29. April 2019 / 08:24 Uhr

Hendrik Weydandt: Torschütze, Kämpfer und Hoffnungsträger von Hannover 96 

Hendrik Weydandt: Torschütze, Kämpfer und Hoffnungsträger von Hannover 96 

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Stürmer Hendrik Weydandt ist mit sechs Saisontreffern der beste Torschütze von Hannover 96. 
Stürmer Hendrik Weydandt ist mit sechs Saisontreffern der beste Torschütze von Hannover 96.  © imago images/Joachim Sielski
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Hendrik Weydandt entschied das Spiel von Hannover 96 gegen Mainz 05 (1:0) durch sein erstes Heimtor. Aber der 23-Jährige fiel nicht nur als Torschütze, sondern auch als unermüdlicher Kämpfer auf. Die Hoffnung im Abstiegskampf hat der Stürmer jedenfalls noch nicht aufgegeben. 

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Hendrik Weydandt klatschte beim Torjubel die Hände über dem Kopf zusammen und konnte es selbst nicht richtig glauben. Der Slapsticktreffer veredelte einen engagierten, aber bis dahin glücklosen Tag für den 23-jährigen Stürmer: „Mir ist persönlich nicht so viel gelungen. Deswegen war ich bei dem Tor noch mal mehr überrascht, dass er drin liegt.“

Kämpferische Topleistung von Weydandt

Weydandt lieferte dafür kämpferisch Spitzenwerte ab. Die zweitgrößte Laufdistanz bei Hannover (11,7 Kilometer), die zweitmeisten Sprints (30), die meisten schnellen Läufe (60). Sein einziger richtiger Torschuss ging rein – der erste Heimtreffer in Weydandts märchenhafter 96-Karriere. Die kuriose Entstehung mit Linton Mainas Ballgewinn auf der Torauslinie brachte ihn auch nach dem 1:0-Sieg noch zum Schmunzeln. „Eine ganz komische Situation. Das Tor geht zu 80 Prozent auf Linton. Da stehst du als Stürmer dann drei Meter vorm Tor und musst ihn ins leere Tor schießen.“ Klappte eiskalt trotz Überraschungseffekts.

Weydandt rannte und rannte gegen Mainz. „Es war sehr intensiv. Dementsprechend hatte ich gefühlt 70 Prozent Defensivarbeit, 30 Prozent offensiv“, erzählte der Stürmer und nahm die ungewohnte Aufgabe ganz selbstverständlich an. „Vielleicht kann man es Stärke nennen, dass ich laufe bis zum Umfallen. Ich hatte dann auch Krämpfe dazu.“

Bilder zum Spiel: Hannover 96 gegen FSV Mainz 05

Linton Maina (rechts) spielt den Ball, verfolgt von Daniel Brosinski.  Zur Galerie
Linton Maina (rechts) spielt den Ball, verfolgt von Daniel Brosinski.  ©
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Stuttgarter Sieg minimiert 96-Chancen

Er hielt durch, rettete den Sieg mit über die Zeit. „Klar musst du heute Abend genießen, alles aufsaugen – weil du viel zu selten etwas zu feiern hattest. Aber gleich morgen früh musst du anfangen, dich auf die nächsten Wochen zu fokussieren. Wir sind immer noch 18., und deswegen darf man jetzt nicht abdrehen.“ Der Stuttgarter Sieg am Abend dürfte die Minieuphorie noch mehr gebremst haben. Die 96-Ausgangslage für den Klassenerhalt bleibt mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsrang mies.

Die letzte Hoffnung lassen sich 96 und Weydandt aber nicht nehmen. „Die ist voll da“, betonte der Ex-Regionalligaspieler, der sich in dieser Saison zur ersten Sturmoption bei 96 entwickelt hat. Der Siegtorschütze: „Du musst versuchen, jetzt auf dieser Welle zu schwimmen.“ Denn: „Gegen Freiburg und Düsseldorf sind eine Menge Punkte drin. Und ohne denen jetzt was Böses zu wollen – das sind Dinger, die müssen wir unbedingt gewinnen.“

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"Der Rest der Welt lacht uns aus"

Vorher geht es kommenden Sonnabend (15.30 Uhr) erst mal auswärts gegen Meisterfavorit FC Bayern. Weydandt: „Ich glaube, der Rest der Welt lacht uns aus, wenn wir sagen: Wir fahren nach München, um zu gewinnen. Trotzdem werden wir das so tun. Alles andere wäre Quatsch.“

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