03. September 2021 / 08:55 Uhr

Heiße Phase: Frauen vom Dresdner SC bestreiten Vorbereitungs-Turnier in Polen

Heiße Phase: Frauen vom Dresdner SC bestreiten Vorbereitungs-Turnier in Polen

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Waibl DSC
DSC-Trainer Alexander Waibl (l.) und Kristina Kicka sind mit den Volleyballerinnen zu einem Turnier nach Polen gereist. © Matthias Rietschel
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Auf Einladung des polnischen Erstligisten IŁ Capital Legionovia Legionowo absolvieren die Volleyballerinnen vom Dresdner SC in der Nähe von Warschau ihr erstes Vorbereitungs-Turnier. Dabei trifft die reduzierte Waibl-Truppe auf starke Gegner.

Dresden. Die DSC-Volleyballerinnen starten jetzt in die heiße Phase der Vorbereitung. Schon Ende Juli bat Trainer Alexander Waibl die ersten vier Spielerinnen zum Training, alle anderen befanden sich noch im Einsatz mit ihren Nationalmannschaften. Deshalb helfen seit Anfang August die drei VCO-Talente Laura Berger, Lena Linke und Julia Wesser beim deutschen Meister aus. Bevor demnächst weitere Spielerinnen des Kaders anreisen, bestreiten die Elbestädterinnen dieses Wochenende das erste Vorbereitungsturnier beim polnischen Erstligisten IŁ Capital Legionovia Legionowo in der Nähe von Warschau. Dort treffen die mit acht Spielerinnen antretenden Waibl-Schützlinge gleich auf den türkischen Top-Klub Eczacibasi Istanbul, auf zwei weitere polnische Teams und auf den Liga-Konkurrenten SC Potsdam.

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Schnell wieder eingelebt

Bereits am Donnerstag reisten die DSC-Damen in die polnische Hauptstadt. Auf die Reise freute sich besonders Rückkehrerin Kristina Kicka, die ihren Lebensmittelpunkt inzwischen in Warschau hat. Dort leben ihr Mann Sebastian und die erst 15 Monate alte Tochter Kamila, um deren Betreuung sich zudem auch die Mama von Kristina Kicka kümmert. „Das ist natürlich für mich nicht einfach. Wir telefonieren jeden Tag mehrfach per Video. Derzeit sind wir noch auf der Suche nach einer Tagesmutter“, berichtet die gebürtige Weißrussin, die sich in diesem Sommer bewusst gegen einen Einsatz für ihre Nationalmannschaft entschieden hatte.

Dafür waren auch politische Gründe ausschlaggebend. Sie gehörte zu den Unterzeichnern eines offenen Briefes belorussischer Sportler gegen den Machthaber Lukaschenko, was dem Volleyballverband nicht gefiel. Zudem habe die Regierung die finanzielle Unterstützung für den Sport eingestellt, so dass auch Trainingslager und dergleichen nicht mehr finanziert werden. Zudem erläuterte Kicka: „Weil ich zwei Pässe habe, also durch die Heirat auch einen polnischen, könnte ich zwar in die Heimat einreisen, aber nicht wieder ausreisen. Dabei fühle ich mich daheim in Minsk ja ansonsten wohl.“

Umso wichtiger für die Diagonalangreiferin, dass sie sich in Dresden schnell wieder eingelebt hat. „Es war sofort alles wieder vertraut. Es ist wie eine große Familie, ich habe mich sehr willkommen gefühlt“, verrät die 29-Jährige, die zwischen 2013 und 2016 unter ihrem Mädchennamen Mikhailenko mit dem DSC dreimal Meister und einmal Pokalsieger wurde. Letzte Saison spielte sie für Aachen und soll nun beim DSC Top-Scorerin Maja Storck auf der Diagonalen unterstützen. Die Schweizerin fehlt im Moment noch, denn nach der EM erhielt sie von Waibl noch ein paar freie Tage.