13. Januar 2021 / 09:29 Uhr

Henning Sohl glaubt, dass die Handballbundesliga unter den Auswirkungen der Weltmeisterschaft leiden könnte

Henning Sohl glaubt, dass die Handballbundesliga unter den Auswirkungen der Weltmeisterschaft leiden könnte

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Experten unter sich: Henning Sohl (rechts) betreute die Schaumburg Auswahl in den Spielen gegen Frank Carstens und GWD Minden. © Uwe Kläfker
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Heute startet die Handball Weltmeisterschaft in Ägypten. Wir haben uns die Schaumburger Handball-Prominenz rausgepickt und sie gefragt, was sie von dem Turnier hält und wie sie trotz vieler Absagen die Chancen der deutschen Nationalmannschaft einschätzt.

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Auch wenn die Begegnung zwischen Ägypten und Chile kein Handball-Klassiker ist, startet mit dieser Paarung heute Abend um 18 Uhr die Weltmeisterschaft 2021 - ohne Zuschauer in den Hallen. Die Austragung sorgt zumindest mal für Diskussionsstoff. Ist es sinnvoll die WM trotz der Corona-Pandemie auszutragen?

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Auf diese Frage gibt es viele Meinungen. Auch in der deutschen Mannschaft, die am Freitag um 18 Uhr gegen Uruguay in das Turnier starten wird. Die Nationalspieler Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek, Finn Lemke und Steffen Weinhold hatten aufgrund der Pandemie auf die Teilnahme verzichtet. Die Teams sollen sich lediglich in einer sogenannten „Bubble“ aufhalten. Quasi einem Sytstem, aus dem niemand rein oder raus kommt, damit das Turnier coronafrei bleibt. Ob das klappt, bleibt abzuwarten - erst gestern meldete das Team der USA 18 positive Tests. Der Sportbuzzer Schaumburg hat sich bei der Schaumburger Handball-Prominenz erkundigt, wie sie über die WM denkt und welche Chancen sie dem Deutschen Team ausrechnet.

Henning Sohl (Der Bückeburger spielte als Profi unter anderem für den VfL Hameln und den VfL Gummersbach. Der A-Lizenz Inhaber hat sich auch als Trainer einen Namen gemacht, zuletzt beim TV Bissendorf-Holte, davor unter anderem auch schon mehrmals die Schaumburg Auswahl in den Spielen gegen GWD Minden): „Ich bin da sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite muss sich unser Sport zum Überleben präsentieren. Aus gesundheitlicher Sicht halte ich es allerdings für kaum verantwortbar und glaube, dass die Bundesliga danach durch noch mehr Spielabsagen sehr drunter leiden wird. Aus sportlicher Sicht sind das herbe Verluste für das deutsche Team. Menschlich allerdings ziehe ich meinen Hut vor den Entscheidungen, wir reden hier auch über Familienväter mit großer privater Verantwortung die sich die Entscheidungen sicher nicht leicht gemacht haben. Das Viertelfinale ist sicher ein realistisches Ziel mit der extrem leichten Vorrunde. Alles oben drauf wäre eine Zugabe, die nur mit mannschaftlicher Geschlossenheit erreichbar wäre.“