15. April 2019 / 09:28 Uhr

Auch zu Hause unterlegen: Hannover Scorpions droht frühes Aus in den Play-offs

Auch zu Hause unterlegen: Hannover Scorpions droht frühes Aus in den Play-offs

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Freude währt nicht lang: 1:2 für Landshut.
Die Freude währt nicht lang: 1:2 für Landshut. © Florian Petrow
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So hat sich Eishockey-Oberligist Hannover Scorpions das Halbfinal-Heimspiel gegen den EV Landshut nicht vorgestellt. Nach dem 1:4 liegt das Team in der Best-of-five-Serie bereits mit 0:2 zurück - und steht damit vor dem Aus. Trotz royaler Unterstützung.

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Sie haben getrommelt, gesungen, geklatscht. Die Schlachtenbummler der Hannover Scorpions sorgen für tolle Play-off-Atmosphäre im Kühlschrank von Mellendorf. Anfangs zeigt sich der bayerische Gast aus Landshut durchaus beeindruckt, zumal der Oberligist für das Halbfinale sogar royale Unterstützung auf der Tribüne auffährt. Am Ende wird’s eine klare Sache – nach dem 1:4 droht Hannover der unerwartet frühe Knock-Out. Die Bayern führen nun in der Serie mit 2:0 und können mit einem Sieg am Dienstag in Landshut den Finaleinzug perfekt machen.

Welfenprinz Ernst August von Hannover sieht Niederlage

Ein wenig frierend sitzt Ekaterina mitten im Gedränge, reibt sich die Hände. An ihrer Seite: Welfenprinz Ernst August junior, ihr mitfiebernder Ehemann und Scorpions-Anhänger. Sie erleben, wie Hannover gewillt ist, die Klatsche im ersten Spiel auszugleichen. Problem: Die Scorpions konnten ihre starke Anfangsoffensive nicht in Tore ummünzen. Zunächst verpasste Sebastian Lehmann am kurzen Eck die Führung (3.). Zwei Minuten später traf Patrick Schmid nur den Pfosten. In doppelter Unterzahl geschah es dann: Alexander Ehl (11.) traf zum 0:1. Etwas überraschend zu diesem Zeitpunkt.

Bilder vom Spiel der Eishockey-Play-offs zwischen den Hannover Scorpions und dem EV Landshut (2. Halbfinale)

Das erste Tor des Spiels: Scorpions-Keeper Christoph Mathis muss hinter sich schauen, Landshut jubelt. Zur Galerie
Das erste Tor des Spiels: Scorpions-Keeper Christoph Mathis muss hinter sich schauen, Landshut jubelt. ©
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Einige Minuten später schlugen die Mellendorfer zurück. In einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor von EVL-Keeper Patrick Berger behielt Matt Wilkens die Ruhe und schlenzte die Scheibe zum 1:1 ins Netz (17.). Eine Freude, die 90 Sekunden währte: Miloslav Horava brachte die Gäste wieder in Front. Vorausgegangen war ein Schuss von Stephan Kronthaler. Die Scheibe verfehlte das Tor und sprang von der Bande zurück. Scorpions-Torhüter Christoph Mathis ließ sich überraschen und kam gegen Horavas Abstauber zu spät.

Torwart Mathis erwischt keinen guten Tag

Auch beim 1:3 machte Mathis keine glückliche Figur. Der Keeper machte unnötig einen Schritt heraus aus seinem Torraum, Maximilian Forster gelang das 1:3 (22.). Der Stachel bei den Scorpions saß spürbar tief, vor allem in der Defensive verloren sie immer wieder die Ordnung. Das nutzte Luca Zitterbart aus, der nach Vorarbeit von Ehl ziemlich ungedeckt am langen Pfosten zum 1:4 abschließen konnte (34.).

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Zum Beginn des Schlussdrittels wechselte Scorpions-Trainer Dieter Reiss den Torhüter und stellte Enrico Salvarani zwischen die Pfosten. Doch wie schon bei der 4:8-Niederlage im ersten Spiel brachte das keine Wende. Die Gastgeber besaßen zwar noch gute Chancen durch Chad Niddery, Sachar Blank und Robin Thomson. Zählbares kam nicht heraus. „Die Landshuter haben eine gute Mannschaft und verdient gewonnen“, sagte Reiss. Eine Erkenntnis, die auch das Welfenpaar verdauen muss.

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