02. Juni 2019 / 10:20 Uhr

Landesliga: Hemmingen verpasst trotz Sieg gegen Krähenwinkel den Aufstieg

Landesliga: Hemmingen verpasst trotz Sieg gegen Krähenwinkel den Aufstieg

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Verkehrte Welt: Sieger Hemmingen geht enttäuscht vom Platz, Verlierer KK feiert im Waldsee.
Verkehrte Welt: Sieger Hemmingen geht enttäuscht vom Platz, Verlierer KK feiert im Waldsee.
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Obwohl der SC Hemmingen-Westerfeld den TSV Krähenwinkel-Kaltenweide deutlich schlagen konnte, herrschte nach dem Spiel Ernüchterung, als das Ergebnis aus Tündern kam. Die Krähen feierten indes ihren Verbleib in der Landesliga. 

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Als am Waldsee zur Halbzeit gepfiffen wurde, suchten die Spieler des SC Hemmingen-Westerfeld nicht sofort ihre Kabine auf. Auf dem Platz des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide versammelten sich die mit 2:1 in Führung liegenden Gäste erst kurz an der Mittellinie, klatschten sich gegenseitig ab und redeten sich noch mehr Mut zu, weil sie wussten, dass ihre Chance plötzlich wieder da war. Sie standen wieder da, wo sie die meiste Zeit in dieser Saison gestanden haben, ganz oben in der Landesligatabelle. Nach den ersten 45 Minuten am letzten Spieltag war der Sport-Club Meister.

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Die Bilder der Partie TSV Krähenwinkel/Kaltenweide - SC Hemmingen-Westerfeld:

Der Krähenwinkeler Rene-Mike Legien (rechts) ist am Ball, Hemmingens Julian-Kolja Hyde (links) geht dazwischen. Zur Galerie
Der Krähenwinkeler Rene-Mike Legien (rechts) ist am Ball, Hemmingens Julian-Kolja Hyde (links) geht dazwischen. ©

Ernüchterung kurz vor Schlusspfiff

Es lief die 88. Minute, da war nach dem Tor von Aron Gebreslasie zum 4:1-Endstand bei den Hemmingern niemandem mehr nach Jubeln zumute. Das Ergebnis vom Heimspiel des HSC BW Tündern hatte längst die Runde gemacht; Blau-Weiß konnte in der Schlussviertelstunde ein 1:2 noch in ein 5:2 umwandeln und den Aufstieg in die Oberliga feiern. Die zwischenzeitliche Euphorie auf der Hemminger Bank war der Ernüchterung gewichen. Trainer Semir Zan rieb sich nicht mehr die Nase, fasste sich nicht mehr an die Lippen – beides war zuvor mehrmals Ausdruck dafür gewesen, dass er selbst kaum glauben konnte, wie nah seine Mannschaft vor 455 Zuschauern dran war, dank der Hilfe von Tünderns Gegner Iraklis Hellas ein kleines Fußballwunder zu schaffen und Blau-Weiß die Tabellenführung wieder abzuknöpfen.

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Hemminger Happy End bleibt aus

Und das gegen eine Krähen-Elf, die trotz des in der Vorwoche praktisch besiegelten Klassenerhalts nicht im Traum daran dachte, beim Saisonausklang nicht mehr alles zu geben. Vor Spielbeginn hatte der Klub sein Trainerteam um Chefcoach Bernd Krajewski sowie die Spieler Nils Tegtmeyer, Dennis Tasche, Felix Groth und Waldemar Müller verabschiedet – mit dem Anpfiff aber ging es wieder zur Sache. KK versuchte, seine Gäste zu ärgern, erzielte durch Andreas Bart (12.) das 1:1, stellte sich indes zweimal auch selbst ein Bein: Bei einer „Schwalbe“, für die er Gelb sah, verletzte sich Daniel Mücke auch noch an der Schulter und musste ausgewechselt werden; kurz nach der Pause gab es Rot für Oliver Pfeuffer (53.) wegen Meckerns.



Die Hemminger, die durch Steven Melz (7.) früh vorn gelegen hatten, brauchten nach dem Ausgleich eine Weile, um wieder ins Spiel zu finden. Ihre Angriffe kamen allerdings überfallartig, und bei der Vollendung war der Sport-Club eiskalt. Als Melz (43.) und Emmanouil Skountridakis (63.) erneut vorgelegt hatten, ging bei den Gästen immer wieder der Blick auf die Mobiltelefone – auch Iraklis lag zu diesem Zeitpunkt in Tündern auf Siegkurs. Das Hemminger Happy End blieb jedoch aus.

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