25. Januar 2021 / 14:56 Uhr

Hertha BSC bestätigt: Pal Dardai kehrt als Coach zurück - "Zecke" Neuendorf wird Co-Trainer

Hertha BSC bestätigt: Pal Dardai kehrt als Coach zurück - "Zecke" Neuendorf wird Co-Trainer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Pal Dardai wechselt bei Hertha BSC zusammen mit Andreas Zecke Neuendorf in den Profi-Bereich.
Pal Dardai wechselt bei Hertha BSC zusammen mit Andreas "Zecke" Neuendorf in den Profi-Bereich. © Getty Images/imago images/Steffen Beyer/Montage
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Die nächste Entscheidung nach dem Hertha-Beben ist gefallen. Nach dem Aus von Coach Bruno Labbadia beim Berliner Bundesligisten kehren zwei alte Bekannte auf die Trainer-Bank zurück: Pal Dardai und Andreas "Zecke" Neuendorf. Das gab Hertha BSC am Montag bekannt.

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Trainer Bruno Labbadia und Dauer-Manager Michael Preetz sind an den Big-City-Ansprüchen bei Hertha BSC krachend gescheitert. Statt Königsklassen-Glamour herrscht in Berlin schon wieder Abstiegskampf. Jetzt sollen zwei Ex-Profis den Klub retten. Wie der Berliner Bundesligist am Montag bekanntgab, übernimmt Pal Dardai den Trainer-Posten. Andreas "Zecke" Neuendorf assentiert ihm künftig als Co-Trainer, genau wie Admir Hamzagic. Dardai unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2022.

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„Das war sicher nicht mein Plan, dass ich nun wieder von der U16 auf die Trainerposition bei den Profis wechseln werde. Ich brauche aber auch niemandem zu erklären, was Hertha BSC für mich bedeutet, daher war es gar keine Frage für mich, dass ich in dieser Situation aushelfe. Ich freue mich auf diese Aufgabe und die Zusammenarbeit mit der Mannschaft", sagte Dardai.

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Hertha-Geschäftsführer Carsten Schmidt: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Pal Dardai den Trainer für uns gewinnen konnten, der bereits nachgewiesen hat, dass er eine Mannschaft in einer für Hertha BSC herausfordernden Situation führen und stabilisieren kann, als eingefleischter Herthaner hier jeden kennt und keine Eingewöhnungszeit braucht. Pal lebt Hertha BSC und wir sind absolut überzeugt davon, dass er mit seiner klaren Art der Mannschaft den nötigen neuen Impuls geben wird.“

Mit Dardai und "Zecke" Neuendorf setzen die Berliner auf zwei ehemalige Hertha-Profis. Rekordspieler Dardai trainierte bisher die U16 des Hauptstadt-Klubs, Neuendorf die U23. Der bei den Fans beliebte Dardai hatte zuvor eine Auszeit genommen. Sein Sohn Marton steht im Profikader der Hertha, ist aber derzeit verletzt. Preetz hatte 2019 den Vertrag von Dardai nicht verlängert, um einen Aufbruch zu attraktiverem Fußball zu proklamieren. Dieses Unterfangen endete im sportlichen Desaster. Jetzt soll Dardai wieder für Erfolge in der Hauptstadt sorgen.


In einer Krisensitzung wurde am Sonntag bei der Hertha zunächst die nach dem nächsten sportlichen Tiefschlag durch das 1:4 gegen Werder Bremen allseits erwartete Entscheidung mit der Trennung von Labbadia und Preetz fixiert. Labbadia konnte von Klub-Boss Carsten Schmidt beurlaubt werden. Doch auch bei der vom Präsidium vollzogenen Preetz-Trennung wurde seine Einschätzung befolgt, machte Schmidt seinen großen Einfluss deutlich. Labbadia und Preetz haben noch Verträge bis zum Sommer 2022 bei der Hertha und bekamen von Präsident Werner Gegenbauer und Schmidt nach der Talfahrt nur noch ein paar freundliche Worte mit auf den Weg.

Rangnick wies Spekulationen zurück

Als möglicher Nachfolger für Labbadia - und womöglich zudem Preetz - wurde auch Ralf Rangnick gehandelt. Der ehemalige Macher von RB Leipzig ist derzeit vereinslos. Der 62-Jährige hatte sich am Sonntag nicht an den Spekulationen beteiligen wollen. "Es gibt keinerlei Kontakt, ich kann dazu gar nichts sagen", erklärte der frühere RB-Boss. "Das sind alles Hypothesen."