25. März 2020 / 13:28 Uhr

Kommentar: Nachtreten von Hertha-Boss Michael Preetz gegen Ex-Trainer Jürgen Klinsmann ist mieser Stil

Kommentar: Nachtreten von Hertha-Boss Michael Preetz gegen Ex-Trainer Jürgen Klinsmann ist mieser Stil

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha-Manager Michael Preetz (links) schickt nach dem Rücktritt von Ex-Trainer Jürgen Klinsmann weiter verbale Giftpfeile in dessen Richtung.
Hertha-Manager Michael Preetz (links) schickt nach dem Rücktritt von Ex-Trainer Jürgen Klinsmann weiter verbale Giftpfeile in dessen Richtung. © Imago Images/Kircher Media/Bernd König/Montage
Anzeige

Manager Michael Preetz von Hertha BSC hat sich in einem Podcast einmal mehr zum Abschied von Ex-Trainer Jürgen Klinsmann geäußert. Das ist mieser Stil und hilft niemandem, meint Sportchef Heiko Ostendorp.

Anzeige
Anzeige

Die 76-tägige Amtszeit von Jürgen Klinsmann wird garantiert in die Historie von Hertha BSC eingehen. Nicht aufgrund seiner überschaubaren Erfolge (1,2 Punkte im Schnitt pro Partie), sondern aufgrund seines spektakulären Abgangs samt Enthüllungen per „Tagebuch“. Dass Klinsis wirres Wirken bis heute immer wieder neue Geschichten an die Öffentlichkeit spült, ist die eine Sache. Dass sie vor allem von Manager Michael Preetz fröhlich ausgeplaudert werden, eine andere.

Mehr vom SPORTBUZZER

Klinsmann ist seit Anfang Februar weg, Hertha BSC liegt mit dessen Nachfolger Alexander Nouri, der zum Saisonende ebenfalls wieder gehen muss, auf Rang 13 – sechs Punkte vor Fortuna Düsseldorf auf dem Relegationsplatz. Gerade während der Coronapause gibt es für Preetz sicher genug zu tun, um das Überleben des Klubs – und den angepeilten Klassenerhalt sicherzustellen. Stattdessen scheint sich der Sport-Geschäftsführer aber vor allem noch immer mit seinem Ex-Trainer zu beschäftigen. Eine Attacke hier, ein Nachtreten da.

Hertha-Manager Preetz verteilt verbale Ohrfeigen an Klinsmann

In einem Podcast teilte Preetz nun erneut aus und erzählte, dass Klinsmann es nicht mal geschafft hätte, den potenziellen Neuzugang Mario Götze überhaupt ans Telefon zu bekommen. Klinsmanns Anteil an der Verpflichtung von Lucas Tousart (Olympique Lyon) läge laut Preetz bei „nicht mal fünf Prozent“. Solche oder ähnliche Ohrfeigen gab es in den letzten Wochen en masse.

Vom Hoffnungsträger zum Unruhestifter: Die Chaos-Chronologie von Klinsmann bei Hertha BSC

Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! Zur Galerie
Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der SPORTBUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! ©

Selbst wenn er mit diesen Aussagen Recht haben sollte, macht es Preetz damit keinen Deut besser als Klinsmann bei seinem fragwürdigen Abgang. Sein dauerndes Nachkarten ist mieser Stil und zeigt nur, wie sehr er bis heute unter dem Mann leidet, den er anfangs immer wieder für dessen „Strahlkraft“ gelobt hatte. Preetz sollte endlich nach vorne schauen und das Klinsmann-Bashing sein lassen. Denn damit hilft er niemandem – weder sich selbst noch der alten Dame Hertha BSC.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt