26. September 2021 / 21:41 Uhr

Hertha-Boss Fredi Bobic: "Es liegt an Pal Dardai selbst, wie lange er Trainer ist"

Hertha-Boss Fredi Bobic: "Es liegt an Pal Dardai selbst, wie lange er Trainer ist"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha-Boss Fredi Bobic erläutert seine Erwartungen an Trainer Pal Dardai.
Hertha-Boss Fredi Bobic erläutert seine Erwartungen an Trainer Pal Dardai. © IMAGO/Revierfoto/Zink (Montage)
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Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic spricht in einem "Kicker"-Interview über den umstrittenen Hertha-Trainer Pal Dardai und erläutert seine Erwartungen. Zudem äußert er sich zu den Sommer-Transfers und zum Umbau des Klubs.

Fredi Bobic hat bei Hertha BSC erneut eine klare Ansage an den seit Wochen umstrittenen Trainer Pal Dardai gemacht. "Ich habe es ihm persönlich gesagt, und ich sage es jetzt auch öffentlich: Es liegt an Pal Dardai selbst, wie lange er Trainer ist. Es liegt letztlich immer an der Arbeit, die jemand macht", sagte der Sport-Geschäftsführer in einem Kicker-Interview und wollte sich auf eine Debatte um den späten Abschluss der Kader-Zusammenstellung nicht einlassen: "Pal wurde von Beginn an in jedem Prozess mitgenommen. Und dass der Kader vorm 31. August nicht komplett war, ist in diesen Zeiten leider normal: Willkommen in der Corona-Pandemie und im Jahr 2021!"

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Dardai soll sich ein früheres Transfer-Finale bei den Berlinern und die Verpflichtung eines weiteren Flügelspielers gewünscht haben. Mit dem nun vorhandenen Personal legte der Ungar einen bestenfalls durchwachsenen Saisonstart hin. Zwar gab es Siege gegen die Aufsteiger VfL Bochum und SpVgg Greuther Fürth, aber eben auch vier zum Teil bittere Niederlagen. Neben dem 0:5 beim FC Bayern steht seit Samstag auch ein 0:6 bei RB Leipzig zu Buche. "Auf dem Platz ist jeder seinen Ansprüchen ganz weit hinterhergehinkt. Wir müssen uns bei unseren Fans für den Auftritt entschuldigen. So einen Auftritt möchte ich in der Form nicht mehr sehen", hatte Bobic unmittelbar nach der Packung gesagt.

Im Kicker-Interview bittet der Manager, der im Sommer von Eintracht Frankfurt in die Hauptstadt gewechselt war, um Geduld beim Umbau von Verein und Mannschaft. "Mein Auftrag ist es, Dinge zu verändern. Aber das braucht Zeit. Das war 2016 in Frankfurt nicht anders", erklärte der 49-jährige: "Es geht darum, eine neue Kultur zu schaffen, ein gewisses Selbstvertrauen zu entwickeln, Schärfe auch im Handeln, wie man Ziele erreichen möchte - und die Mitarbeiter zu begeistern, dafür an ihre Leistungsgrenzen zu gehen: jeder in seinem Bereich." Dies könne aber "nicht mit Fingerschnipsen" gelingen.