12. August 2019 / 09:27 Uhr

Heißes Duell für RB Leipzig: Bremer Brücke als Vorgeschmack auf die Alte Försterei in Berlin

Heißes Duell für RB Leipzig: Bremer Brücke als Vorgeschmack auf die Alte Försterei in Berlin

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzig erwartet zum Bundesligauftakt bei Union Berlin eine ähnlich hitzige und kämpferische Atmosphäre wie beim Pokalspiel gegen den VfL Osnabrück. 
RB Leipzig erwartet zum Bundesligauftakt bei Union Berlin eine ähnlich hitzige und kämpferische Atmosphäre wie beim Pokalspiel gegen den VfL Osnabrück.  © imago images / Joachim Sielski
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RB Leipzig hat die Feuerprobe im Pokal beim VfL Osnabrück bestanden. Am Sonntag wartet zum Ligastart bei Union Berlin gleich das nächste hitzige Aufeinandertreffen. Spieler und Trainer erwarten im Stadion an der Alten Försterei ein ähnliches Spiel.

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Osnabrück/Leipzig. Laut, hitzig, intensiv – RB Leipzigs 3:2 (3:1)-Sieg gegen Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück brachte all das mit, was man von einem Duell beim niedersächsischen Traditionsverein erwarten konnte. Schon vor dem Spiel hatten einige VfL-Ultras die Marschrichtung vorgegeben und versucht, den Bullen-Bus an der Einfahrt in Stadion an der Bremer Brücke zu hindern. Es blieb, wie auch im Spiel, trotz einiger Anti-RB-Gesänge friedlich.

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VfL Osnabrück - RB Leipzig (2:3) Zur Galerie
VfL Osnabrück - RB Leipzig (2:3) ©
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Auf dem Feld zeigte der VfL dennoch von der ersten Minute an, dass man den sächsischen Champions-League-Teilnehmer nicht für ein ehrfurchtsvolles Spalier empfangen würde: "Uns war bewusst, dass es auch mal wehtun kann. Gerade in der zweiten Hälfte haben wir das auch gespürt", sagte Willi Orban nach der Partie. Der frisch wiedergewählte Kapitän sah das Duell als wichtigen Vorbereitung für kommende Aufgaben: "So ein Auftakt sensibilisiert dafür, dass wir solche Spiele souverän zu Ende spielen müssen. Du kannst mit einer Aktion das Stadion schnell zurückbringen. Das hat man heute in der zweiten Hälfte gesehen. Da gilt es, umso konzentrierter zu sein."

Osnabrück als Schablone für Berlin

Schnell wurde auch für Beobachter am Sonntag deutlich, dass es trotz des Klassenunterschieds kein leichter Gang für RB werden würde. Zu groß war die Laufbereitschaft, zu hoch die Intensität, die die Osnabrücker Spieler in die Zweikämpfe legten.

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(28) Yvon Mvogo: Darf im Pokal ran, macht sein Ding - und es insgesamt gut. Das 1:1 resultiert aus einem Missverständnis mit Orban. Note 3. Zur Galerie
(28) Yvon Mvogo: Darf im Pokal ran, macht sein Ding - und es insgesamt gut. Das 1:1 resultiert aus einem Missverständnis mit Orban. Note 3. ©

Mit der aufgeheizten Stimmung auf den Rängen und auf dem Rasen kam einmal mehr Marcel Sabitzer besonders gut zurecht. Der Österreicher war nicht nur wegen seiner beiden Tore Mann des Spiels und sagte nach der Partie: "Im Fußball gehören Emotionen dazu, euphorische Fans. Dafür spielst du Fußball. Du willst in geiler Stimmung spielen. Für 15.000 Fans im Stadion war das sehr gut, manchmal besser als in der Bundesliga."

Heißes Pflaster Alte Försterei

Bereits am Sonntag darf er sich beim Ligaauftakt gegen Union Berlin auf noch mal rund 6000 Anhänger Fans mehr freuen. Im längst ausverkauften Stadion an der Alten Försterei erwartet RB ein Spiel unter ähnlichen Vorzeichen wie in der ersten Pokal-Runde. Auch bei den Anhängern des Köpenicker Traditionsvereins gehören die Roten Bullen nicht zu den am liebsten gesehen Gästen. Ein Stimmungsboykott zu Beginn der Partie wurde von einigen Ultra-Gruppen bereits angekündigt. "Das war eine gute Vorbereitung für nächste Woche. Das wird ein ähnliches Spiel, bloß mit mehr Qualität von Union. Da erwartet uns ein Hexenkessel, ein zweikampfbetontes Spiel. Da müssen wir voll da sein“, kündigte Sabitzer an.

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Ähnlich sieht es auch Julian Nagelsmann, der gegen Osnabrück ein erfolgreiches Pflichtspiel-Debüt als Leipziger Trainer gefeiert hat und mit dem Auftritt seiner Mannschaft grundsätzlich zufrieden war: "In der ersten Halbzeit hatten wir auch eine sehr gute Intensität. Da kann man auch mal das Stadion auswärts für sich zu Nutze machen. Da hatten wir sehr gute Balleroberungen. Es wird gegen Union von den Zuschauerrängen sehr ähnlich werden."

Nagelsmann fordert Geduld

In Berlin gehe es aber auch darum, das Spielgeschehen bei Bedarf, unabhängig von der Atmosphäre im Stadion zu bestimmen: "Wir müssen langsamer eröffnen in gewissen Situationen, um den Gegner ein bisschen mehr laufen zu lassen. Es ist normal, dass der Gegner pro gerannten Meter, der nichts bringt, ein bisschen weniger Glaube hat. Da müssen wir in solchen Spielen, wo es sehr hitzig ist, lernen, die Intensität ein bisschen vom Gegner wegzunehmen."

Eine Woche hat der Chef-Coach nun Zeit, seine Spieler für den nächsten Hexenkessel einzustellen. Am Montag um 11 steht zunächst ein öffentliches Auslaufen an. Nach einem freien Dienstag beginnt dann am Mittwoch um 10.30 Uhr mit einer öffentlichen Einheit die Vorbereitung auf Union Berlin.

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