09. April 2020 / 16:35 Uhr

Bericht: Hertha BSC sagte Top-Kandidat Kovac nach Gesprächen ab – Labbadia übernimmt

Bericht: Hertha BSC sagte Top-Kandidat Kovac nach Gesprächen ab – Labbadia übernimmt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha BSC fragte laut Bild wiederholt bei Top-Kandidat Niko Kovac an, erhielt aber keine Zusage. Nun wird Bruno Labbadia neuer Trainer der Berliner.
Hertha BSC fragte laut "Bild" wiederholt bei Top-Kandidat Niko Kovac an, erhielt aber keine Zusage. Nun wird Bruno Labbadia neuer Trainer der Berliner. © Getty
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Mehrfach fühlte Hertha-Boss Michael Preetz Medienberichten zufolge bei Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac vor, ob er sich eine Rückkehr ins Olympiastadion vorstellen könnte. Am Ende fehlte wohl ein klares Bekenntnis - weshalb Bruno Labbadia nun neuer Hertha-Coach wird.

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Niko Kovac und Hertha BSC - eigentlich schien da vieles zu passen. Der frühere Trainer des FC Bayern galt an der Spree lange als Top-Kandidat auf den Trainerjob. Der gebürtige Berliner, der in seiner Karriere selbst lange für die "Alte Dame" spielte, schien wie gemacht für die Aufgabe, Hertha als Bewerber um die Europapokal-Plätze zu etablieren. Doch daraus wird nichts: wie die Hertha am Donnerstag offiziell bekannt gab, übernimmt stattdessen Bruno Labbadia den Hauptstadtklub.

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Dabei schien der ehemalige Wolfsburg-Trainer Medienberichten zufolge nicht die allererste Wahl gewesen zu sein. Doch Wunschkandidat Kovac war nicht zu einem Wechsel ins Olympiastadion zu bewegen. Wie die Bild meldet, ließ Herthas Sport-Geschäftsführer Michael Preetz dabei wenig unversucht. Einem Bericht zufolge soll Kovac allein in dieser Saison mehrfach kontaktiert worden sein - zuletzt in der Corona-Krise. Die Position des Kroaten, der im Herbst seinen Vertrag beim FC Bayern aufgelöst hatte, war jedoch klar: er würde in dieser Saison nicht zur Verfügung stehen.

Zuvor hatten die Berliner es bereits nach der Entlassung von Ante Covic (Kovac lehnte mit Verweis auf seine Freundschaft zu Covic ab) und dem spektakulären Rücktritt von Jürgen Klinsmann probiert. Beim dritten Versuch soll es sogar zu einem Treffen von Kovac und Preetz gekommen sein. Dabei habe der kroatische Trainer nicht nur für die laufende Saison abgesagt, sondern sogar in Zweifel gezogen, ob er die Herthaner überhaupt übernehmen würde. Der Kroate würde gern in der Premier League trainieren, wo er unter anderem bei Everton und Arsenal im Gespräch war. Dazu sollen auch die Gehaltsvorstellungen des 48-Jährigen für die Berliner zu hoch gewesen sein. Preetz sagte ihm schließlich ab.

Kovac kommt nicht: Labbadia soll von Nouri übernehmen

Also trat man in Verhandlungen mit Labbadia ein, der mit einem kolportierten Jahresgehalt von rund drei Millionen Euro eine kostengünstigere Variante ist. Der Ex-Wolfsburger kann auch sofort einspringen und der vierte Hertha-Trainer der laufenden Saison werden. In den Re-Start der Bundesliga wollte man offenbar nicht mit Alexander Nouri gehen, der nach dem Rücktritt von Jürgen Klinsmann eingesprungen war, aber nicht über die Saison hinaus bleiben sollte.

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Preetz gilt als Fan Labbadias, für den die Hertha bereits die achte Station im deutschen Profifußball ist - nach Darmstadt 98 (2003-2006), Greuther Fürth (2007/08), Bayer Leverkusen (2008/09), dem Hamburger SV (zwei Mal, 2009/10 und 2015/16), dem VfB Stuttgart (2010-13) sowie dem VfL Wolfsburg, den er 2019 in die Europa League führte.