14. Oktober 2020 / 14:30 Uhr

Zweiter Dreierpack am Stück: Hüpedes Torjäger Deik Wehner ist Euer Held der Woche!

Zweiter Dreierpack am Stück: Hüpedes Torjäger Deik Wehner ist Euer Held der Woche!

Ulrich Bock
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hüpedes Deik Wehner (rechts, noch im Trikot des TSV Pattensen II) ist derzeit praktisch nicht vom Toreschießen abzuhalten.
Hüpedes Deik Wehner (rechts, noch im Trikot des TSV Pattensen II) ist derzeit praktisch nicht vom Toreschießen abzuhalten. © Jörg Zehrfeld
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Nur im ersten Spiel der noch jungen Saison ist Deik Wehner leer ausgegangen, anschließend hat der Stürmer von Aufsteiger Sp.Vg. Hüpede/Oerie in der 1. Kreisklasse 5 zuverlässig geknipst - zuletzt dreifach in Anderten. Dank dieser Treffsicherheit ist der 25-Jährige der neue Held der Woche.

Doppelpack gegen Gestorf (5:0), beide Tore beim 2:0 in Völksen, ein lupenreiner Hattrick im Derby gegen Schulenburg (5:0) und jüngst ein weiterer Dreifachschlag beim 7:1 in Anderten - lediglich beim 3:4 zum Auftakt gegen Laatzen ist Deik Wehner leer ausgegangen.

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Keine Frage, die noch junge Saison in der 1. Kreisklasse 5 hätte für den Stürmer der Sp.Vg. Hüpede/Oerie schlechter beginnen können. "Auf jeden Fall. Ich glaube, bisher können wir und kann auch ich persönlich sehr zufrieden sein", sagt der 25-Jährige, der für seinen zweiten Dreierpack am Stück mit 28,8 Prozent der Stimmen der SPORTBUZZER-User zum neuen Helden der Woche gewählt worden ist.

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Hozan Partawie (SG Letter 05): Im Auswärtsspiel beim SV Türkay Spor Garbsen hat der 35-jährige Torhüter drei Elfmeter binnen drei Minuten pariert. Dafür wurde er mit 29,4 Prozent der Stimmen der Held der Woche. Zur Galerie
Hozan Partawie (SG Letter 05): Im Auswärtsspiel beim SV Türkay Spor Garbsen hat der 35-jährige Torhüter drei Elfmeter binnen drei Minuten pariert. Dafür wurde er mit 29,4 Prozent der Stimmen der Held der Woche. ©

Streng genommen, macht Wehner aber nur dort weiter, wo er in der vergangenen Serie nach seinem Wechsel vom TSV Pattensen II zur Spielvereinigung aufgehört hatte. Sechs Tore in fünf Partien standen für den Offensivmann in der 2. Kreisklasse 3 zu Buche, ehe ihn ein Mittelfußbruch jäh stoppte.

Und dann kam Corona. Diese nächste Zwangspause war zwar für Wehner wie für jeden Fußballer extrem lästig, den Aufstieg der Hüpeder (aufgrund der Quotientenregel) konnte die Pandemie jedoch nicht verhindern.

Mit Tempo zum nächsten Tor

Aktuell scheint die Mannschaft von Willi Bergmann so richtig ins Rollen gekommen zu sein. Der Torjäger trägt seinen Teil dazu bei, profitiert andererseits aber auch. "Es ist einfach grandios, die Bälle so zu bekommen, wie sie kommen", lobt Wehner, der sich gern nach außen fallen lässt, um von dort mit Tempo aufs gegnerische Tor zuzustürmen.

Schnell ist er, beim Dribbling sei indes noch Luft nach oben. Es hätten zuletzt auch in Anderten ("Das war im Großen und Ganzen Standardkost") noch mehr Tore als die drei sein können, "aber wenn ich die Chancen alle genutzt hätte, würde ich nicht in der 1. Kreisklasse spielen".


Selbstkritische Worte, die der Coach natürlich gern hört, die ihn aber auch nicht überraschen. Wehner sei "ein ganz, ganz feiner Junge", schwärmt Bergmann. "Charakterlich einwandfrei. Er ist sehr diszipliniert, es gibt kaum eine Trainingseinheit, die er verpasst." Und das obwohl er der Liebe wegen in Ahlten lebt.

Der Stürmer stehe damit beispielhaft für die insgesamt doch recht pflegeleichte Mannschaft, so der Trainerfuchs, der schon ganz anderes erlebt hat.

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Bei Wehner stehen ein paar Stationen weniger in der Vita. Das Einmaleins des Fußballs lernte er in Hüpede, zur C-Jugend ging es nach Pattensen - und im Sommer 2019 wieder zurück nach Hüpede. Der Zeitpunkt für die Rückkehr schien günstig: Bergmann übernahm das Traineramt, "das Bier sollte fortan nicht mehr ganz an erster Stelle stehen. Ich kenne Willi und viele der Jungs schon lange, da war klar, dass es passen würde. Und was mir in Pattensen gefehlt hat, war Spielpraxis", blickt Wehner zurück.

Wer weiß, vielleicht ist der 25-Jährige in der nächsten Saison sportlich wieder in der Kreisliga zu Hause. "Das wäre für mich ein Traum. Aber wir sollten die Kirche im Dorf lassen, in Sachen Konstanz gibt es bei uns noch Steigerungspotenzial", mahnt Wehner. Das Mannschaftsgefüge tauge aber definitiv bereits für höhere Aufgaben.