09. Oktober 2021 / 09:12 Uhr

Heimspiel gegen den TVB Stuttgart: SC DHfK Leipzigs Abwehr ist gefragt

Heimspiel gegen den TVB Stuttgart: SC DHfK Leipzigs Abwehr ist gefragt

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
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Gegen den TVB Stuttgart muss die Abwehrarbeit verbessert und zugepackt werden - so wie SC DHfK Leipzigs Marko Mamic gegen Löwe Jannik Kohlbacher. © Christian Modla
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Gegen die Rhein-Neckar Löwen sind die Handballer des SC DHfK Leipzig deutlich ausgeschieden. Damit gegen die anderen Handballer vom Neckar nicht dasselbe passiert muss die Abwehrarbeit stimmen und der Plan eingehalten werden.

Leipzig. Die Ansage von Marc Esche muss Musik in den Ohren der Leipziger Handballfans sein. „Gegen Stuttgart gilt nur ein Heimsieg“, erklärte der Linksaußen auf der Pressekonferenz vor dem nächsten Bundesliga-Heimspiel. Eine Kampfansage zur rechten Zeit. Doch für einen Sieg müssen die Profis des SC DHfK in den vergangenen Tagen an den richtigen Stellschrauben gedreht haben. Denn eine Leistung wie zuletzt gegen die Rhein-Neckar Löwen im DHB-Pokal (24:31) wird am Sonntag (16 Uhr/Sky) gegen den TVB Stuttgart nicht ausreichen.

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„Wir sind von unserem Plan abgewichen“, hatte Coach André Haber mit etwas Abstand analysiert. Die Ursache der Heimpleite lag demnach vor allem in der Abwehrarbeit. Die geplante Aggressivität und Intensität habe gefehlt, Gäste-Spielmacher Andy Schmid bekam zu viel Raum. Fehler, die es gründlich aufzuarbeiten galt, damit die Grün-Weißen bestens auf das nächste Spiel eingestellt sind. „Die Vorbereitung auf den Gegner ist wichtig, aber zuerst müssen wir auf uns selbst gucken“, erklärte der 35-Jährige, der am Mittwoch und Donnerstag mit der Mannschaft die Heimniederlage aufgearbeitet hat.

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Mit einer 24:31-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen fliegt der SC DHfK Leipzig aus dem DHB-Pokal. Zur Galerie
Mit einer 24:31-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen fliegt der SC DHfK Leipzig aus dem DHB-Pokal. ©

Inzwischen hat der SC DHfK den Blick nach vorn gerichtet. Auf das Team des spanischen Trainers Roi Sánchez, das mit 2:8 Punkten auf dem 15. Tabellenrang steht – nur einen Zähler und zwei Plätze hinter den Grün-Weißen. Doch die Platzierung täuscht, denn mit dem Erfolg gegen Mannheim (35:30) und einem klaren Sieg im Pokal gegen Zweitligist Rimpar (34:26) haben sich die „Wild Boys“ zurückgemeldet. Während Rückraum-Shooter Viggo Kristjansson, der im Sommer nach Leipzig kommt, verletzt fehlt, hat Benjamin Meschke seinen Anteil am Erfolg der Stuttgarter. Der Kreisläufer, der zwischen 2015 und 2018 für die Grün-Weißen auf der Platte stand, kam durch einen personellen Engpass zu den Schwaben und soll noch bis Jahresende aushelfen.

Haber warnt vor einer anderen Personalie der Stuttgarter: Trainer Roi Sánchez. „Seine Handschrift ist zu erkennen“, findet der DHfK-Stratege. Vor allem die bewegliche und flexible Abwehr sei typisch für die spanische Handballschule und eine Herausforderung für die Sachsen. Dass die Schwaben die Rhein-Neckar Löwen besiegt hatten, bringt weder Haber noch Esche um den Schlaf. „Das sind ganz andere Voraussetzungen. Stuttgart hatte ein Heimspiel, jetzt müssen sie zu uns. Wir hoffen wieder auf über 3000 Fans. Mit der Unterstützung im Rücken ist gegen jedes Team ein Sieg drin“, stellt der Linksaußen klar.