19. September 2020 / 11:51 Uhr

Lothar Matthäus: "Die Hertha ist das Paris Saint-Germain Deutschlands"

Lothar Matthäus: "Die Hertha ist das Paris Saint-Germain Deutschlands"

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus fühlt sich bei Hertha BSC an das Konzept von Paris Saint-Germain erinnert.
Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus fühlt sich bei Hertha BSC an das Konzept von Paris Saint-Germain erinnert. © imago images/Matthias Koch
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Lothar Matthäus vergleicht Hertha BSC angesichts des Investments von Lars Windhorst mit dem französischen Champions-League-Finalisten Paris Saint-Germain. Der Rekord-Nationalspieler blickt im SPORTBUZZER-Interview auf die Perspektiven der Berliner.

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Mit Blick auf die Möglichkeiten bei Hertha BSC wagt Lothar Matthäus vor dem Bundesliga-Start der Berliner am Samstag bei Werder Bremen einen kühnen Vergleich. "Die Hertha ist das Paris Saint-Germain Deutschlands, als Hauptstadtklub und mit dem Geldsegen eines Investors", sagte der Rekord-Nationalspieler in einem Interview mit dem Bundesliga-Magazin des SPORTBUZZER: "Mal schauen, wie sie das ganze Geld anlegen, ob sie die Balance finden – und den Erwartungen dann gerecht werden. Zumindest stehen sie jetzt auch mehr unter Druck, unbedingt einen internationalen Platz zu erreichen."

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Der 59-Jährige weiter: "Die Europa League wäre ein erster Schritt, um den Abstand nach oben zu verkleinern. Aber man sollte jetzt nicht meinen, dass man sofort um einen Champions League-Platz mitspielt. Dafür muss man sich zwei, drei Jahre Zeit geben." Seit dem Einstieg von Investor Lars Windhorst im Sommer 2019 sind insgesamt rund 374 Millionen Euro an die Hertha geflossen – und die Ambitionen proportional zu dem Investment gestiegen. Aber: Im Vergleich zu Champions-League-Finalist PSG, das von katarischen Geldgebern alimentiert wird, sind die Summen in Berlin eher bescheiden.

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Dennoch: Seit dem Windhorst-Einstieg gab der Klub an Ablösen knapp 150 Millionen Euro aus. In der vergangenen Spielzeit reichte es nach einem turbulenten Intermezzo unter Jürgen Klinsmann am Ende nur zum zehnten Tabellenplatz. Auch unter dem derzeitigen Coach Bruno Labbadia begann die neue Pflichtspiel-Saison alles andere als vielversprechend. In der ersten Runde des DFB-Pokals scheiterte man nach einem 4:5 an Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig.