17. November 2020 / 17:26 Uhr

Hennigsdorf-Trainer Niko Jose: "Wir sind absolut ligatauglich"

Hennigsdorf-Trainer Niko Jose: "Wir sind absolut ligatauglich"

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Niko Jose, Trainer FC 98 Hennigsdorf
Gibt seit dieser Saison den Ton beim FC 98 Hennigsdorf an: Trainer Niko Jose. © Matthias Schütt
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Landesliga Nord: Der 32-Jährige ist seit dieser Saison neuer Trainer in der Stahlstadt und sprach mit dem SPORTBUZZER über das veränderte Aufgabenfeld, die bisherige Spielzeit und über eine mögliche Saisonfortsetzung in diesem Jahr.

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Vergangene Saison waren Sie noch als Co-Trainer im Team aktiv. Wie hat sich ihr Aufgabenfeld nun verändert?

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Niko Jose: Im Prinzip hat sich da schon einiges getan. Denn jetzt bin ich für die gesamte Trainingsgestaltung und auch Planung zuständig. Ebenso kümmere ich mich um die Kaderplanung. Diese Aufgaben konnte ich vergangene Saison als Co-Trainer sowieso nicht machen, da ich auch erst später eingestiegen bin. Diese Saison führe ich aber auch die Spielergespräche. Sowohl mit unseren eigenen Spielern, als auch mit potenziellen Neuzugängen. Die Aufgaben sind schon viel weitreichender.

Gleichzeitig sind Sie somit in der Hierarchie um eine Stufe nach oben geklettert. War das die richtige Entscheidung?

Ich habe bisher nicht daran gezweifelt. Es war der richtige Schritt. Ich wusste schon im Vorfeld, dass ich viel und schnell lernen muss. Das haben die vergangenen Monate auch gezeigt, die für mich sehr lehrreich waren. Daher ist die coronabedingte Saisonaussetzung aktuell auch dazu da, um mich selbst zu reflektieren und um über Fehler nachzudenken.

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Nach acht Spielen steht ihre Mannschaft mit sieben Punkten auf Rang 14. Wie fällt denn Ihr Fazit der bisherigen Saison aus?

Wir sind absolut ligatauglich. Das haben die bisherigen Spiele in der Landesliga gezeigt. Wir haben uns aber oft einfach selbst geschlagen. Es geht darum, dass wir unsere dummen und individuellen Fehler abstellen. Man hat gesehen, dass die Mannschaft als Team gut zusammengewachsen ist. Der Kader ist sehr harmonisch. Die bisherigen Partien haben aber auch gezeigt, dass wir spielerisch noch Luft nach oben haben. Zudem ist das Selbstvertrauen noch nicht so da wie gewünscht. Da schleppt sich die Mannschaft noch mit den Altlasten aus der vergangenen Saison rum, wo es viele Niederlagen gab.

Zuletzt gewann ihre Mannschaft am 26. September mit 2:1 auswärts gegen Fortuna Babelsberg. Im Anschluss folgten zwei Niederlagen und ein Unentschieden. Woran lag es?

Die 0:2-Derbyniederlage gegen Velten begreife ich bis heute nicht. Das war ein blutleerer Auftritt von uns. Beim 0:3 gegen Birkenwerder schlagen wir uns durch die eigenen Fehler selbst. Aber vor der Corona-Pause, beim 1:1 gegen Neustadt, konnten wir erstmals in der Saison einen Rückstand egalisieren und einen Punkt holen. In den meisten Fällen liegt es an uns selbst.

In Bildern: Die Trainer des FC 98 Hennigsdorf seit 2002

Von Jürgen Görlitz bis Hans Oertwig - die Trainer des FC 98 Hennigsdorf seit 2002 zum Durchklicken. Zur Galerie
Von Jürgen Görlitz bis Hans Oertwig - die Trainer des FC 98 Hennigsdorf seit 2002 zum Durchklicken. ©

Stichwort Saisonaussetzung: Wie sieht der aktuelle Trainingsbetrieb in Hennigsdorf aus?

Wir haben Trainingspläne an die Spieler herausgegeben, lassen uns die absolvierten Läufe schicken. Eventuell machen wir in der kommenden Woche Einzeltraining, wenn wir einen geeigneten Platz finden. Für den Fall der Fälle wollen wir vorbereitet sein.

Glauben Sie denn noch an eine Rückkehr in den Spielbetrieb in diesem Jahr?

Absolut nicht. Selbst wenn man Anfang Dezember wieder trainieren darf, bräuchten wir wenigstens zwei Wochen Vorbereitungszeit. Dann hätten wir laut Spielplan nur noch eine Partie. Mir fehlt da dann auch die Notwendigkeit, warum noch ein Match absolviert werden muss. So langsam brauchen wir aber eine Entscheidung für die weitere Saison. Wir sitzen wie auf heißen Kohlen.