14. Februar 2020 / 12:13 Uhr

Nouri über Klinsmann-Abgang bei Hertha: "Von der Endgültigkeit seiner Entscheidung überrascht"

Nouri über Klinsmann-Abgang bei Hertha: "Von der Endgültigkeit seiner Entscheidung überrascht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Nouri coacht Hertha BSC als Interimstrainer.
Alexander Nouri coacht Hertha BSC als Interimstrainer. © Andreas Gora/dpa
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Herthas neuer Trainer Alexander Nouri wurde vom Abgang von Jürgen Klinsmann ebenfalls überrumpelt. Kontakt habe er aktuell nicht mit seinem Ex-Chef – doch für die Zukunft schließt er das nicht aus. Investor Lars Windhorst sprach am Donnerstag noch mit der Mannschaft.

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Drei Tage nach dem Hau-Ruck-Rücktritt von Jürgen Klinsmann sprach der neue Hertha-Trainer Alexander Nouri erstmals über die Vorgänge in der turbulenten Woche. Auch Nouri, der von Klinsmann ins Trainerteam des Berliner Bundesligisten geholt worden war, wurde vom Schritt des Ex-Bundestrainers überrumpelt. "Grundsätzlich hat mich die Endgültigkeit seiner Entscheidung auch überrascht. Ich hatte nur kurz die Gelegenheit, mich mit ihm auszutauschen", berichtete Nouri über die Vorgänge am Dienstagmorgen, für die Klinsmann viel Kritik erntete.

Nouri: "Vertragspflichten erfüllen"

Für Nouri stand allerdings sofort fest, dass er weiter für Hertha arbeiten werde. "Für uns war klar, dass wir auch unsere Vertragspflichten erfüllen wollen. Wir haben eine Verantwortung gegenüber dem Verein und wir wollen dieser Verantwortung als Team gerecht werden", sagte der 40-Jährige auf der Spieltags-Pressekonferenz am Freitagmittag vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr) beim Tabellenletzten SC Paderborn.

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Mit Klinsmann gebrochen hat Nouri dagegen keineswegs. "Klar wird es Kontakt geben, warum nicht. Nach den letzten Tagen braucht er sicher erst einmal Zeit, die Dinge zu ordnen, von daher hatten wir jetzt keinen Kontakt. Aber warum sollten es in Zukunft keinen Kontakt geben. Wir sind alles Menschen und wir haben gut als Team zusammen gearbeitet", meinte der Ex-Bremen-Trainer.

Preetz: "Trainerteam ist voll handlungsfähig"

Michael Preetz sprach Nouri noch einmal das Vertrauen aus. "In dieser Konstellation, in der wir seit November zusammen gearbeitet haben, bleiben wir - bis auf eine Ausnahme, zusammen. Das Trainerteam ist voll handlungsfähig. Wir haben erfahrene Leute dabei auf allen Ebenen", meinte Preetz und schloss damit Co-Trainer Markus Feldhoff und Fitness-Trainer Werner Leuthard mit ein. Auch eine Weiterbeschäftigung des zunächst wohl als Übergangslösung eingeplanten Nouri schloss Preetz nicht aus. „Es ist genauso eine Chance, an die erste Stelle zu treten und mit uns gemeinsam in die Aufgaben zu gehen.“

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Nach der denkwürdigen Pressekonferenz am Donnerstag, bei der Investor Lars Windhorst und Präsident Werner Gegenbauer gemeinsam mit Preetz den Abgang von Klinsmann scharf kritisiert hatten, sprach Windhorst in der Kabine mit den Spielern. „Ich glaube, dass es wichtig war, am gestrigen Tag zu zeigen, dass Verein und Investor zusammenstehen, dass wir Ziele haben, die nicht auf Wochen oder Monate ausgerichtet sind, sondern auf die nächsten Jahre. Und dass wir, auch wenn unverhergesehene Sachen passieren, nicht von unserem Weg abkommen. Das ist eine Botschaft, die wir gemeinsam auch an die Mannschaft gesendet haben“, sagte Preetz.