21. August 2019 / 06:45 Uhr

Kurios: Paderborn-Profi Klaus Gjasula schlägt Helmpflicht in der Bundesliga vor - "Wäre das Beste"

Kurios: Paderborn-Profi Klaus Gjasula schlägt Helmpflicht in der Bundesliga vor - "Wäre das Beste"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Klaus Gjasula vom SC Paderborn trägt seit einer Kopfverletzung, die er im Jahr 2013 erlitten hatte, einen speziellen Kopfschutz.
Klaus Gjasula vom SC Paderborn trägt seit einer Kopfverletzung, die er im Jahr 2013 erlitten hatte, einen speziellen Kopfschutz. © imago images / Jan Huebner
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Klaus Gjasula vom SC Paderborn plädiert für eine Helmpflicht in der Bundesliga. Er selbst trägt seit einer vor einigen Jahren erlittenen Gesichtsverletzung einen Spezialschutz. In der Vergangenheit kam es vermehrt zu Zusammenstößen, bei denen Spieler am Kopf verletzt wurden.

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Klaus Gjasula vom SC Paderborn schlägt eine Helmpflicht für alle Spieler im deutschen Profifußball vor. Als Grund nennt der 29-Jährige den Schutz vor schweren Kopfverletzungen. „Ich fände es sinnvoll, wenn alle Spieler einen Helm tragen würden. Das würde vielleicht auf dem Platz komisch aussehen, aber es wäre definitiv für die Gesundheit aller das Beste“, sagte er im Interview mit dem Nachrichtenportal t-online.de.

Er selbst trägt seit einem Jochbogenbruch im Oktober 2013 eine Spezialanfertigung, mit der er sich wohl fühlt. „Der Helm gibt mir einfach das Gefühl, dass nichts passieren kann.“ Gjasula glaubt, dass Kollegen nur schwer vom Kopfschutz zu überzeugen sind, sofern sie noch keine Kopfverletzung hatten. „Wenn jemand nichts hat, denkt er: ‚Ist der bekloppt, dass der mir das empfiehlt? Ich bin doch gesund.‘", erklärt der Paderborn-Spieler. "Der Mensch handelt erst dann, wenn es schon passiert ist, nicht davor. Jeder denkt ja: ‚Ach, mir passiert das nicht.‘ Und dann passiert es…"

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Dass ein solcher Helm optisch nicht sonderlich schön aussieht, ist für Gjasula kein Problem. „Ich sehe lieber beim Fußball spielen ein bisschen komisch aus und bin dafür auch nach dem Fußball gesund. Das ist das Wichtigste für mich. Die Ästhetik ist vielleicht für viele ein Grund, warum sie keinen Helm tragen.“

Studie aus der NFL belegt Folgen von Kopfverletzungen

Der Vorschlag von Gjasula wird unter anderem durch die Erkenntnisse einer Analyse aus dem American Football gestützt. Die Universität Boston hat im Jahr 2015 eine Studie in der US-Profiliga NFL durchgeführt, welche die Gefahren für Profis durch wiederholte Gehirnerschütterungen bestätigte. Bei 96 Prozent der untersuchten Gehirne verstorbener NFL-Spieler wurde chronisch traumatische Enzephalopathie (CTE) nachgewiesen. Seit langer Zeit werfen frühere Football-Profis und Angehörige verstorbener Spieler der amerikanischen Top-Liga deren Umgang mit dem Thema vor.

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Kopfverletzungen in der Bundesliga: Beispiel Grujic

In der Bundesliga kam es auch am 1. Spieltag der neuen Saison wieder zu mehreren Situationen, bei denen sich Spieler nach einem Zusammenstoß am Kopf verletzt hatten. Das wohl beste Beispiel lieferte Marko Grujic von Hertha BSC im Auftaktspiel beim FC Bayern. Der Serbe war im Kopfball-Duell mit Münchens Zugang Benjamin Pavard kollidiert, lief trotz sichtlich erlittener Schmerzen aber weiter und erzielte so das zwischenzeitliche 2:1 für die Berliner (Endstand 2:2). Nach dem Trefffer fiel Grujic beim Jubeln allerdings zu Boden und musste behandelt werden.

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