10. November 2021 / 13:21 Uhr

Das schnellste Sachsenross: Fortunas Thido Beening ist euer Held der Woche!

Das schnellste Sachsenross: Fortunas Thido Beening ist euer Held der Woche!

Tobias Kurz
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Weiß mit seiner enormen Schnelligkeit zu beeindrucken: Thido Beening von Fortuna Sachsenross.
Weiß mit seiner enormen Schnelligkeit zu beeindrucken: Thido Beening von Fortuna Sachsenross. © privat
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Setzt Thido Beening zum Sprint an, kann (fast) keiner folgen. Er ist das schnellste Pferd im Stall von Kreisligist Fortuna Sachsenross - und hat jüngst die Defensive der SG Limmer durcheinandergewirbelt. Dafür ist der 25-Jährige mit 33,7 Prozent der Stimmen zum Helden der Woche gewählt worden.

Wenn Thido Beening zum Sprint ansetzt, geht häufig ein Raunen durch die Zuschauer. Der Flügelstürmer des TSV Fortuna Sachsenross fällt vor allem mit seiner außergewöhnlichen Schnelligkeit auf – so auch bei seinem Gala-Auftritt gegen die SG Limmer am vergangenen Sonntag. Zwei Treffer erzielte er beim 3:2-Heimsieg des Kreisligisten selbst, eines leitete er entscheidend mit ein. Mit 33,7 Prozent der Stimmen wurde der 25-Jährige dafür zum SPORTBUZZER-Helden der Woche gewählt.

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In bester Bescheidenheit gibt er die Ehre galant an die Mannschaft weiter. „Wir haben einfach ein geiles Team“, sagt der vielseitige Offensivspieler, der mit sechs Toren und vier Vorlagen Top-Scorer der Fortuna ist. „Ich achte nicht so auf die Tore, ich bin einfach froh, wenn ich mit meinen Qualitäten helfen kann.“

Das sind die Helden der Woche der Region Hannover in der Saison 2021/22

Erst hat <b>Patrick Lehmann</b> in Bavenstedt gepatzt, dann aber mit zahlreichen Glanztaten den Gegner in den Wahnsinn getrieben. Für seine starke Leistung beim 2:1 des TSV Pattensen ist der junge Torhüter mit 67,9 Prozent der Stimmen zum ersten Held der Woche der neuen Saison gewählt worden. Zur Galerie
Erst hat Patrick Lehmann in Bavenstedt gepatzt, dann aber mit zahlreichen Glanztaten den Gegner in den Wahnsinn getrieben. Für seine starke Leistung beim 2:1 des TSV Pattensen ist der junge Torhüter mit 67,9 Prozent der Stimmen zum ersten Held der Woche der neuen Saison gewählt worden. ©

Das konnte er beim Fortuna-Sieg gegen Limmer. Und das, obwohl er mit verstauchter Hand auflief. „In den Zweikämpfen war ich manchmal etwas vorsichtiger“, meint er. Gehemmt wirkte der Flügelflitzer aber keineswegs. Vor dem 1:0 enteilte er seinem Gegenspieler mit einem 30-Meter-Sprint und vollendete selbst. Vor dem 2:0 tankte er sich über rechts durch und legte den Ball in die Mitte, wo er über Umwege beim Torschützen Ali Yadolla landete.

Doch die Führung hielt nicht. „Mir war schon in der Halbzeit klar, dass das ein enges Ding wird und wir etwas Spielglück brauchen“, verrät Beening. Das war der Fortuna hold. Limmer glich zwar zum 2:2 aus, bekam ein weiteres Tor wegen Abseitsstellung aber nachträglich aberkannt. In der Nachspielzeit traf Beening dann zum zweiten Mal und legte einen Jubelsprint über den halben Platz zur Auswechselbank hin. „Dafür spielt man Fußball, um sowas zu erleben“, schwärmt er. „Dass mir der Ball da vor die Füße fällt, ist einfach genial.“

Das leere Tor ist aus 40 Metern zu klein

Keine Minute später hätte der Matchwinner sogar den Dreierpack schnüren können. Der SG-Torwart war für eine Ecke mit nach vorne gekommen, Beening hatte freie Bahn auf das leere Tor der Gäste – schoss aber aus knapp 40 Metern vorbei. „Ein gutes Sachsenross springt nur so hoch, wie es muss“, sagt Beening und lacht.

In der Tabelle haben die Sachsenrösser im Vergleich zu den Vorjahren zumindest kleine Sprünge gemacht. Nachdem die abgebrochenen Corona-Spielzeiten eher von Abstiegskampf geprägt waren, rangiert die Fortuna in der Staffel 6 auf einem soliden fünften Platz mit genügend Abstand zur Abstiegszone. „Wir haben mittlerweile eine viel bessere Trainingsbeteiligung“, erklärt Beening den Aufschwung.


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Das liege vor allem am Trainerteam Patrik Kershi und Ahmad El Jamal. „Jamal und Kershi stecken da echt viel Arbeit rein. Es macht momentan einfach Spaß“, betont Beening. Zudem sorgen die Sommer-Zugänge für eine höhere Qualität und Quantität, darunter etliche zurückgekehrte Ex-Fortunen wie Philipp Hampel, Bennit Hirmke und Anton Meder.

Beening ist selbst gefühlter Neuzugang. Der Geodäsie-Student machte in der Saison 2020/21 kein Spiel für die Fortuna, weil er die Corona-Zeit überwiegend in seiner ostfriesischen Heimat Leer verbrachte. „Eingewöhnungszeit brauchte ich keine, ich kannte ja die meisten noch“, sagt er. „Um die Einstandskiste kam ich trotzdem nicht herum.“ Die nächste Kiste wird schon beim Training am Donnerstag fällig, für die Wahl zum SPORTBUZZER-Held der Woche. Die gibt Beening aber sicher gerne.