13. Oktober 2021 / 14:39 Uhr

Ungelernter Elfmetertöter: Harenbergs Patrick Schulz ist euer Held der Woche!

Ungelernter Elfmetertöter: Harenbergs Patrick Schulz ist euer Held der Woche!

Ulrich Bock
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Patrick Schulz hat sich vom Stürmer zum Torhüter und jetzt Elfmetertöter gewandelt.
Patrick Schulz hat sich vom Stürmer zum Torhüter und jetzt Elfmetertöter gewandelt. © Christian Hanke
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Mit einem gehaltenen Elfmeter in der Nachspielzeit krönte Patrick Schulz seine starke Leistung sicherte dem TuS Harenberg beim 3:2 gegen Davenstedt den überraschenden Sieg. Dafür ist der 31-Jährige von den SPORTBUZZER-Usern zum Helden der Woche gewählt worden. Dabei ist er gar kein gelernter Torhüter...

Es ist eine enge Geschichte gewesen, aber Patrick Schulz hat sich durchgesetzt. Mit 26,7 Prozent der Stimmen haben ihn die SPORTBUZZER-User zum Helden der Woche gewählt. Noch knapper ging's zu beim erst zweiten Saisonsieg seines TuS Harenberg in der Bezirksliga 7: Den überraschenden 3:2-Sieg gegen Spitzenreiter Davenstedt sicherte der Schlussmann tief in der Nachspielzeit, indem er sich ganz lang machte und einen Foulelfmeter der Gäste mit den Fingerspitzen um den rechten Pfosten lenkte.

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"Er war präzise, aber nicht sehr doll geschossen", gibt sich Schulz bescheiden. "Ich habe mich für eine Ecke entschieden, mich 100 Prozent dort hingeworfen, und damit zum Glück richtig gelegen." Eine Ecke und zwei, drei Minuten später war Feierabend, im Wortsinn. "Da sind die Emotionen bei uns natürlich übergekocht. Spiele gegen Davenstedt sind immer besonders, das hat sich in den vergangenen Jahren aufgebaut."

Harenbergs Torhüter Patrick Schulz pariert Elfmeter in Nachspielzeit

Schon in den 90 Minuten zuvor hatte der Mann mit der Rückennummer 24 sein im Sommer doch deutlich verjüngtes Team das ein oder andere Mal vor einem (weiteren) Gegentreffer bewahrt - ein Torwart allein reichte aber freilich nicht, um den hoch gehandelten TuS am Ende in die Knie zu zwingen. "Es ist einfach jeder über seine Grenze hinausgegangen", lobt Schulz, der irgendwann eine ganz andere Körpersprache ausmachte.

Der Held des Tages (und der Woche) fügt aber sogleich hinzu: "Wir hatten, ganz ehrlich, dieses Mal auch das nötige Quäntchen Glück, das uns in den Spielen zuvor fehlte." Zur Pause hätte es aus Harenberger Sicht durchaus auch 1:4 statt 1:1 stehen können.

Bei der Klettertour ein Innenverteidiger

Was die Leistung von Schulz noch aufwertet, ist die Tatsache, dass er gar kein gelernter Torhüter ist. In der C-Jugend in Limmer stand der junge Patrick zwar mal anderthalb Jahre zwischen den Pfosten, aber eigentlich ist der Werder-Fan ein Offensiver, ein Stürmer.

"Ich bin immer weiter nach hinten gerückt. Jeder Trainer sieht halt andere Stärken", sagt der 31-Jährige mit einem Augenzwinkern. Bei der Klettertour von der 1. Kreisklasse in die Bezirksliga (2014 bis 2017) war er Innenverteidiger, immer mal wieder hatte er sich im Notfall aber auch schon zuvor das Torwarttrikot übergestreift.


Das sind die Helden der Woche der Region Hannover in der Saison 2021/22

Erst hat <b>Patrick Lehmann</b> in Bavenstedt gepatzt, dann aber mit zahlreichen Glanztaten den Gegner in den Wahnsinn getrieben. Für seine starke Leistung beim 2:1 des TSV Pattensen ist der junge Torhüter mit 67,9 Prozent der Stimmen zum ersten Held der Woche der neuen Saison gewählt worden. Zur Galerie
Erst hat Patrick Lehmann in Bavenstedt gepatzt, dann aber mit zahlreichen Glanztaten den Gegner in den Wahnsinn getrieben. Für seine starke Leistung beim 2:1 des TSV Pattensen ist der junge Torhüter mit 67,9 Prozent der Stimmen zum ersten Held der Woche der neuen Saison gewählt worden. ©

Daraus ist inzwischen längst fußballerischer Alltag geworden. "Wir haben junge Spieler, schnell und agil. Ich bin da mit meiner Position ganz zufrieden", sagt Schulz, der bereits seit 2007 für den TuS spielt. Auch das ist sicherlich nicht (mehr) alltäglich. "Es passte halt immer alles. Über Freunde kommt der Spaß doch von ganz allein mit rein."

Und über Erfolgserlebnisse wie den gehaltenen Elfmeter gegen Davenstedt natürlich auch. Der erste war das übrigens nicht. Schulz kann sich noch besonders gut an einen anderen parierten Strafstoß erinnern: "Das war gegen Eldagsen in der Kreisliga. Unser Torhüter hatte die rote Karte gesehen, ich bin dann für ihn rein..."