04. Dezember 2019 / 07:54 Uhr

Heiko Scholz zieht die Zügel bei Dynamo Dresden an

Heiko Scholz zieht die Zügel bei Dynamo Dresden an

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Heiko Scholz hat vor dem Spiel gegen Sandhausen viel vor mit den Dynamo-Profis.
Heiko Scholz hat vor dem Spiel gegen Sandhausen viel vor mit den Dynamo-Profis. © dpa
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Der Interimstrainer will nach der eher lockeren Auftakteinheit am Dienstag mit den Spielern ab Mittwoch hart arbeiten. Am Sonntag wartet mit dem SV Sandhausen ein unbequemer Gegner auf den Tabellenletzten aus Dresden.

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Dresden. Es ging am Dienstagnachmittag noch verhalten los, für den neuen Dynamo-Interimstrainer Heiko Scholz und die Mannschaft stand ein erstes Kennenlernen an. “Wir haben heute erst einmal ein bisschen auf Spaß und Bewegen geachtet, damit die Spieler die Köpfe frei kriegen”, sagte Scholz nach der ersten Einheit, die rund 90 Minuten dauerte. Danach wollte er sich mit dem Mannschaftsrat treffen, um noch einige Dinge zu besprechen.

Dynamo Dresdens Interimscoach Heiko Scholz tritt seinen neuen Job an

Ab Mittwoch möchte der gebürtige Görlitzer mit der Mannschaft dann hart arbeiten. “Da muss auch alles hintendran bleiben - alles, was stört. Da geht es in den nächsten Monaten nur um Dynamo Dresden, bis wir unser Ziel erreicht haben”, so der 53-Jährige. Für den Klassenerhalt müssten jetzt auch die letzten Reserven mobilisiert werden.

In Nordhausen übernimmt ein Ex-Dynamo

Scholz kann sich jedenfalls voll auf den neuen Job konzentrieren, denn mit seinem ehemaligen Arbeitgeber Wacker Nordhausen sei alles erledigt, bekräftigte der Ex-Nationalspieler. Es sei zwar alles sehr schnell gegangen, aber “ich habe das geklärt - in meiner charmanten Art und Weise”, so der ehemalige Mittelfeldspieler. Am Montagabend habe er die letzten Dinge im Südharz geregelt, deshalb habe er am Dienstagvormittag nach Dresden kommen können. Zu Details schwieg sich der Fußballlehrer aus; die Zahlungsschwierigkeiten bei seinem Ex-Verein kommentierte er nicht.

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Während Scholz, der wie einige Wacker-Profis seit zwei Monaten auf sein Gehalt warten soll, am Mittwoch im Großen Garten wieder vor die Mannschaft tritt, übernimmt in Thüringen ein Duo das Zepter auf dem Trainingsplatz: Ex-Dynamo Tino Berbig, der Sportliche Leiter, und Co-Trainer Matthias Peßolat sind ab sofort beim finanziell angeschlagenen Regionalligisten in Nordhausen für den Übungsbetrieb verantwortlich.

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Scholz indes freut sich auf die neue, schwere Aufgabe. Seinem Ausbildungsverein will er gemeinsam mit dem neuen Cheftrainer unbedingt das Überleben in der 2. Bundesliga ermöglichen. Als Sport-Geschäftsführer Ralf Minge bei ihm anfragte, habe er sich schnell entschieden, das Unternehmen Klassenerhalt zu unterstützen: “Wenn du da eine Chance hast mitzuhelfen, dann tust du nicht lange überlegen.” Am Mittwoch plant Scholz zweimal Training. Um 10 Uhr und um 14.30 Uhr will er die Vorbereitung auf das Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den SV Sandhausen hochfahren. Ob er am Sonntag die Mannschaft auch auf den Rasen schickt oder der neue Chefcoach die Ansprache hält, das ist bisher völlig offen.

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