15. Februar 2020 / 18:54 Uhr

Niko Kovac vor Trainer-Job bei Hertha BSC? Das sagt Michael Preetz über die Klinsmann-Nachfolge

Niko Kovac vor Trainer-Job bei Hertha BSC? Das sagt Michael Preetz über die Klinsmann-Nachfolge

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wird Niko Kovac neuer Trainer von Hertha BSC? Berlins Geschäftsführer Michael Preetz hat sich geäußert.
Wird Niko Kovac neuer Trainer von Hertha BSC? Berlins Geschäftsführer Michael Preetz hat sich geäußert. © Getty
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Der Name Niko Kovac fällt spätestens seit dem Rücktritt von Jürgen Klinsmann wieder häufiger in Verbindung mit dem Trainer-Job bei Hertha BSC. Sportchef Michael Preetz hat nun zu den Kovac-Gerüchten Stellung genommen.

Nach dem überraschenden Aus von Jürgen Klinsmann sucht Hertha BSC einen neuen Trainer für die kommende Saison. Während zunächst Klinsmanns bisheriger Co-Trainer Alexander Nouri für die Berliner verantwortlich ist, muss sich Sportchef Michael Preetz Gedanken über die langfristige Zukunft machen. Wer soll die Hertha künftig coachen? Ein Name, der immer wieder genannt wird: Niko Kovac.

Vor dem Spiel gegen Paderborn, das die Berliner mit 2:1 für sich entscheiden konnten, sprach Preetz über die Gerüchte um den früheren Cheftrainer des FC Bayern München, der nach der Trennung vom Rekordmeister im November ohne Anstellung ist - und wohl frühestens im Sommer zur Verfügung stehen würde. "Jeder weiß, dass Niko jemand ist, der in Berlin geboren ist und der für Hertha BSC gespielt hat", sagte Preetz bei Sky und schloss ein Engagement des Kroaten im Olympiastadion nicht aus.

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Bruno Labbadia und Roger Schmidt werden als mögliche Nachfolger von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC gehandelt.  Zur Galerie
Bruno Labbadia und Roger Schmidt werden als mögliche Nachfolger von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC gehandelt.  ©

Preetz: Kovac hat "sicher viele Angebote, national und international"

Kovac habe "in den letzten dreieinhalb Jahren einen tollen Job in der Bundesliga gemacht, zunächst bei Eintracht Frankfurt und dann bei Bayern München", betonte der Sport-Geschäftsführer, der früher selbst für die Berliner spielte. Allerdings sei man im Poker um den Trainer keineswegs Favorit. Preetz: "Jeder weiß aber auch, dass Niko ein sehr erfolgreicher Trainer beim deutschen Rekordmeister war, bis zum Sommer nicht mehr arbeiten möchte, und damit sicher viele Angebote, national und international, auf den Tisch bekommen wird." Ein Berliner Interesse an Kovac deutet Preetz aber mindestens an.

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Eine mögliche Aussprache mit Ex-Trainer und -Aufsichtsrat Jürgen Klinsmann schloss Preetz dagegen aus. "Die Tür unmittelbar zu Hertha BSC zurück ist zu. Dass wir irgendwann, wenn einmal Gras über die Sache gewachsen ist, möglicherweise nochmal sprechen, das möchte ich nicht ausschließen", betonte der Geschäftsführer, der im vorigen Monat Klinsmann in einem SPORTBUZZER-Interview noch explizit gelobt hatte: "Der Trainer ist der wichtigste Angestellte im Verein. Wenn er dann noch Jürgen Klinsmann heißt, mit dieser überragenden Persönlichkeit und Strahlkraft, dann wäre es nicht klug, wenn wir das nicht nutzen würden. Es ist explizit so gewollt und das tut Hertha BSC gut." Anschließend distanzierte Preetz sich allerdings deutlich von Klinsmann - und wurde inmitten der Hertha-Krise so durchaus zu einem Gewinner.

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Nicht einmal einen Monat später ist Klinsmann schon wieder Geschichte. Der Trainer hatte sich explizit auch über Kompetenzgerangel mit dem Sportvorstand beklagt und diesen Umstand als Grund für seinen Rücktritt genannt. Preetz: "Wir haben uns für einen Weg entschieden, vor einigen Monaten mit unserem Investor, und es war wichtig zu dokumentieren, dass uns auch dieser Rückschlag, und der war es ohne Frage, nicht von diesem Weg abbringt."