20. Dezember 2019 / 13:40 Uhr

Gerüchte um Granit Xhaka: Hertha BSC mauert - Michael Preetz will für Winter-Transfers "vorbereitet sein"

Gerüchte um Granit Xhaka: Hertha BSC mauert - Michael Preetz will für Winter-Transfers "vorbereitet sein"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha-Manager Michael Preetz will sich im etwaigen Transfer-Poker um Arsenal-Star Granit Xhaka nicht in die Karten schauen lassen
Hertha-Manager Michael Preetz will sich im etwaigen Transfer-Poker um Arsenal-Star Granit Xhaka nicht in die Karten schauen lassen © Getty Images/dpa/Montage
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Hertha BSC reagiert auf die Spekulationen um einen möglichen Transfer von Granit Xhaka nach Berlin schmallippig. Manager Michael Preetz gibt aber zumindest einen kleinen Einblick in die Personalplanungen für den Winter.

Hertha BSC hat auf Fragen nach zu möglichen Verpflichtung von Granit Xhaka zurückhaltend reagiert. "Wir werden keine Namen kommentieren, schon gar keine Namen von Spielern, die nicht Spieler bei Hertha BSC sind", meinte Geschäftsführer Michael Preetz am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach. Auf das Gerücht um den Schweizer Nationalspieler, der beim FC Arsenal unter Vertrag steht, ging der Manager also nicht konkret ein. Er sagte aber: "Es ist möglich, dass es im Winter sowohl auf der Abgangs- als auch auf der Zugangsseite zu Veränderungen kommt."

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Preetz betonte, dass Umbauten am Kader im Sommer grundsätzlich einfacher seien, ergänzte dann: "Manchmal ergeben sich aber auch im Winter Möglichkeiten. Dann wollen wir vorbereitet sein." Man diskutiere, "was schon für die Rückrunde, aber auch darüber hinaus einen Schub geben" könne. Am Freitagvormittag hatte die Bild berichtet, dass Xhaka kurz vor einem Wechsel vom zu den Berlinern stehe. Nach Angaben des Blattes würden die Londoner ihren Ex-Kapitän im Winter für eine Ablösesumme zwischen 20 und 30 Millionen Euro ziehen lassen. Auch eine Leihe mit anschließender Kaufoption sei möglich. Xhaka soll seine Arsenal-Kollegen sogar schon über den bevorstehenden Deal informiert haben.

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Trainer Jürgen Klinsmann, der Anfang November als Aufsichtsrat bei der Hertha eingestiegen war und vor rund drei Wochen das Traineramt vom entlassenen Ante Covic übernommen hatte, war in Sachen Transfers zuletzt bereits nach vorn geprescht. Als es um ein vermeintliches Interesse der Berliner an BVB-Profi Mario Götze ging, sagte er: "Ob dann über Mario spekuliert wird, oder über andere Champions-League-Spieler - das wird ganz normal sein. Das wird unsere Zukunft sein. Nach denen schauen wir uns ja auch um." Xhaka und Arsenal spielen in dieser Saison zwar nicht in der Königsklasse - das Format fürs höchste Niveau bringt der Mittelfeldspieler aber in jedem Fall mit.

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Arsenal zahlte für Xhaka 45 Millionen an Gladbach

Im Sommer 2017 hatten die Londoner für Xhakas Dienste satte 45 Millionen Euro an Borussia Mönchengladbach überwiesen. Dieser rechtfertigte die hohe Ablöse schnell, entwickelte sich zum Leistungsträger und wurde sogar Kapitän. Seit vergangenem Oktober ist die Beziehung zwischen dem heißblütigen Profi und seinem derzeitigen Klub allerdings schwer belastet. Auslöser: Xhaka war bei seiner Auswechselung im Premier-League-Spiel gegen Crystal Palace (2:2) mit einem gellenden Pfeifkonzert bedacht worden und hatte sich daraufhin mit den eigenen Fans angelegt.

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Arsenals inzwischen entlassener Trainer Unai Emery entzog ihm das Kapitänsamt. Auch seinen unumstrittenen Stammplatz bei den "Gunners" ist Xhaka seitdem los. Sein Vertrag in London läuft noch bis 2023. Für die Hertha wäre ein Transfer dieser Größenordnung übrigens tatsächlich zu stemmen. Seit Sommer unterstützt Investor Lars Windhorst den Hauptstadtklub mit Millionenbeträgen.