21. August 2019 / 14:40 Uhr

"Wir waren einfach zu blöd": Heeßeler SV unterliegt TSV Barsinghausen mit 1:4

"Wir waren einfach zu blöd": Heeßeler SV unterliegt TSV Barsinghausen mit 1:4

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Spieler des Heeßeler SV stehen nach dem Heimspiel gegen den TSV Barsinghausen mit leeren Händen da.
Die Spieler des Heeßeler SV stehen nach dem Heimspiel gegen den TSV Barsinghausen mit leeren Händen da. © Debbie Jayne Kinsey
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Es läuft nicht für den Heeßeler SV: Im dritten Spiel in dieser Saison in der Landesliga setzte es für das Team von Thomas Joedecke die dritte Niederlage. Der Trainer ärgerte sich nach dem 1:4 gegen Aufsteiger TSV Barsinghausen über teils haarsträubende individuelle Fehler.

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Aus dem erhofften Befreiungsschlag ist nicht geworden - der Heeßeler SV blieb auch im dritten Saisonspiel ohne Punktgewinn. Das ersatzgeschwächte Team von Trainer Thomas Joedecke zog in der sehr ausgeglichen (Nachhol-)Partie gegen den TSV Barsinghausen mit 1:4 (0:1) den Kürzeren.

„Die waren nicht besser oder schlechter. Wir waren einfach zu blöd. Unsere katastrophalen individuellen Fehler haben den Gegner stark gemacht“, erklärte Joedecke. Der Aufsteiger aus der Deisterstadt freute sich derweil über die ersten Zähler in der Landesliga. „Ein tolles Ergebnis. Wir sind zufrieden nach Hause gefahren“, sagte Coach Dennis Herrmann.

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Die Teams lieferten sich von Beginn an ein offenes Spiel mit einigen guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Dem Führungstor der Gäste durch Rückkehrer Robert Just ging ein kapitaler Bock des jungen Keepers Lars Holm voraus (21. Minute). Der 18-jährige HSV-Schlussmann, der ansonsten ein glänzendes Spiel machte, trat in dieser Szene am Ball vorbei.

Barsinghäuser können kontern

„Dieses Geschenk haben wir gern angenommen“, formulierte Herrmann und ergänzte: „Das 1:0 hat uns natürlich in die Karten gespielt, dadurch musste Heeßel aufrücken und wir konnten die Räume für Konter nutzen.“

Goalgetter Just, „der Mann mit dem richtigen Riecher“ (Herrmann), schloss einen klasse vorgetragenen Tempogegenstoß über Tobias Kienlin gekonnt ab (55.). Heeßels Chris Haveland schürte mit seinem 1:2-Anschluss die grün-weiße Hoffnung auf eine mögliche Wende (60.). Die Platzherren stürmten in der Folge allerdings etwas kopflos voran. „Wir sind taktisch nicht mehr in unserer Formation geblieben, die Jungs wollten den Ausgleich erzwingen“, schilderte Joedecke.

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Der Aufsteiger nutzte die Löcher in der HSV-Defensive, Refaat Hasso (65.) und Kienlin (72.) erhöhten. „Schön herauskombinierte Kontertore, das sah wirklich gut aus“, kommentierte Herrmann, „danach haben wir angesichts unseres Mammutpensums an Spielen auf Verwalten geschaltet.“

Permanente Wechsel in der Innenverteidigung

„Die zahlreichen personellen Ausfälle können wir nicht kompensieren. Ständig müssen wir mit einer anderen Innenverteidigung antreten“, erklärte Joedecke. Und doch habe seine junge Truppe eigentlich gar nicht schlecht gespielt, wären da nicht diese individuellen Böcke und taktischen Unzulänglichkeiten gewesen. „Die Jungs aus der zweiten Reihe brauchen noch Zeit, um sich an die Landesliga zu gewöhnen“, so der HSV-Coach – „aber wir sollten möglichst bald die Kurve kriegen.“

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