohden belohnt sich selbst

Eher glücklich war dann die HSV-Führung rund 20 Minuten vor Schluss – sowohl in der Summe der Spielanteile als auch in der Entstehung des Tores an sich. Kapitän Niklas Rohden belohnte seine feine Einzelleistung mit dem 2:1, profitierte dabei allerdings davon, dass die Kugel von einem Wetschener derart (un)glücklich abgefälscht wurde, dass sie unhaltbar für Becker über die Linie trudelte (72.).

Passend zu einem Tag, der so gar nicht nach dem Geschmack der Heimmannschaft ausfiel, währte die Freude und die Aussicht auf doch noch ein Happy End gerade mal eine Minute. Dann verdaddelten die Heeßeler den Ball in den eigenen Reihen, was Omar Ceesay zum 2:2-Endstand nutzte (73.).


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Viel geschah danach nicht mehr – keine der beiden Mannschaften ließ in der Schlussphase noch nennenswerte Bestrebungen erkennen, den einen Zähler verdreifachen zu wollen. Und irgendwie hatte diese Partie wohl auch keinen Sieger verdient.

„Es soll wirklich nicht despektierlich klingen, aber ich glaube am heutigen Tag wäre Wetschen schlagbar gewesen“, sagte Mohs. Die Gäste wären offenkundig ersatzgeschwächt angereist. „Deshalb haben wir zwei Punkte liegen gelassen. Doch auch das ist ein Schritt in der Entwicklung dieser Mannschaft“, sagte Mohs, mittlerweile wieder etwas gefasster.