30. April 2022 / 14:20 Uhr

Form, Stimmung, Restprogramm: Die Ausgangslage von Hertha, Stuttgart und Co. im Bundesliga-Abstiegskampf

Form, Stimmung, Restprogramm: Die Ausgangslage von Hertha, Stuttgart und Co. im Bundesliga-Abstiegskampf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha BSC und der VfB Stuttgart kämpfen in der Bundesliga um den Klassenerhalt.
Hertha BSC und der VfB Stuttgart kämpfen in der Bundesliga um den Klassenerhalt. © IMAGO/Contrast (Montage)
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Im Tabellenkeller der Bundesliga geht es drei Spieltage vor dem Saisonende heiß her. Hertha BSC kann am Samstag den Klassenerhalt perfekt machen, hat dies jedoch nicht in der eigenen Hand. Arminia Bielefeld und der VfB Stuttgart haben ein Wörtchen mitzureden. Der SPORTBUZZER blickt auf die Ausgangslage im Abstiegskampf.

Alles spricht für ein furioses Finale: Im Abstiegskampf der Bundesliga ist drei Spieltage vor dem Saisonende nur wenig entschieden. Klar ist bereits: Das abgeschlagene Schlusslicht Greuther Fürth muss den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Wer den Franken folgt, ist noch unklar. Weitere Entscheidungen können jedoch am 32. Spieltag fallen. Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), blickt vor dem Endspurt auf die Ausgangslage im Tabellenkeller.

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Hertha BSC und Trainer Felix Magath winkt nach dem Sieg in der Vorwoche gegen den direkten Konkurrenten VfB Stuttgart (2:0) der vorzeitige Klassenerhalt. Mit mindestens einem Auge schielt die "Alte Dame" drei Spieltage vor Schluss aber ins Schwabenland. Denn: In der eigenen Hand hat der Hauptstadtklub die verfrühte Rettung nicht. Voraussetzung ist sowohl ein eigener Sieg gegen Arminia Bielefeld als auch eine Pleite des VfB gegen den VfL Wolfsburg. Verliert die Magath-Elf selbst, wäre die Hertha bei einem Stuttgarter Erfolg wieder mittendrin im Existenzkampf. Für Rechenfreunde: Vor dem 32. Spieltag beträgt der Vorsprung der Berliner als 15. vier Punkte auf den 16. Stuttgart und sechs auf den 17. Bielefeld. Alles ist möglich im Abstiegskampf.

Das Duell mit der Arminia wird von den Berlinern, deren Dissonanzen mit den eigenen Fans nach wie vor nicht ausgeräumt sind, daher zum Sechs-Punkte-Spiel erhöht. "Das ist wie ein Finale für uns. Wir werden gegen Arminia alles geben", betonte Kapitän Dedryck Boyata die Bedeutung der Partie. Magath ergänzte: "Wir haben Bronze erreicht und können in Bielefeld Silber holen." Gold soll spätestens am 34. Spieltag folgen, im besten Fall aber schon früher. Sollte es gegen Bielefeld nicht klappen, sind auch in der Folge gegen den formschwachen FSV Mainz 05 Punkte realistisch. Am letzten Spieltag geht es zum Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund – möglicherweise schon ohne Druck.

Negativtrend bedingt Stuttgarter Saison-Endspurt

Beim Konkurrenten aus Stuttgart ist die Stimmung gekippt, das zwischenzeitlich zurückerlangte Selbstvertrauen verschwunden. Seit vier Spielen sind die Schwaben sieglos. Hinzu kommen immer wieder Ausfälle von Leistungsträgern wie Atakan Karazor, Wataru Endo und Sasa Kalajdzic (alle Covid-19). Besonders die zuletzt gezeigte Leistung im Berliner Olympiastadion hinterließ Fragezeichen. Zudem ist das Restprogramm anspruchsvoll. In den Heimspielen gegen das fast gerettete Wolfsburg und den potenziellen Europa-League-Teilnehmer 1. FC Köln müssen Siege her.

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Dazwischen geht es zum alten und neuen deutschen Meister FC Bayern München. "Wir haben es nicht in der eigenen Hand", sagte Sportdirektor Sven Mislintat, der mit der Mannschaft auch darum bemüht ist, die Fans wieder hinter sich zu bringen. Immerhin könnte in der Relegation der dritte Abstieg in sieben Jahren noch abgewendet werden. "Wir müssen in die Spiele reingehen, als wären es unsere letzten", sagte Verteidiger Waldemar Anton.

Und Bielefeld? Die Ostwestfalen hofften mit der Entlassung von Trainer Frank Kramer vor dem 31. Spieltag auf eine Initialzündung. Eine positive Reaktion blieb aber aus. Mittlerweile warten die Bielefelder seit Mitte Februar auf einen Dreier. Der Rückstand auf Platz 15 beträgt sechs Punkte, auf den VfB zwei. "Es setzen wahrscheinlich nicht viele Leute auf uns, müssen sie auch nicht. Wichtig ist, dass wir daran glauben", sagte Cedric Brunner. "Solange es mathematisch noch nicht feststeht, dass wir runtergehen, glaube ich voll an uns." Gegen die Hertha hilft nur ein Sieg, um die Hoffnungen auf einen Verbleib in der Bundesliga am Leben zu erhalten. Danach geht es zum ohne Druck spielenden VfL Bochum, am letzten Spieltag daheim gegen den Europa-League-Halbfinalisten RB Leipzig – es braucht ein kleines Wunder.

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