29. September 2019 / 15:46 Uhr

Hertha-Investor will bei Bedarf auch mehr als 225 Millionen Euro investieren

Hertha-Investor will bei Bedarf auch mehr als 225 Millionen Euro investieren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Investor Lars Windhorst investiert über 100 Millionen Euro in Bundesliga-Klub Hertha BSC.
Lars Windhorst stieg im Sommer als Investor bei Hertha BSC ein. © imago images/dpa/Montage
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Unternehmer Lars Windhorst will die Berliner zu einem Dauertgast in der Champions League machen - eine Deadline setzt er sich dafür nicht.

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Investor Lars Windhorst will mit seinen Millionen Hertha BSC zu einem deutschen und europäischen Spitzenclub machen, der „nicht nur einmal, sondern regelmäßig in Europa mitspielt“. Und zwar in der Champions League. Dafür will er wenn nötig mehr als die bisher 225 Millionen Euro investieren. „Wir haben uns dafür keine Beschränkungen auferlegt. Bei Bedarf werden wir auch darüber nachdenken, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen, um unser Ziele zu erreichen“, sagte Windhorst im Interview der „Bild am Sonntag“. Bisher hat Windhorst mit seiner Firma Tennor Holding für 125 Millionen Euro 37,5 Prozent der Anteile an der Hertha BSC KGaA erworben. Weitere 100 Millionen sollen zeitnah, „also in den nächsten vier bis sechs Wochen“ fließen. Dann würde Tennor 49,9 Prozent der Hertha-Aktien halten.

Keine Deadline für Investment

Eine Deadline für seine Ziele mit dem Berliner Fußball-Bundesligisten gebe es nicht. Wie lange es dauert und wieviel es kostet, Hertha in die Spitzengruppe der deutschen Clubs zu führen, „kann heute keiner sagen“, bemerkte Windhorst. Der Unternehmer, der schon mit 19 Jahren als jüngstes Mitglied einer Wirtschaftsdelegation den damaligen Kanzler Helmut Kohl auf einer Südostasienreise begleitet hatte, ist vom finanziellen Erfolg seiner Investition dennoch überzeugt.

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Das sind die Werte der Profis von Hertha BSC in FIFA 20. Zur Galerie
Das sind die Werte der Profis von Hertha BSC in FIFA 20. ©

„Das ist keine verrückte Idee von mir, sondern es steht eine bestechende wirtschaftliche Logik dahinter, die sich auf Dauer erheblich auszahlen wird“, sagte Windhorst: „Selbst wenn es nicht nur 225 Millionen, sondern viele hundert Millionen Euro kosten würde, hätten wir am Ende trotz des erheblichen Mehreinsatzes einen Wert geschaffen, der im Milliardenbereich liegt.“ Während mit der ersten Tranche von Windhorst bei Hertha auch noch Verbindlichkeiten abgelöst wurden, soll die zweite mehr zur Verstärkung des Profikaders genutzt werden.

Umsatzsteigerung ein Muss

Die derzeitigen 150 Millionen Umsatz pro Saison müssten relativ schnell gesteigert werden, um den Abstand zu den Branchenführern zu verkürzen, hatte Herthas Finanzgeschäftsführer Ingo Schiller kürzlich erklärt: „Wir haben uns schneller entwickelt als der Markt. Wir sind mit 20 Prozent im Jahr gewachsen, der Markt mit ungefähr zehn Prozent. Aber natürlich: Wir sind dem Wachstum sozusagen verpflichtet. Das ist unser Weg. Sonst hätte doch auch die wirtschaftliche Partnerschaft gar keinen Sinn gemacht.“

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Die insgesamt 225 Millionen, die Windhorst nach eigenen Angaben „aus dem Kassenbestand der Tennor Holding“ nimmt, die ihm über eine Stiftung gehört, sind nicht für den von Hertha angestrebten Neubau einer privat finanzierten, reinen Fußball-Arena vorgesehen. Aber auch bei diesen Plänen könnte Windhorst dabei sein: „Dafür müsste es zu einem Zeitpunkt, an dem diese Pläne konkret werden, neue Gespräche über eine mögliche Finanzierung geben.“

Investment bei Union passt nicht

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Für einen Big-City-Club in Berlin, seit dieser Saison mit einem zweiten Club in der Bundesliga vertreten, kam für Windhorst nur ein Engagement bei Hertha infrage. „Ich kenne Union zu wenig, um das komplett beurteilen zu können“, sagte Windhorst zu Hertha-Kontrahent 1. FC Union: „Ich bin mir nicht sicher, ob ein Investor, wie wir es sind, zum jetzigen Zeitpunkt zu Union passen würde. Kontakt gab es zudem nur zu Hertha.“