14. Juni 2020 / 06:25 Uhr

Ex-Leverkusener Benjamin Henrichs: Bei Rassismus unbedingt "dazwischen gehen"

Ex-Leverkusener Benjamin Henrichs: Bei Rassismus unbedingt "dazwischen gehen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Benjamin Henrichs war im ZDF-Sportstudio zu Gast.
Benjamin Henrichs war im ZDF-Sportstudio zu Gast. © imago images/Martin Hoffmann
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Der deutsche Fußball-Profi Benjamin Henrichs hat erneut im Kampf gegen Rassismus klar Stellung bezogen. Bei einem Auftritt im ZDF-Sportstudio betonte der Ex-Spieler von Bayer Leverkusen, dass man gerade in der aktuellen Situation ein Statement setzen müsse.

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Fußballprofi Benjamin Henrichs und Basketball-Spielerin Satou Sabally haben zum mutigen Eintreten gegen Rassismus und für Verständigung aufgerufen. "Gerade jetzt, wo die ganze Welt Zeuge ist von Rassismus, ist es auch extrem wichtig, ein Zeichen zu setzen, ein Statement zu setzen", sagte der frühere Bundesliga-Spieler von Bayer Leverkusen, der seit 2018 bei AS Monaco unter Vertrag steht, am späten Samstagabend im ZDF-Sportstudio.

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Der 23-Jährige hatte vor einer Woche in Düsseldorf auch an einer Anti-Rassismus-Demonstration für den bei einem brutalen Polizei-Einsatz in den USA getöteten Afroamerikaner George Floyd teilgenommen. Man müsse wirklich "Anti-Rassist" sein, forderte Henrichs. "Das heißt, wenn man etwas mitbekommt, dann muss man auch handeln. Wenn man sieht, wie jemand rassistisch behandelt wird, dann muss man wirklich dazwischen gehen", sagte er.

Henrichs: "Ich bin ein Teil davon"

Für ihn sei es "extrem wichtig, einfach zu zeigen: Ich bin ein Teil davon. Auch wenn ich Fußballer bin, gehe ich auf die Straße und protestiere mit. Jeder hat mitbekommen, was im Moment abgeht. Ich denke, dass ich dafür stehe, dass ich für diese Bewegung stehe und ich ein Statement setzen wollte", erklärte Henrichs.

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Sabally sieht eine Vorbildfunktion auch und vor allem für prominente Sportler. "Auf jeden Fall. Ich denke, dass es super wichtig ist, dass Sportler sich aussprechen. Wir haben eine Plattform, die wir nutzen müssen", meinte die in New York geborene und in Berlin aufgewachsene Basketballerin. "Und wir haben viele Fans, die uns zuhören. Und da denke ich einfach, dass es das Richtige ist, auf der richtigen Seite zu stehen und sich für Menschenrechte auszusprechen." Es sei "so wichtig, dass weiße Menschen sich aussprechen und sich gegen Rassismus positionieren", sagte die 22-Jährige vom WNBA-Klub Dallas Wings, die per Video zugeschaltet war.

Sabally kritisiert US-Präsident Trump

Scharf kritisierte Sabally den US-Präsidenten Donald Trump. "Ich würde echt sagen, dass er Rassist ist. Er verheimlicht das nicht", sagte sie. "Er ist wirklich sehr kontrovers, und ich finde, dass es sehr gefährlich ist, so jemanden als Präsidenten zu haben."