01. Oktober 2020 / 13:44 Uhr

Heidenheim-Trainer Schmidt kritisiert frühe Trainerwechsel: "Mischung aus Schmunzeln und Kopfschütteln"

Heidenheim-Trainer Schmidt kritisiert frühe Trainerwechsel: "Mischung aus Schmunzeln und Kopfschütteln"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Coach Frank Schmidt vom 1. FC Heidenheim kann die früheren Trainer-Wechsel im Profigeschäft nicht nachvollziehen.
Coach Frank Schmidt vom 1. FC Heidenheim kann die früheren Trainer-Wechsel im Profigeschäft nicht nachvollziehen. © Getty Images
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Bereits drei Vereine aus den zwei deutschen Top-Ligen haben einen Trainerwechsel durchgeführt. Und das kommt für Heidenheim-Trainer Frank Schmidt und Fürth-Coach Stefan Leitl sehr überraschend. Die beiden Zweitliga-Trainer reagieren mit deutlichen Worten auf die Entscheidungen der Klubs.

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Der aktuell dienstälteste Coach im deutschen Profifußball hat für die frühen Trainerwechsel in der 1. und 2. Liga kein Verständnis. Er reagiere "mit einer Mischung aus Schmunzeln und Kopfschütteln", sagte Frank Schmidt vom Zweitligisten 1. FC Heidenheim am Donnerstag über die Beurlaubungen etwa von David Wagner beim FC Schalke 04 oder Achim Beierlorzer beim FSV Mainz 05. "Alle schreien nach Kontinuität ausnahmslos. Jeder fordert Zeit und Geduld. Dann kann man da nur schmunzeln."

Schmidt arbeitet seit über 13 Jahren als Trainer der Heidenheimer. Wenig Verständnis hat er auch für die frühe Beurlaubung seines Zweitliga-Kollegen Michael Schiele durch die Würzburger Kickers. "Dass da so schnell Kredit weg ist, kann ich aus der Ferne nicht nachvollziehen", sagte der 46-Jährige. Der Fürther Coach Stefan Leitl zeigte sich über die Beurlaubung von Aufstiegstrainer Schiele sehr irritiert. "Was sicher nachdenklich stimmt, ist die Geschichte mit Michael Schiele", befand Leitl: "Das ist von außen betrachtet für mich nicht nachvollziehbar."

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Leitl kennt Schiele nach eigener Aussage schon lange und äußerte sich "sehr sehr überrascht, dass man seinen Aufstiegstrainer nach zwei Niederlagen entlässt." Die Würzburger hatten Marco Antwerpen als neuen Coach verpflichtet. Leitl kritisierte generell die Trennung von Trainern nach einem so frühen Zeitpunkt der Saison. "Sehr, sehr bitter" sei das, befand der 43-Jährige. "Da braucht man auch nicht immer davon sprechen, dass es zum Geschäft dazugehört."