12. Oktober 2021 / 16:07 Uhr

Bestätigt: Hertha BSC und Klubchef Carsten Schmidt gehen nach nur knapp einem Jahr getrennte Wege

Bestätigt: Hertha BSC und Klubchef Carsten Schmidt gehen nach nur knapp einem Jahr getrennte Wege

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Geschäftsführer Carsten Schmidt verlässt Hertha BSC nach nur knapp einjähriger Amtszeit.
Geschäftsführer Carsten Schmidt verlässt Hertha BSC nach nur knapp einjähriger Amtszeit. © IMAGO/Contrast
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Carsten Schmidt verlässt Hertha BSC nach nur knapp einem Jahr. Dies bestätigten die Berliner am Dienstag. Der Vorsitzende der Geschäftsführung hatte den Job erst am 1. Dezember 2020 übernommen.

Hertha BSC und Geschäftsführer Carsten Schmidt gehen mit sofortiger Wirkung getrennte Wege. Wie die Berliner am Dienstag mitteilten, verlässt der Klubchef den Verein auf eigenen Wunsch, "die Gründe für die Amtsniederlegung von Carsten Schmidt liegen im privaten Bereich", hieß es in der Mitteilung. Schmidt hatte von 2015 bis 2019 den Pay-TV-Sender Sky geführt. Seinen Job bei der Hertha hatte er erst am 1. Dezember des vergangenen Jahres angetreten. Schmidt sollte den Verein aus der Hauptstadt mit frischen Konzepten und den millionenschweren Investitionen von Lars Windhorst zunächst in die deutsche und dann auch in die europäische Spitze führen. "Die Aufgabenbereiche von Carsten Schmidt werden von den beiden Geschäftsführern Fredi Bobic und Ingo Schiller übernommen", teilte Hertha mit.

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„Mit Bedauern haben wir dem Wunsch von Herrn Schmidt, seinen Dienstvertrag aufgrund von ausschließlich privaten Gründen umgehend aufzulösen, entgegengenommen. Nach vertrauensvollen Gesprächen haben wir seiner Bitte schweren Herzens entsprochen. Wir bedanken uns bei Carsten Schmidt ausdrücklich für die wertvolle Arbeit für Hertha BSC und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft“, sagte Präsident Werner Gegenbauer in der Mitteilung.

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In der Mannschaft von Hertha BSC haben sechs Spieler an Wert verloren. Zur Galerie
In der Mannschaft von Hertha BSC haben sechs Spieler an Wert verloren. ©

Carsten Schmidt erklärte: „Ich danke dem Präsidium und Aufsichtsrat von Hertha BSC, dass meinem Wunsch zur Vertragsauflösung einvernehmlich und kurzfristig nachgekommen wurde. Es sind ausschließlich unauflösbare private Gründe aufgrund von Krankheit in meinem direkten familiären Umfeld, die mich zu diesem Schritt veranlassten. Die Arbeit für Hertha BSC hat mir zu jeder Zeit große Freude bereitet. Insbesondere Werner Gegenbauer danke ich für die zu jeder Zeit vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ebenso möchte ich meinen Kollegen in der Geschäftsführung danken und wünsche dem Verein, seinen Mitarbeitenden, Mitgliedern, Fans, und Partnern nur das Beste für die Zukunft. Ich werde als Mitglied dem Club auf immer eng verbunden bleiben.“

Gerade nach dem Aus des langjährigen Managers Michael Preetz im Januar 2021 hatte Schmidt bei der Hertha als Hoffnungsträger gegolten. Zur laufenden Saison trat zudem Fredi Bobic als Sport-Geschäftsführer seinen Dienst an, den die Berliner vom Liga-Konkurrenten Eintracht Frankfurt verpflichtet hatten. Trotz dieser personellen Veränderungen und des Windhorst-Invests blieben die angestrebten Duftmarken auf dem Transfermarkt und dem Spielfeld bislang aus.

Unter dem immer wieder umstrittenen Trainer Pal Dardai, der in der vergangenen Saison nach der Trennung von Bruno Labbadia wieder das Amt des Cheftrainers übernommen hatte, läuft man den eigenen Ambitionen weit hinterher. Nach sieben Bundesliga-Spieltagen stehen fünf Niederlagen lediglich zwei Siege gegenüber. Damit belegt die "Alte Dame" den 14. Platz.