26. Februar 2020 / 13:21 Uhr

Hertha BSC behält sich nach geleaktem Klinsmann-Protokoll rechtliche Schritte vor - Preetz: "Perfide und ungehörig"

Hertha BSC behält sich nach geleaktem Klinsmann-Protokoll rechtliche Schritte vor - Preetz: "Perfide und ungehörig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz will sich rechtliche Schritte gegen das geleakte Klinsmann-Protokoll vorbehalten.
Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz will sich rechtliche Schritte gegen das geleakte Klinsmann-Protokoll vorbehalten. © dpa/imago images/Matthias Koch
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Jetzt reagiert Hertha BSC: Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf hat sich Geschäftsführer Michael Preetz über das via "Sport Bild" geleakte Klinsmann-Protokoll geäußert. Der Verein will sich rechtliche Schritte vorbehalten.

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Hertha-BSC-Geschäftsführer Michael Preetz hat die Angriffe von Ex-Trainer Jürgen Klinsmann in einem am Mittwoch von der Sport Bild geleakten Protokoll "aufs Schärfste" zurückgewiesen: "Sie sind perfide und ungehörig", sagte der Berliner-Verantwortliche auf der Pressekonferenz des Bundesligisten vor dem Freitagsspiel gegen Fortuna Düsseldorf (21 Uhr, DAZN). "Wir behalten uns rechtliche Schritte vor", kündigte Preetz zudem an.

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Das Papier soll für Klinsmann und einen Partner verfasst worden sein. In dem Protokoll steht unter anderem über die Hertha: "Der Klub hat keine Leistungskultur, nur Besitzstandsdenken und es fehlt jegliches Charisma in der Geschäftsleitung." Die Rede ist zudem von einer "Lügenkultur" und "jahrelangen katastrophalen Versäumnissen" von Manager Preetz.

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Preetz über Klinsmann-Angriff: "Ich halte das aus"

Preetz wolle nicht einordnen, ob es ein Putschversuch gewesen sei. "Dann hat es in jedem Fall nicht funktioniert", betonte der ehemalige Profi. "Es ist in der Tat so, dass man in diesen Tagen den Eindruck gewinnen kann, dass wir bei Hertha BSC nicht wirklich zur Ruhe kommen in dieser wichtigen sportlichen Phase dieser Saison", sagte Preetz. Die Vorwürfe habe man im Verein mit großer Betroffenheit zur Kenntnis genommen. "Es wurde ja im Prinzip auch keiner von seiner Kritik ausgenommen.“ Preetz, der in dem Papier besonders häufig stark kritisiert wurde, versicherte: "Ich halte das aus, ich bin stabil."

Aus Klinsmanns Umfeld hieß es, dass es sich um ein internes Papier als Bestandsaufnahme und Analyse handele. Dies sei geleakt worden. Der frühere Bundestrainer war am 11. Februar nach nur elf Wochen im Amt als Hertha-Chefcoach zurückgetreten. Trainer Alexander Nouri, der unter Klinsmann als Assistent geholt worden war und nach dessen Rücktritt zum Cheftrainer aufstieg, betonte, dass er von dem Papier nichts gewusst habe.

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Hertha BSC in sportlicher Krise

Hertha steckt aktuell auch in einer sportlichen Krise. Nach der 0:5-Niederlage gegen den 1. FC Köln am vergangenen Wochenende stehen die Berliner in Düsseldorf unter Druck. Die Fortuna ist ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt. Der Abstand der Hertha zum Relegationsplatz beträgt sechs Punkte: "Wir wollen versuchen, den Spagat hinzukreigen zum wichtigen Spiel am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf", kündigte Preetz an.