24. Juni 2020 / 13:21 Uhr

Heidenheim-Trainer Frank Schmidt: Kampf um den Bundesliga-Aufstieg "eine andere Dimension"

Heidenheim-Trainer Frank Schmidt: Kampf um den Bundesliga-Aufstieg "eine andere Dimension"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Frank Schmidt kämpft mit dem 1. FC Heidenheim um den Aufstieg in die Bundesliga. Nur der Hamburger SV kann den FCH noch vom Relegationsrang verdrängen.
Trainer Frank Schmidt kämpft mit dem 1. FC Heidenheim um den Aufstieg in die Bundesliga. Nur der Hamburger SV kann den FCH noch vom Relegationsrang verdrängen. © imago images/Sportfoto Rudel
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Trainer Frank Schmidt kämpft mit dem 1. FC Heidenheim im Fernduell mit dem Hamburger SV um den Relegationsrang in der 2. Bundesliga. Plötzlich geht es für Schmidt mit seinem Heimatklub um die Erstklassigkeit - "eine andere Dimension", wie er sagt.

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So ganz kann Frank Schmidt es wohl noch nicht glauben: Durch den 2:1-Erfolg über den Hamburger SV am vergangenen Wochenende kämpft der Trainer mit "seinem" 1. FC Heidenheim in der 2. Liga endgültig um den Einzug in die Relegation um den Bundesliga-Aufstieg. "Wenn man so ein Drehbuch schreiben würde wie den Spielverlauf gegen den HSV, würde man fast nicht glauben, dass der Film so endet", sagt Schmidt im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Anspielung auf den Siegtreffer durch Konstantin Kerschbaumer in der fünften Minute der Nachspielzeit.

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Nun aber geht es für Schmidt tatsächlich um den Sprung in die Erstklassigkeit. Was vor der Saison kaum jemand erwartet haben dürfte, bewertet Schmidt bei aller Freude mit einer gewissen Gelassenheit. "Wenn man so lange Trainer bei einem Verein ist, ist eine solche Konstellation nichts Neues. Es geht jetzt nur um eine andere Dimension. Wir haben ja schon ein paar Aufstiege hinter uns. Wir wissen, worum es geht", betont der FCH-Coach, der seit 2007 im Amt und damit aktuell der dienstälteste Cheftrainer im deutschen Profifußball ist.

Schmidt über Heidenheim: "Identifikation grenzenlos"

Dass Schmidt diese besondere Geschichte auch noch mit seinem Heimatklub - Schmidt ist 200 Meter Luftlinie entfernt vom Heidenheimer Stadion geboren - schreiben könnte, kommt als Besonderheit obendrauf. "Das bedeutet mir natürlich sehr viel, klar", gibt Schmidt zu. Das sei so nur möglich, "wenn die Identifikation grenzenlos ist. Jeder weiß, dass ich von hier komme und es als meine Berufung ansehe, dass dieser Verein seine Ziele erreicht."

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Während der VfB Stuttgart mit drei Punkten Vorsprung und der klar besseren Tordifferenz gegenüber Heidenheim den Aufstieg bereits so gut wie sicher hat, muss sich der FCH am letzten Spieltag am Sonntag des HSV-Angriffs erwehren. Heidenheim muss auswärts bei Arminia Bielefeld ran, das als Zweitliga-Meister feststeht. Die Hamburger, die den SV Sandhausen empfangen, haben einen Punkt weniger als Schmidts Elf, aber das bessere Torverhältnis. Bedeutet: Bei einer Heidenheimer Niederlage genügt dem HSV ein Unentschieden, um an den Baden-Württembergern wieder vorbei zu ziehen. Holt der FCH in Ostwestfalen einen Punkt, muss der HSV gewinnen, um noch Dritter zu werden. "Ich freue mich, dass wir jetzt in Bielefeld die Chance haben, aus eigener Kraft die Relegation zu erreichen", weiß Schmidt alle Trümpfe auf seiner Seite.