15. August 2019 / 16:20 Uhr

Held der Woche: „Ich bin durch und durch Landolfshäuser“

Held der Woche: „Ich bin durch und durch Landolfshäuser“

Jan-Philipp Brömsen
Göttinger Tageblatt
Sven Wienecke (r.) ist der neue Held der Woche
Sven Wienecke (r.) ist der neue Held der Woche © Foto:HS
Anzeige

Er bezeichnet sich selbst als „die ewige Nummer zwei“, war im Landesliga-Heimspiel gegen BSC Acosta der Garant für den Erfolg und ist Landolfshäuser durch und durch - Torwart Sven Wienecke vom TSV Landolfshausen/Seulingen ist der erste Held der Woche der neuen Fußballsaison.

„Mit der Auszeichnung habe ich absolut nicht gerechnet. Da ich eigentlich der ewige zweite Torwart bin, habe ich mich besonders über die Ehrung gefreut“, sagt Sven Wienecke, der 33,7 Prozent der Stimmen der SPORTBUZZER-User erhielt.

Anzeige

In der mannschaftsinternen Whatsapp-Gruppe prasselten die Glückwünsche nacheinander ein. „Das kostet aber ne Kiste“, hieß es in der Gruppe. Beim Pokalspiel am Mittwochabend stand Wienecke nicht zwischen den Pfosten und auf eine Kiste hatten die Spieler des TSV nach der 1:5-Klatsche so gar keine Lust. „Die gebe ich dann einfach Freitag beim Training aus. Am Sonntag bin ich wieder im Tor – die Aufgabe in Vorsfelde wird allerdings extrem schwer“, so der Landolfshäuser.

Hagemann als Vorbild

Eigentlich steht beim Landesligisten Oldie Joachim Hagemann im Tor. Hagemann muss derzeit aufgrund von Leistenproblemen pausieren, so dass Wienecke von Trainer Marko Wehr die Chance bekam und sie mit einer starken Partie gegen BSC Acosta (2:1-Sieg) auch nutzte. „Joachim ist ein Top-Torwart und eine Klasse besser als ich. Er hat schon höher gespielt und ich sehe ihn schon als Vorbild“, sagt der 27-Jährige, der bereits vor zwei Jahren unter Trainer Michael Kreter einige Spiele beim damaligen TSV Landolfshausen in der Landesliga absolvierte.

Beruflich ist Wienecke als Elektromeister bei Elektro Kaufmann, dem Trikotsponsor der ersten Herrenmannschaft, beschäftigt. Dort absolvierte der Keeper auch seine Ausbildung und ist seit zehn Jahren im Betrieb. „Ich bin durch und durch Landolfshäuser und habe 1997 mein erstes Pflichtspiel bei der damaligen JSG Ebergötzen/Landolfhausen in der G-Jugend absolviert“ erinnert sich der 27-Jährige.

Die bisherigen Helden der Woche in Göttingen

Dominic Gerstler (TSV Nesselröden) Zur Galerie
Dominic Gerstler (TSV Nesselröden) ©

Aufstieg in die Landesliga als größten Erfolg

Als größten sportlichen Erfolg bezeichnet Wienecke den Aufstieg des TSV mit Trainer Ingo Müller in die Landesliga. An einen Vereinswechsel indes dachte der Torwart bisher nie, auch wenn er in der Jugend ein halbes Jahr in der Kreisauswahl spielte. „Ich habe nie mit einem Wechsel geliebäugelt, aber auch keine Angebote bekommen“, so Wienecke.

Besonders lobt der TSV-Keeper das Umfeld in Landolfshausen. „Da stimmt einfach alles – jeder ist für jeden da. Durch den Zusammenschluss mit Seulingen ist es sogar noch besser geworden“, so der Elektromeister. Neben dem regelmäßigen Training fährt der Keeper gern mit seiner Freundin Lea zum Skifahren – Urlaub steht generell hoch im Kurs. „Aktuell erkunden wir die südlichen Länder und waren auf den Kanaren, aber wir fahren auch gern nach Dänemark“, berichtet Wienecke.


Oliver Kahn als Inspiration

Mit Hannover 96 und dem VFL Wolfsburg drückt der 27-Jährige zwei Nordklubs die Daumen. Sein Torwartvorbild ist der ehemalige Nationaltorwart Oliver Kahn. „Er hat mich eigentlich inspiriert, ins Tor zu gehen. Ich habe mir damals eine DVD angeschaut und war absolut begeistert.“

Mehr zu den aktuellen Themen im SPORTBUZZER

Mit seinem Team strebt Wienecke einen Platz im oberen Drittel der Landesliga an. Ein mögliches Probetraining bei einem höherklassigen Verein schließt der TSV-Torwart zwar nicht aus, dennoch wird der Landolfshäuser seinem TSV womöglich ewig die Treue halten.