16. Februar 2020 / 23:16 Uhr

Bericht: Jürgen Klinsmann schlug bei Hertha BSC Transfers von Mesut Özil und Lukas Podolski vor

Bericht: Jürgen Klinsmann schlug bei Hertha BSC Transfers von Mesut Özil und Lukas Podolski vor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jürgen Klinsmann warf bei Hertha mögliche Verpflichtungen von Mesut Özil (l.) und Lukas Podolski in den Raum.
Jürgen Klinsmann warf bei Hertha mögliche Verpflichtungen von Mesut Özil (l.) und Lukas Podolski in den Raum. © Getty/imago images
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Hertha BSC kommt nach dem spektakulären Ende der kurzen Ära Jürgen Klinsmann wieder zur Ruhe - und arbeitet den Schaden des Rücktritts auf. Laut "Kicker" hatte der Ex-Bundestrainer, der sich mehr Kompetenzen gewünscht hatte, vor allem auf dem Transfermarkt ganz eigene Ideen.

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Rund eine Woche nach dem explosiven Abschied von Jürgen Klinsmann kommt Hertha BSC langsam wieder zur Ruhe. Das Krisenmanagement von Sportchef Michael Preetz und Investor Lars Windhorst ist offenbar aufgegangen, unter Klinsmanns Nachfolger Alexander Nouri konnte der ambitionierte Hauptstadtklub beim SC Paderborn einen im Abstiegskampf wichtigen Sieg einfahren. Vollends aufgearbeitet ist die kurze und spektakuläre Ära des Ex-Bundestrainers aber noch nicht.

Insbesondere die Transfer-Offensive der Berliner, die im Januar unter Klinsmann mit 77 Millionen Euro so viel Geld ausgaben wie kein anderer Verein auf der Welt, wirkt bei Hertha noch nach. Der 55-Jährige hatte sich bei seinem Abschied explizit darüber geärgert, nicht die volle Kompetenz bei Spieler-Verpflichtungen erhalten zu haben. Erst nach seinem Aus wird nun deutlich, was Klinsmann offenbar personell vor hatte. Laut Kicker soll der Welt- und Europameister intern unter anderem die Verpflichtungen der Ex-Nationalspieler Mesut Özil und Lukas Podolski angeregt haben.

Vom Hoffnungsträger zum Unruhestifter: Die Chaos-Chronologie von Klinsmann bei Hertha BSC

Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! Zur Galerie
Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der SPORTBUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! ©
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Gehalt nicht finanzierbar? Klinsmann wollte Emre Can zu Hertha lotsen

Stattdessen kauften die Berliner Stürmerstar Krzysztof Piatek von AC Mailand für 22 Millionen Euro, Leipzigs Offensivtalent Matheus Cunha für 18 Millionen Euro sowie Lucas Tousart, der im Sommer für bis zu 27 Millionen Euro von Olympique Lyon ins Olympiastadion wechselt. Klinsmann brachte laut Kicker nicht nur Özil (der bei Arsenal den teuersten Vertrag der Vereinsgeschichte hält) und Podolski, der im Winter von Japan-Klub Vissel Kobe zu Antalyaspor wechselte, ins Spiel, sondern auch seinen Sohn Jonathan, der Hertha im Sommer nach St. Gallen verlassen hatte, sowie Emre Can, der von Juventus Turin an Borussia Dortmund abgegeben wurde - und für Hertha in puncto Gehalt ebenso wie Özil wohl kategorisch nicht finanzierbar gewesen wäre.

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Klinsmann hatte am vergangenen Dienstag nach einer 1:3-Niederlage gegen Mainz 05 ohne jegliche Vorwarnung überraschend seinen Trainer-Rücktritt via Facebook erklärt – und den Klub um Geschäftsführer Michael Preetz und Investor Lars Windhorst geschockt: "Das kann man als Jugendlicher vielleicht machen, aber im Geschäftsleben, wo man ernsthafte Vereinbarungen hat, sollte man das nicht machen", kritisierte Windhorst.

Nach dem Klinsmann-Rücktritt: Die möglichen Trainer-Kandidaten bei Hertha BSC

Bruno Labbadia und Roger Schmidt werden als mögliche Nachfolger von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC gehandelt.  Zur Galerie
Bruno Labbadia und Roger Schmidt werden als mögliche Nachfolger von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC gehandelt.  ©

Der Ex-Bundestrainer begründete seinen Rücktritt mit dem Wunsch nach mehr Kompetenzen, den ihm der Klub verwehrt hatte. "Da haben wir uns aufgerieben in vielen, vielen Nebenkriegsschauplätzen." Ihm sei "unglaublich aufgestoßen", dass ein Manager wie Michael Preetz - der ihn zuvor noch im SPORTBUZZER-Interview in höchsten Tönen gelobt hatte - auf der Bank sitze und seine Kommentare abgebe.

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