21. Februar 2021 / 11:17 Uhr

Hertha-Boss Schmidt über die Preetz-Nachfolge, Fredi Bobic und das Projekt "Goldelse"

Hertha-Boss Schmidt über die Preetz-Nachfolge, Fredi Bobic und das Projekt "Goldelse"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Carsten Schmidt ist seit Dezember 2020 Vorsitzender der Geschäftsführung von Hertha BSC.
Carsten Schmidt ist seit Dezember 2020 Vorsitzender der Geschäftsführung von Hertha BSC. © IMAGO/Matthias Koch
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Der neue Hertha-Boss Carsten Schmidt erlebte seit seinem Amtsantritt im vergangenen Dezember turbulente Zeiten. Nun spricht er über den Plan der strauchelnden Berlin, die weiterhin offene Manager-Frage und den potenziellen Kandidaten Fredi Bobic.

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Vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) steht Hertha BSC zwar noch nicht vollends mit dem Rücken zur Wand, die Lage des Berliner Bundesligisten müsste nach Vorstellung der Verantwortlichen allerdings deutlich besser sein. Als Tabellen-15. trennt den Klub nur noch ein Platz vom Relegationsplatz, auch Trainer-Rückkehrer Pal Dardai konnte bisher keine sportliche Wende herbeiführen. Dabei sind die Berliner trotz der sportlichen Misere unverändert ambitioniert, wie Geschäftsführer Carsten Schmidt der Bild am Sonntag verriet.

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Der 57-Jährige ist seit Dezember 2020 für die Berliner verantwortlich und musste in dieser Funktion schon die Trennungen von Trainer Bruno Labbadia und Sportchef Michael Preetz quittieren. Mit Dardai ist bisher nur ein neuer Coach gefunden - wer Preetz-Nachfolger wird, steht noch nicht fest. "Der neue Geschäftsführer Sport und auch die Trainer werden ausreichend Gestaltungsmöglichkeiten erhalten, allerdings auf einer vom Verein fest verankerten Grundphilosophie", sagte Schmidt, der in diesem Zuge auf das "Projekt Goldelse" verwies - benannt nach der Goldenen Victoria auf der Berliner Siegessäule.

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Dies Projekt beinhalte einen internen Strategie-Prozess, so Schmidt. "Im Januar haben wir eine Ist-Analyse erarbeitet. Bis Juni werden unsere Strategie für die Jahre bis 2025 definiert und die sportlichen und unternehmerischen Ziele klar festgelegt sein." Darin werde "beispielsweise stehen, wie wir Fußball spielen wollen, welche Spielphilosophie wir haben", erläuterte der frühere Geschäftsführer des Pay-TV-Senders Sky. Unter anderem wünsche er sich eine engere Verbindung zwischen Fans und Team.

Wer dieses Team künftig zusammenstellt, wollte er jedoch noch nicht verraten. Der heißeste Kandidat ist Fredi Bobic. Der frühere Hertha-Stürmer besitzt nicht nur ein Haus in Berlin, sondern ist immer noch Mitglied seines früheren Vereins. Schmidt betonte, den Erfolgsmanager von Eintracht Frankfurt aus seiner Zeit bei Sky-Vorgänger Premiere zu kennen, sagte bezüglich eines Gesprächs der beiden am Rande der Partie zwischen Hertha und Frankfurt aber auch: "Es ging nur ums Spiel." Es mache sich über die Besetzung der Stelle jedoch keine Sorgen: "Hertha BSC ist bezüglich der Jobattraktivität eine der Top-Adressen des deutschen Fußballs." Berlin sei "eine unfassbar attraktive Stadt, hat eine großartige Hertha-Fanbase und durch unseren Investor haben wir eine wirtschaftliche Ausgangsposition, die wahrscheinlich 80 Prozent der Bundesligisten gerne hätten."