16. Februar 2022 / 12:48 Uhr

Hertha BSC über Kritik von Millionen-Investor Lars Windhorst verwundert: Nie "in dieser Form geäußert"

Hertha BSC über Kritik von Millionen-Investor Lars Windhorst verwundert: Nie "in dieser Form geäußert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lars Windhorst hat zu harscher Kritik gegen die Hertha-Führung ausgeholt.
Lars Windhorst hat zu harscher Kritik gegen die Hertha-Führung ausgeholt. © IMAGO/Matthias Koch/Bernd König (Montage)
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Hertha BSC hat auf den kritischen Vorstoß von Millionen-Investor Lars Windhorst mit Verwunderung reagiert. Zudem kündigte der Hauptstadt-Klub an, das Gespräch mit dem Geldgeber suchen zu wollen. Dieser hatte zuvor die getätigten Investitionen bei den Berlinern als Fehler bezeichnet.

Nach der scharfen Kritik von Millionen-Investor Lars Windhorst an der Klub-Führung von Hertha BSC hat der Berliner Bundesligist sich verwundert gezeigt. "Herr Windhorst hat sich bisher weder in entsprechenden Sitzungen des Vereins noch gegenüber Personen im Verein in dieser Form geäußert", erklärte der Hauptstadt-Klub auf dpa-Nachfrage. "Alle Entscheidungen wurden seit seinem Einstieg bei Hertha BSC einstimmig im Beirat beschlossen." Die Hertha kündigte nun an, das Gespräch mit dem Geldgeber suchen zu wollen. "Wir werden ihn dazu befragen", hieß es weiter.

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Windhorst hatte sich zuvor mit bisher nicht gekannter Schärfe kritisch gegenüber den Berliner Verantwortlichen geäußert. "Ich habe darauf gesetzt, dass bei Hertha rational und in die Zukunft denkende Leute das Sagen haben, die auch nachhaltig den Erfolg wollen", sagte der Unternehmer dem Wirtschaftsmagazin Capital. Mittlerweile sei aber deutlich geworden, dass es einigen handelnden Personen beim Berliner Bundesligisten um "Machterhalt und Klüngelei" gehe, betonte der 45-Jährige, ohne konkrete Namen zu nennen.

Seine Zahlungen von insgesamt 375 Millionen Euro seit 2019 hatte Windhorst zudem mittlerweile als Fehler abgetan. "Ehrlich gesagt, aus heutiger Sicht ja, leider. Bislang hat mir das Investment bei Hertha abgesehen von positiven Erfahrungen mit vielen Mitgliedern nur Nachteile gebracht", sagte er. An einen Rückzug denke er aber nicht, beteuerte Windhorst erneut: "Ich lasse mir von niemandem dort 375 Mio. Euro verbrennen und werde darum niemals aufgeben", sagte Windhorst.

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Windhorst hat über seine Tennor Group seit Sommer 2019 rund 375 Millionen Euro in den Hauptstadtklub investiert und hält im Gegenzug 66,6 Prozent der Anteile an der Hertha GmbH & Co. KGaA. Sportlich stehen die Berliner seit dem Einstieg Windhorsts schlechter da als zuvor. Aktuell steckt die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut mit einem Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang wie im Vorjahr im Abstiegskampf der Bundesliga.