31. August 2014 / 17:25 Uhr

Herbe Pleite für Chemie Premnitz

Herbe Pleite für Chemie Premnitz

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
TSV-Spieler Max Reinefeldt setzt sich im Duell mit dem Klosterfelder Keeper Dennis Tietz durch.
TSV-Spieler Max Reinefeldt setzt sich im Duell mit dem Klosterfelder Keeper Dennis Tietz durch. © Franziska Reichert
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Landesliga Nord: TSV Chemie Premnitz unterliegt SV Union Klosterfelde mit 1:4.

Es begann denkbar schlecht für den TSV. Schon nach 20 Sekunden musste Neudorf verletzt vom Platz. Aufgrund einer Bänderverletzung im Sprunggelenk wird er mehrere Wochen fehlen. Chemie versuchte diesen Schock zu verdauen. Kurze Zeit später wäre Krumbholz allein auf das Gästegehäuse zugesteuert, wenn Schiedsrichter Schabanowski nicht den Vorteil abgepfiffen und auf Freistoß entschieden hätte. Klosterfelde hatte die erste Gelegenheit des Spiels, als Heinrich nach einem Eckball seinen eigenen Mitspieler auf der Linie anschoss. Kurz danach hatte Pfefferkorn gleich zwei Chancen den TSV in Front zu bringen, blieb bei seinen Abschlüssen aber unglücklich. Auf der Gegenseite war es wieder Heinrich der nach einem Eckball ans Leder kam und diesen wuchtig ins Netz köpfte (20.). Von diesem Rückstand erholten sich die Premnitzer lange nicht. Klosterfelde übernahm die Kontrolle und ließ Ball und Gegner laufen. Nach einem Konter erhöhte Tobias Marz auf 0:2 (32.). Premnitz hatte vor der Pause nur noch einen Distanzschuss von Stuhlmacher zu bieten, den Tietz sicher hielt. Doch es kam noch schlimmer für den TSV. Nach einem Ballverlust von Otto im Mittelfeld konterten die Gäste und trafen durch Steiner zum 0:3 (45.).

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In der zweiten Hälfte änderte sich das Spiel. Klosterfelde war jetzt weniger um Ballbesitz bemüht. Lange konnte Premnitz nicht viel mit dem Ballbesitz anfangen, wurde aber stärker. Als Stuhlmacher von der Strafraumgrenze abzog und Freidank zum Nachschuss ansetzte, hätte der Anschluss fallen müssen (59.). Immer wieder versuchte es Chemie über lange Diagonalbälle, die auch den gewünschten Erfolg hatten, aber der Linienrichter sah die Premnitzer Angreifer zumeist fälschlicherweise im Abseits. Als der eingewechselte Reinefeldt dann wirklich im Abseits stand, blieb die Fahne unten und Reinefeldt nutzte diese Chance (79.). Nur eine Minute später hatte erneut Reinefeldt die Chance für das 2:3 zu sorgen. Tietz im Klosterfelder Kasten parierte aber stark. Den Nachschuss von Krause klärten die Gäste auf der Linie. Danach hatte Premnitz sein Pulver verschossen. Kurz vor dem Ende verlor Krause den Ball im Mittelfeld und wieder ging es schnell. Moskalewicz war nicht zu halten und erhöhte auf 1:4 (90.). Zu allem Überfluss musste Schmidt mit Gelb/Rot vom Platz. So blieb eine bittere Niederlage mit einem faden Beigeschmack, denn mitunter war es schon kurios, was in diesem Spiel für Abseitsentscheidungen getroffen wurden. "Was wir in der ersten Hälfte angeboten haben, war eine Katastrophe. Nach der Pause haben wir es besser gemacht, kamen aber zu selten zwingend vor das gegnerische Tor. Wir haben heute verdient verloren", zeigte sich Olaf Krause enttäuscht. Die Chance zur Wiedergutmachung gibt es nächste Woche. Dann empfängt Premnitz im Landespokal den RSV Eintracht Teltow.