11. September 2020 / 16:39 Uhr

"Können nur gewinnen": Hemminger gehen mit breiter Brust ins Duell gegen Bavenstedt

"Können nur gewinnen": Hemminger gehen mit breiter Brust ins Duell gegen Bavenstedt

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hemmingens Trainer Martin Pyka rechnet sich am Samstag gegen Bavenstedt gute Chancen aus.
Hemmingens Trainer Martin Pyka rechnet sich am Samstag gegen Bavenstedt gute Chancen aus. © deisterpics/Stefan Zwing
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Nach dem Sieg der vergangenen Woche im Derby gegen den TSV Pattensen geht der SC Hemmingen-Westerfeld am Samstag gegen den SV Bavenstedt in den 2. Spieltag der Landesliga. Trotz der Titelambitionen des nächsten Gegners lässt Hemmingens Trainer Pyka vor dem Spiel aufhorchen. 

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Die Stimmung nach dem späten 1:0-Erfolg im Derby gegen den TSV Pattensen sei natürlich sehr gut, beschreibt Martin Pyka die aktuelle Lage beim SC Hemmingen-Westerfeld. „Gerade nach den Testspielergebnissen wirkte die Mannschaft schon ein wenig verunsichert. Umso größer die Erleichterung und Freude, dass sie auch gewinnen können – und das auch noch zu null“, gibt der Coach zu. „Das dürfte den Jungs Selbstvertrauen geben.“ Dem Duell am Samstag (15 Uhr) beim Titelaspiranten SV Bavenstedt blickt der Trainer entspannt entgegen: „Dort stehen wir deutlich weniger unter Druck, haben nichts zu verlieren, die Favoritenrolle liegt eindeutig aufseiten des Gegners.“

Pyka sieht vorausgegangenen Derby-Sieg skeptisch

Trotz der Freude über die drei Punkte zum Saisonauftakt kann Pyka die Leistung seines Teams einschätzen. „Vor der Pause war das nicht so gut. Da waren wir nicht mutig, haben nicht offensiv genug gedacht.“ Anstatt aufzudrehen und den Vorwärtsgang einzulegen, sei zu viel nach hinten oder in die Breite gespielt, statt diagonal zu oft quer gepasst worden. „Das hat die Mannschaft in der zweiten Hälfte besser gemacht. Aber es ist noch sehr viel Luft nach oben.“ Auch mit Blick auf die Defensivarbeit gebe es noch einiges zu feilen. „Insgesamt war das gegen den Ball ordentlich. Die Spieler haben bis zur Schlussphase engagiert und leidenschaftlich verteidigt, wir hatten aber auch ein bisschen Glück.“

Bilder vom Landesliga-Auftakt zwischen dem SC Hemmingen-Westerfeld und dem TSV Pattensen

Pattensens Veit Lepper wurde verletzt ausgewechselt. Sein Hund riss sich los und wollte sein Herrchen aufbauen. Zur Galerie
Pattensens Veit Lepper wurde verletzt ausgewechselt. Sein Hund riss sich los und wollte sein Herrchen aufbauen. ©

Das Duell in Bavenstedt sei eine große Herausforderung: „Die haben in allen Mannschaftsteilen enorme Qualität, sind extrem eingespielt und sehr erfahren“, so Pyka. Zudem gelten die Gastgeber als Team, das gewöhnlich früh attackiere und von Beginn an bemüht sei, Druck auszuüben. Zum Start siegten die Bavenstedter mit 2:1 beim starken Neuling 1. FC Sarstedt. „Das wird schwer, aber in meinen Augen können wir da nur gewinnen“, setzt der SC-Coach auf die Rolle des „Underdogs“. Wenn es gelinge, die Räume eng zu machen, defensiv kompakt, geschlossen und konsequent zu arbeiten und bei Ballbesitz oder nach Balleroberung zielstrebig und entschlossen zu agieren, sei man nicht chancenlos. Er wünsche sich, dass seine Spieler die Philosophie mit Leben erfüllen: „Wir wollen frech, mutig und selbstbewusst auftreten.“

Hemminger in guter Verfassung

Mit Ausnahme des Langzeitverletzten Julian Hyde und des angeschlagenen Malte Uphoff (Knieprobleme) seien alle Mann an Bord. „Personell sind wir gut aufgestellt.“ Das kräftezehrende Derby sei auch körperlich aufgearbeitet. „Nach weichem Platz und hartem Kampf hatten die Jungs schon extrem müde Beine“, so Pyka. Doch die Akkus seien wieder aufgeladen. Die Bavenstedter können kommen…