20. Februar 2022 / 22:40 Uhr

Nach 1:6-Klatsche gegen Leipzig: Bobic und Richter bekennen sich zu Hertha-Coach Korkut

Nach 1:6-Klatsche gegen Leipzig: Bobic und Richter bekennen sich zu Hertha-Coach Korkut

Ronald Tenbusch
Märkische Allgemeine Zeitung
Hertha-Trainer Tayfun Korkut (l.) erhält von Sportvorstand Fredi Bobic Rückendeckung.
Scheint weiter das Vertrauen von Sportvorstand Fredi Bobic zu genießen: Hertha-Trainer Tayfun Korkut (l.). © IMAGO/Fotostand/Nordphoto (Montage)
Anzeige

Hertha BSC musste gegen RB Leipzig eine heftige Klatsche einstecken und steckt tief im Abstiegskampf. Nach der Partie äußerten sich Sportvorstand Fredi Bobic und Spieler Marco Richter zum Trainer und zur Stimmung im Team. 

Die Lage bei Hertha BSC spitzt sich nach dem 1:6 gegen RB Leipzig weiter zu. Mittlerweile warten die Berliner seit über zwei Monaten auf einen Pflichtspielsieg. Die Folge: Hertha steht mit 23 Punkten nur noch auf dem 15. Tabellenplatz. Der Vorsprung auf Augsburg und den Relegationsrang ist auf ein mickriges Pünktchen geschrumpft. Tayfun Korkut steht nach zehn Bundesliga-Spielen als Hertha-Trainer bei lediglich neun Punkten. Die "T-Frage" scheint in Berlin aber noch kein Thema zu sein.

Anzeige

Herthas Sportvorstand Fredi Bobic, der Korkut im November nach der Entlassung Pal Dardais installierte und auch schon zuvor einen engen Kontakt zum 47-Jährigen pflegte, stellte sich nach der Leipziger Abreibung am DAZN-Mikro vor seinen Coach: "Ich erlebe ihn sehr klar in seinem Handeln und mit dem richtigen Ton in der Ansprache zu den Jungs. Es gibt bei ihm null Aktionismus, sondern stets einen klaren Plan", fand Bobic sogar lobende Worte für Korkut.

Mehr zu Hertha BSC

Gegen Leipzig hatte die Hertha das Spiel gegen formstarke Leipziger rund eine Stunde lang offen gestaltet. Nach dem RB-Führungstreffer durch Benjamin Henrichs (20.) hatte Stevan Jovetic kurz nach der Halbzeit für den Ausgleich gesorgt (48.). Anschließend waren die Berliner drauf und dran, in Führung zu gehen. Nach einem Platzverweis für Herthas Marc-Oliver Kempf und dem anschließenden Elfmeter-Gegentor wurde Korkuts Team in Unterzahl aber auseinandergenommen. Mittelfeldspieler Marco Richter sieht die Geschlossenheit der Mannschaft unter Korkut dennoch gegeben.

"Da wird vieles von außen hereininterpretiert. Im Team ist alles gut. Wir pushen uns, in der Mannschaft stimmt’s", so der 24-Jährige, der dennoch den Ernst der Lage erkannt hat: "Die ganze Worte helfen nichts, wir müssen Taten folgen lassen." Die nächste Chance dafür bekommen er und seine Teamkollegen am nächsten Samstag. Dann geht es in Freiburg um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Wenn man den Aussagen von Manager und Spieler Glauben schenken darf, sollte Tayfun Korkut dann trotz der anhaltenden sportlichen Misere wieder an der Seitenlinie stehen dürfen.

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.