24. Januar 2021 / 11:38 Uhr

Doppel-Aus fix: Hertha BSC trennt sich von Manager Michael Preetz und Trainer Bruno Labbadia

Doppel-Aus fix: Hertha BSC trennt sich von Manager Michael Preetz und Trainer Bruno Labbadia

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Michael Preetz und Bruno Labbadia verlassen Hertha BSC.
Michael Preetz und Bruno Labbadia verlassen Hertha BSC. © imago images/Bernd König
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Hertha BSC zieht die Reißleine: Nach der herben Niederlage gegen Werder Bremen gehen der Verein und seine sportliche Führung getrennte Wege. Nicht nur für Trainer Bruno Labbadia ist Schluss, auch Sport-Geschäftsführer Michael Preetz muss nach knapp zwölf Jahren gehen.

Nach einer enttäuschenden Hinrunde und dem verpatzten Rückrundenauftakt gegen Werder Bremen zieht Hertha BSC personelle Konsequenzen: Am Sonntag gab der Hauptstadtklub die Trennung von Sport-Geschäftsführer Michael Preetz und Trainer Bruno Labbadia bekannt. Die mit Europapokalambitionen in die Saison gestartete Hertha steht nach der 1:4-Heimpleite gegen Werder nur auf dem 14. Platz, hat lediglich zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der Verein gab die Trennungen am Sonntag bekannt.

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"Letztlich müssen wir aber festhalten, dass wir mit 17 Punkten nach 18 Spielen in einer sehr ernsten Situation stecken. Daher haben wir uns nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, mit einem Trainerwechsel einen neuen Impuls zu setzen", sagte Herthas Geschäftsführer Carsten Schmidt in einer Stellungnahme. Die Funktionen von Preetz soll bis zum Ende der Saison Ex-Nationalspieler Arne Friedrich übernehmen, ein neuer Trainer wurde noch nicht bestimmt. Dies soll in den kommenden Tagen erfolgen. Als Interims-Nachfolger wurde am Samstag Ex-Coach Pal Dardai gehandelt.

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Während für den erst im April als Nachfolger von Alexander Nouri installierten Labbadia bereits nach 28 Spielen Schluss ist, endet für Preetz eine Ära. Der Ex-Profi war ohne Unterbrechung seit 1996 für die Herthaner tätig - zunächst als Spieler, seit 2003 als Assistent von Manager Dieter Hoeneß und seit fast zwölf Jahren als dessen Nachfolger in der Position des Sport-Geschäftsführers. Nach der chaotischen Vorsaison mit insgesamt vier Trainern stand er zuletzt allerdings fortwährend in der Kritik. Am Samstag hatten sich vor dem Olympiastadion etwa 250 Fans versammelt und die Ablösung des 53-Jährigen gefordert.

Labbadia konnte die Berliner in der Vorsaison zunächst stabilisieren und letztlich zum sicheren Klassenerhalt führen. Der Start in die aktuelle Saison wurde indes verpatzt. Zunächst schieden die Berliner gegen Eintracht Braunschweig (4:5) aus dem DFB-Pokal aus, in den ersten fünf Ligaspielen setzte es vier Niederlagen. Nach der Pleite gegen Werder sahen die Verantwortlichen der Berliner, die ihr Team seit dem Einstieg von Investor Lars Windhorst im Sommer 2019 für insgesamt rund 150 Millionen Euro verstärkten, in der Zusammenarbeit mit Preetz und Labbadia nun keine Perspektive mehr.

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