29. Februar 2020 / 13:56 Uhr

Hertha BSC: Aufrüttelnde Halbzeit-Ansprache von Thomas Kraft bringt Wende gegen Düsseldorf

Hertha BSC: Aufrüttelnde Halbzeit-Ansprache von Thomas Kraft bringt Wende gegen Düsseldorf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Berlins Trainer Alexander Nouri (r.) flüstert nach dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf Torhüter Thomas Kraft etwas ins Ohr. 
Berlins Trainer Alexander Nouri (r.) flüstert nach dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf Torhüter Thomas Kraft etwas ins Ohr.  © Bernd Thissen/dpa
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Der Ersatzmann von Rune Jarstein stand überraschend gegen Fortuna Düsseldorf im Tor der Berliner. Als Hertha BSC schon auf der Verliererstraße war, ergriff Thomas Kraft in der Halbzeitpause das Wort und rüttelte seine Mannschaft wach.

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Nach seiner wachrüttelnden Ansprache in der Halbzeit und dem anschließend erkämpften 3:3 bei Fortuna Düsseldorf darf Thomas Kraft auf weitere Einsätze im Tor von Hertha BSC hoffen. Das Duell mit Rune Jarstein um die Nummer eins beim Berliner Fußball-Bundesligisten ist nach dem emotionalen Punktgewinn am Freitagabend offen. „Wir werden das mit den Torhütern besprechen und dann eine Entscheidung treffen“, sagte Trainer Alexander Nouri am Samstag in Berlin.

Torwarttrainer empfiehlt Wechsel

Damit ist auch der Kampf um die Nummer eins bei den Berlinern eröffnet. Kraft, der in dieser Saison erst zwei Einsätze und bei Klinsmann keine Chance hatte, wurde Nouri vom zurückgekehrten Torwarttrainer Zsolt Petry empfohlen: „Wir haben das dann umgesetzt.“ Vor viereinhalb Jahren war es noch umgekehrt, dort löste Jarstein den langjährigen Stammtorhüter Kraft als Nummer eins ab.

In Bildern: Hertha BSC in Noten: Die Einzelkritik zum 3:3 in Düsseldorf.

<b>Tor:</b> Thomas Kraft (1) Zur Galerie
Tor: Thomas Kraft (1) © Getty Images

Hertha hatte in Düsseldorf 0:3 zurückgelegen, ehe der für Jarstein ins Tor gerückte Kraft in der Halbzeitpause das Wort ergriff. „Es haben mehrere Spieler gesprochen, aber Thomas war derjenige, der den Stein ins Rollen gebracht hat“, sagte Nouri. „In der Situation war es wichtig, dass der Impuls aus der Mannschaft kommt. Wir haben riesengroße Moral bewiesen. Das war außergewöhnlich, und das sollten wir mitnehmen.“ Und Nouri weiter: „Er (Kraft, d. Red.) hat in der Pause einen Impuls freigesetzt und einen Appell an die Mannschaft gerichtet. Großen Respekt davor.“

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Kraft musste unter der Woche noch eine Demütigung über sich ergehen lassen. Ex-Trainer Jürgen Klinsmann hatte den 31-Jährigen in seinem an die Öffentlichkeit gelangten Protokoll mit „ständig krank oder verletzt, keinen Mehrwert mehr. Vertrag auslaufen lassen“ bewertet. In Düsseldorf war Kraft dann überraschend für Jarstein in die Startelf gerückt.