08. November 2020 / 18:50 Uhr

Heimspiel in der 2. Runde: Hannover 96 trifft im DFB-Pokal auf Werder Bremen

Heimspiel in der 2. Runde: Hannover 96 trifft im DFB-Pokal auf Werder Bremen

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nordduell in der 2. Runde des DFB-Pokals: Hannover 96 trifft auf Werder Bremen.
Nordduell in der 2. Runde des DFB-Pokals: Hannover 96 trifft auf Werder Bremen. © imago images/Kirchner-Media
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Die 2. Runde des DFB-Pokal ist ausgelost worden: Hannover 96 bekommt es kurz vor Weihnachten mit dem SV Werder Bremen zu tun. Dann kommt es auch zum Wiedersehen mit Ex-96-Stürmer Niclas Füllkrug, der inzwischen für den SVW auf Torejagd geht. Sportchef Gerhard Zuber und Trainer Kenan Kocak freuen sich auf die Aufgabe und rechnen sich durchaus Chancen aus.

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Der bis dato letzte Auswärtssieg in einem Pflichtspiel gelang Hannover 96 in der 1. Runde des DFB-Pokals. Mitte September gewann das Team von Kenan Kocak verdient mit 3:2 bei den Würzburger Kickers und schaffte den Einzug in die 2. Runde, die am Sonntagabend im Rahmen der ARD-Sportschau ausgelost wurde.

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Losfee Inka Grings, ehemalige deutsche Nationalspielerin, bescherte 96 dieses Mal ein Heimspiel. Kurz vor Weihnachten (22. oder 23. Dezember) treffen die Hannoveraner im Nordduell auf den SV Werder Bremen. Dann wird es auch zum Wiedersehen mit dem ehemaligen 96er Niclas Füllkrug kommen, der im Sommer 2019 von 96 nach Bremen wechselte. Für den Stürmer ist das Wiedersehen mit seiner alten Liebe natürlich etwas ganz Besonderes: "Wow. Ich freue mich riesig auf das Spiel. Ich hoffe, ich werde dann topfit sein, um in meiner Heimatstadt in dem Stadion das Spiel genießen zu können. Wahrscheinlich wird es ohne Zuschauer ausgetragen, was sehr schade ist. Dennoch habe ich dort noch einige Bekannte und Freunde im Verein und deswegen wird das schon ein besonderes Spiel für mich."

"Haben eine Mannschaft, die eine solche reizvolle Aufgabe bravourös meistern kann"

Trainer Kocak will sich aktuell noch keine Gedanken über den Pokal machen. "Unsere volle Konzentration gilt derzeit der Liga", sagte der Coach nach der Auslosung. "Wenn sich dann aber kurz vor Weihnachten die Pokalschublade öffnet, werden wir versuchen, unsere Chance zu nutzen. Werder ist ein starker Bundesligist, aber wir haben auch eine Mannschaft, die eine solche reizvolle Aufgabe bravourös meistern kann."

Sportchef Gerhard Zuber erklärte den Bundesligisten zwar zum Favoriten, dennoch sei "im Cup alles möglich". "Ein Heimspiel ist prima, ein Nordduell ebenfalls. Wenn wir uns derzeit nicht in der Liga begegnen können, freuen wir uns eben auf ein Wiedersehen im Pokalwettbewerb. Werder ist gut in die Saison gestartet, die Verantwortlichen dort machen einen guten Job", führte Zuber weiter aus.

Auch Werder-Coach Florian Kohfeldt weiß, dass seine Mannschaft als Favorit in die Partie gehen wird. Dennoch warnte er nach der Auslosung ausdrücklich vor 96: "Hannover ist ein top Team der zweiten Liga und sicherlich eine der schwersten Aufgaben, die wir aus der zweiten Liga bekommen konnten. Die Partie hat als kleines Nordderby auch eine gewisse Brisanz, aber wir freuen uns darauf und nehmen die Favoritenrolle in diesem Spiel an."

Bereits sieben Duelle im Pokal

96 und der SVW trafen bislang siebenmal im DFB-Pokal aufeinander. Fünfmal zogen die Bremer in die nächste Runde ein, einmal 96. Im Jahr 1980 gab es ein Wiederholungsspiel, weil es nach Verlängerung 5:5 gestanden hatte. Bis 1991 wurde bei einem Remis nach Verlängerung kein Elfmeterschießen ausgetragen, sondern ein Wiederholungsspiel angesetzt, das 96 in diesem Fall mit 0:1 verlor. Dabei kehrte sich das Heimrecht um.