25. September 2021 / 12:48 Uhr

"Kann nicht gesund sein": Bayern-Präsident Hainer warnt vor weiterer Explosion der Gehälter

"Kann nicht gesund sein": Bayern-Präsident Hainer warnt vor weiterer Explosion der Gehälter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Präsident Herbert Hainer warnt vor einer weiteren Explosion der Spielergehälter und Beraterhonorare.
Bayern-Präsident Herbert Hainer warnt vor einer weiteren Explosion der Spielergehälter und Beraterhonorare. © IMAGO/Mladen Lackovic/LakoPress
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Präsident Herbert Hainer vom FC Bayern spricht sich gegen eine weitere Explosion von Spielergehältern und Beraterhonoraren aus. Die Pandemie habe das Problem "deutlich offensichtlicher" gemacht. Die steigenden Gehälter könnten "nicht gesund und gewollt sein", so Hainer gegenüber der Abendzeitung.

Präsident Herbert Hainer vom FC Bayern München warnt vor einer weiteren Explosion der Spielergehälter und der Honorare für Berater. Die Corona-Pandemie habe das Problem im Fußball, in dem viele Vereine hoch verschuldet sind, noch mal „deutlich offensichtlicher“ gemacht. „Wir alle reden über Barcelona, weil es dort so offensichtlich ist und öffentlich gemacht wurde. Es gibt aber sicherlich mehr Vereine, die finanzielle Schwierigkeiten haben. Und trotzdem steigen die Gehälter der Spieler und die Beraterhonorare werden immer größer. Das kann nicht gesund und gewollt sein“, sagte Hainer der Münchner Abendzeitung.

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Vor allem der hoch verschuldete FC Barcelona sollte allen „ein mahnendes Beispiel sein, dass man versuchen muss, die Dinge besser zu regulieren, um auch die besondere Rivalität der Klubs langfristig sicherzustellen“, sagte Hainer. Derweil könnte der deutsche Rekordmeister eine Inspiration für andere sein: „Der FC Bayern München hat das in den letzten 20 Jahren gut geschafft, sportliche Ambitionen zu haben und trotzdem auch wirtschaftliche Stabilität.“

Andere Klubs würden trotz finanzieller Schieflagen weiter viel investieren: „Man muss darüber nachdenken, wie man das zum Wohle aller vernünftiger gestalten kann.“ Für Hainer ist dabei eine Umsetzung des Financial Fairplay und bei Verstößen dagegen eine konsequente Sanktionierung wichtig. „Es wurde in den letzten Jahren allerdings auch durch Covid aufgeweicht und teilweise außer Kraft gesetzt“, sagte der 67-Jährige. Über neue Überlegungen werde gesprochen und nachgedacht: „Ich bin der festen Überzeugung, dass es kommen wird. Wie schnell, das kann ich nicht sagen. Da spielen ja unter anderem auch die europäischen Gesetzgebungen mit rein.“