26. November 2021 / 15:18 Uhr

Heino Meißner: Woltwiesche wird „rennen, kämpfen, beißen“

Heino Meißner: Woltwiesche wird „rennen, kämpfen, beißen“

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Dennis Peschelt (blaues Trikot) spielte früher schon mit Heino Meißner (rechts) in Woltwiesche zusammen.
Dennis Peschelt (blaues Trikot) spielte früher schon mit Heino Meißner (rechts) in Woltwiesche zusammen. © Isabell Massel
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Früher kickte und coachte Heino Meißner bei einigen Vereinen im Kreis Peine – auch bei Viktoria Woltwiesche. Am Sonntag (14 Uhr) tritt der Trainer mit seinem derzeitigen Verein FC Wenden bei seinem Ex-Verein an.

Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte: Heino Meißner, Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Wenden, tritt am vierten Abstiegsrunden-Spieltag mit seiner Mannschaft in Woltwiesche an. Vor rund zehn Jahren war er selbst noch für die damals ebenfalls in der Bezirksliga ansässige Viktoria aktiv. Und das bereits im fortgeschrittenen Alter von 47 Jahren. Von seinen damaligen Mitspielern gehören auch heute noch einige zum Woltwiescher Team.

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„Moritz Bremer, Timo Eckert, Christoph Klein, Dustin und Dennis Peschelt“, zählt Meißner auf, welche Woltwiescher ihm bestens bekannt sind. Passen muss er dagegen hinsichtlich des Könnens der übrigen Spieler, beziehungsweise welche Stärken und Schwächen die Mannschaft hat. „Aber das ist auch nicht so wichtig. Ich denke, wir müssen uns auf einen Gegner einstellen, der rennen, kämpfen, beißen wird.“

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Anders als die bis dato punktlosen Woltwiescher sind die Wendener optimal mit drei Siegen in die Abstiegsrunde gestartet. Meißner ist sich nicht nur deshalb ziemlich sicher, dass die Seinen die Klasse halten. „Wir haben viele gute Fußballer. Und wenn meine Spieler den gleichen Willen wie in den vorherigen Begegnungen zeigen, werden am Ende mindestens vier Vereine hinter uns stehen.“


Beim FC im Amt ist der Waller seit Mitte Oktober. Zuvor hatten die Wendener mehrere Niederlagen am Stück kassiert. „Daraufhin rief mich der Verein an, ob ich mir vorstellen könnte, die Mannschaft zu übernehmen. Lange überlegen brauchte ich nicht, schließlich bin ich in Wenden aufgewachsen und habe früher für den FC gespielt. Mein Vertrag läuft erst einmal bis zum 30. Juni 2022.“

Vor knapp dreieinhalb Jahren stand der Diplom-Kaufmann noch bei der zweiten Herren des TSV Wendezelle in der Verantwortung. „Als wir den Kreisliga-Klassenerhalt geschafft hatten, entschied ich mich dazu, aufzuhören. Anschließend trainierte ich keine Herren-Mannschaften mehr, spielte nur noch für die Ü40 und Ü50 des TSV Hillerse.“ In den Senioren-Klassen kickt der 58-Jährige aktuell für den FC Wenden.

Welche Herren-Mannschaften der Bezirksliga-Abstiegsrunde am Ende den bitteren Gang in die Kreisliga antreten müssen, vermag Meißner kaum einzuschätzen. Steigen alle drei Peiner Vertreter ab, weil die Braunschweiger Vereine generell stärker sind als die Bezirksliga-Vereine des Landkreises Peine? „Diese verbreitete Ansicht halte ich für eine Mär, auch wenn Vechelde, Peine und Woltwiesche derzeit ganz unten stehen. Wie sieht es denn in der Meisterrunde aus? Da rangieren Wendezelle und Heeseberg ungeschlagen oben. Diese Vereine kommen aus den Kreisen Helmstedt und Peine.“

Bei der morgigen Begegnung Letzter gegen Erster sieht Meißner den FC im Vorteil. „Klar, der Druck liegt bei den Woltwieschern. Aber das Ding locker runterspielen – so etwas gibt es in der Abstiegsrunde nicht“, betont Wendens Trainer, dessen Team vorige Woche trotz mehrfachen Ersatzes den hoch eingeschätzten SV Kralenriede mit 2:1 bezwang.