14. Mai 2019 / 20:42 Uhr

Endlich wieder ein Sieg! Die Recken besiegen den VfL Gummersbach mit 30:24

Endlich wieder ein Sieg! Die Recken besiegen den VfL Gummersbach mit 30:24

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse

Urban Lesjak, Torhüter der TSV Hannover-Burgdorf, freut sich über eine Parade.
Urban Lesjak, Torhüter der TSV Hannover-Burgdorf, freut sich über eine Parade. © Florian Petrow
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Sie können es also doch noch: Die Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf haben nach sieben Spielen ohne Sieg endlich wieder einen Sieg in der Bundesliga gefeiert. Gegen den abstiegsbedrohten VfL Gummersbach stand ein 30:24 für die Mannschaft von Carlos Ortega.

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So viel Abklatschen ist selten gewesen bei den Recken. Vor dem Anpfiff nutzten die Spieler wirklich jede Chance, sich anzufeuern. Zumal die TSV Hannover-Burgdorf einige Kopfschmerzen hatte: Spielmacher Morten Olsen fiel mit einer Gehirnerschütterung aus. Und da war es gut, sich ein wenig Mut zu machen. Geholfen hat es jedenfalls, am 31. Spieltag der Bundesliga schlug die TSV den VfL Gummersbach mit 30:24 (14:11).

Applaus von den 4021 Zuschauern

Und wurde dafür ihrerseits von 4021 Zuschauern eifrig beklatscht – immerhin sind die Recken-Anhänger daheim bisher nicht verwöhnt worden mit Erfolgserlebnissen.

Es ist nicht so, dass die Gummersbacher den Recken ihre beiden Pleiten gegen Bietigheim vergessen hätten. Sie haben den VfL im Abstiegskampf enorm unter Druck gesetzt. Sie wollten es der TSV „quasi heimzahlen“, hatte Gummersbachs Rückraum-Ass Ivan Martinovic vorher gesagt. Und die Gäste starteten besser, waren zumindest in der Abwehr griffiger.

Bilder vom Spiel der Handball-Bundesliga zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem VfL Gummersbach

Recken-Torhüter 
Urban Lesjak bejubelt eine seiner Paraden. Zur Galerie
Recken-Torhüter Urban Lesjak bejubelt eine seiner Paraden. ©
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Drei Siebenmeter verwandelte Timo Kastening in den ersten sieben Minuten – so blieb die TSV dran. Nachdem Urban Lesjak einen Strafwurf pariert hatte, traf Fabian Böhm zur ersten Recken-Führung (10. Minute). Weil Lejak in den folgenden Minuten kaum zu bezwingen war, setzte sich die TSV auf 8:5 ab (16.).

Häfner im Wurfpech

Gummersbach spielte jeden Angriff aus, verschleppte das Tempo mehr oder weniger gekonnt und profitierte vom Wurfpech Kai Häfners, der im ersten Abschnitt dreifach am Gebälk scheiterte. Die TSV ließ aber nur das 8:8 zu, blieb sonst vorn. Wie blank jedoch die Nerven bei der TSV liegen, zeigte sich bei jeder strittigen Entscheidung der Unparteiischen.

Mehr über die Recken

Es wurde eifrig diskutiert und protestiert, und bei einem fraglichen Einwurf für den Gast kriegten sich Häfner und Gummersbachs Marvin Sommer in die Haare – es blieb jedoch bei einem verbalen Austausch. Derlei Scharmützel brachten die Gastgeber nicht aus dem Konzept, im Gegenteil. Sie schienen diese Reibereien zu suchen, zeigten Härte. Drei Sekunden vor der Halbzeit bestrafte Ilija Brozovic ein Zeitspiel des VfL mit einem Wurf ins leere Tor zum 14:11.

Lesjaks großer Auftritt

Beim Stand von 17:13 hatte Lesjak seinen großen Auftritt. Er zeigte eine Parade und wehrte den zweiten Versuch mit dem Kopf ab. Der starke Fabian Böhm erhöhte auf 18:13 (35.). Abschütteln ließen sich die Gäste jedoch nicht, die führten die Partie weiter geduldig und verbissen. Ein Knackpunkt war der zweite abgewehrte Strafwurf von Lesjak (insgesamt 14 Paraden) in der 43. Minute, im Gegenzug traf Kastening zum 22:17. Ein Tor nach Kempa-Trick von Häfner zum 27:21 (52.) war die Vorentscheidung in diesem Duell auf mäßigem Niveau.

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