06. März 2019 / 18:32 Uhr

"Held der Woche" Brian Strauch: Sieben Tore und ein Hattrick in vier Minuten

"Held der Woche" Brian Strauch: Sieben Tore und ein Hattrick in vier Minuten

Lennart Wunderlich
Märkische Allgemeine Zeitung
Brian Strauch (2.v.r.) hat sich in der Wahl zum Helden der Woche gegen vier Kontrahenten durchgesetzt.
Brian Strauch (2.v.r.) hat sich in der Wahl zum Helden der Woche gegen vier Kontrahenten durchgesetzt. © Stefan Peglow
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Kreisliga West Prignitz/Ruppin: Brian Strauch schießt sieben Tore für Fußball-Kreisligist Einheit Perleberg II und wird „Held der Woche“ .

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Sieben auf einen Streich – das habe Brian Strauch selbst in der Jugend noch nicht erlebt. Und der 21-Jährige hat schon viele Tore in seiner Laufbahn erzielt. Aber am vergangenen Sonntag lief es für den Stürmer einfach nach dem Motto „Hacke, Spitze, eins, zwei, drei“. In der Fußball-Kreisliga West Prignitz/Ruppin erzielte er beim 8:0 vom SSV Einheit Perleberg II gegen den Meyenburger SV II sieben Tore. Binnen vier Minuten schaffte Strauch gleich einen Hattrick, da waren gerade mal acht Minuten gespielt. In der 45. Minute traf er gleich zweimal. In der zweiten Halbzeit kamen noch zwei Tore hinzu. Dafür wurde er zum „Held der Woche“ im SPORTBUZZER gewählt.

„Ich hätte sogar noch mehr schießen können“, meinte Strauch eher selbstkritisch, denn arrogant aufzutreten, sei nicht sein Ding. Dabei spielt er etatmäßig in der ersten Mannschaft der Perleberger in der Landesliga Nord. Strauch war dort auch am Samstag beim 1:1 gegen den SV Babelsberg 03 II im Einsatz, wurde in der 60. Minute ausgewechselt. „Ich konnte in der vergangenen Woche nicht mittrainieren, weil ich Spätschicht hatte“, berichtete der Industriemechaniker. „Daher sprechen sich die Trainer der ersten – André Schutta – und der zweiten Mannschaft – Andreas Holz – immer ab, wer am Sonntag noch in der zweiten Mannschaft mitspielt. Ich und Juri Zelenko waren es diesmal“, so Strauch weiter.

Brian Strauch: "Es ist schwierig für uns"

So schön der Ausflug drei Klassen tiefer gewesen sei, wo Einheit II an der Tabellenspitze steht, während Meyenburg II Schlusslicht ist, so liege das Hauptaugenmerk doch auf der ersten Mannschaft. Und da dümpeln die Perleberger als 16. auf einem Abstiegsplatz. Und ausgerechnet dort mangelt es an der Durchschlagskraft im Angriff. Vier Tore hat Strauch bisher für den Landesligisten erzielt, in der Kreisliga waren es in drei Spielen allein zwölf. „Das ist fußballerisch schon ein großer Unterschied“, stellte der aus Putlitz stammende Kicker fest, dessen Hauptziel mit dem Team natürlich der Klassenerhalt in der Landesliga ist.

In Bildern: Die Platzierungen der Wahl zum "Held der Woche" Brandenburgs (KW 10)

<b>Platz 5 - Jan Lipski (SG Bornim II, Kreisliga A Havelland):</b> Die Bornimer Reserve feierte am Sonntag erst ihren dritten Saisonsieg. Dabei halfen dem Tabellenschlusslicht beim 6:2 gegen den Brandenburger SRK besonders die vier Treffer von Jan Lipski. Zur Galerie
Platz 5 - Jan Lipski (SG Bornim II, Kreisliga A Havelland): Die Bornimer Reserve feierte am Sonntag erst ihren dritten Saisonsieg. Dabei halfen dem Tabellenschlusslicht beim 6:2 gegen den Brandenburger SRK besonders die vier Treffer von Jan Lipski. ©

„Wir haben eine junge Mannschaft mit vielen Spielern aus den A-Junioren. Daher ist es schwierig für uns“, schätzte Strauch ein, der in der ersten Mannschaft das Trikot mit der Nummer 18 trägt und in der Reserve mit der 10 aufläuft. „Das hat der Trainer so entschieden.“

Schwere Aufgabe in Sicht

Seine Stärken sieht der 1,84 Meter große Spieler im Kopfballspiel. Auch am Sonntag traf er wieder mit dem Köpfchen. Ansonsten treibt Strauch viel Sport. „Wenn ich wegen meines Schichtdienstes nicht mit der Mannschaft trainieren kann, gehe ich ins Fitnessstudio oder laufen, um meine Kondition zu halten“, sagte er.

In Bildern: Brandenburgs „Helden der Woche“ in der Saison 2018/19.

Tobias Schmeckebier ist Brandenburgs Held der Woche. Zur Galerie
Tobias Schmeckebier ist Brandenburgs "Held der Woche". ©

Nächsten Samstag beim FC 98 Hennigsdorf wartet in der Landesliga wieder eine schwere Aufgabe auf die Perleberger, für die Strauch seit 2017 spielt.